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Bald Abhilfe

Dienstag, 25. September 2012, 01:35 Uhr
Über den starken Besuch des Mittelaltermarktes an der Wasserburg Heldrungen hatte kn berichtet. Aber nicht alle konnten teilhaben, wie kn erfahren hat.

Schöne Bilder, so schreibt eine Leserin, hat kn da von Heldrungen gezeigt. Wörtlich schrieb sie weiter:

"Nur mein Mann und ich hätten diese auch gern persönlich gesehen. Nur als gehbehinderter Mann kann man dies nicht. Wir wollten heute den Markt besuchen, nur es bestand keine Möglichkeit in der Nähe der Wasserburg zu parken. Man sagte uns am besten zum Lidl Parkplatz zu fahren. Nur mein Mann ist 80% gehbehindert und kann höchstens 300m laufen. Wir kamen uns diskriminiert vor, somit wird meinen Mann das gesellschaftliche Leben genommen. Wo bleibt da, dass Gleichstellungsgesetz? Dieses Vorkommnis ist eine Schade für die Wasserburg und die Stadt Heldrungen."

Heldrungens Bürgermeister Norbert Enke bedauert, was da der Familie passiert ist. Wir haben einfach noch nicht genügend Parkfläche an der Wasserburg, so Enke in einem Telefongespräch mit kn. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die im Auftrag des Veranstalters den Verkehr regelten waren einfach überfordert und konnten keinen behindertengerechten Parkraum zu weisen.

Das Problem mit dem Parkraum bei Veranstaltungen ist nicht neu. Deshalb wurden auch bereits Schritte zur Verbesserung eingeleitet. Am 12. Juni 2012 berichtete kn in dem Artikel Geld für Besucherparkplatz, dass Mittel für den Bau eines Besucherparkplatzes bereit gestellt werden (99.000 Euro).

Wie Bürgermeister Enke in dem Telefongespräch mit kn informierte, sind die Ausschreibungen für den Bau des Parkplatzes raus. Im Oktober soll die Vergabe der Aufträge erfolgen. Im Projekt vorgesehen sind auch zwei oder drei behindertengerechte Parkplätze, hier war er sich aber nicht ganz sicher, ob die Zahl so auf Anhieb stimmt, da er das Projekt nicht gleich vorliegen hatte. Die Zahl aber ergibt sich aus einem Schlüssel, bei dem festgelegt wird, auf wie viele "normale" Parkplätze, die Zahl an behindertengerechte Parkflächen auszuweisen sind, so Enke.

Es ist sicher kein Trost für die Leserin, dass man umsonst nach Heldrungen gefahren war, aber Maßnahmen zur Verbesserung der Situation sind im Gange.
Autor: khh

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