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Nur Städte sind attraktiv

Freitag, 28. September 2012, 10:06 Uhr
Am 31. Dezember 2011 hatte Thüringen 2 221 222 Einwohner. Damit verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Bevölkerungszahl im Jahr 2011 um 13 803 Personen bzw. 0,6 Prozent. Wie stellt sich aber die regionale Untersetzung des Landesergebnisses dar...


Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurde nur für die kreisfreien Städte Erfurt, Jena und Weimar im Jahr 2011 ein Bevölkerungszuwachs zwischen 0,7 und 0,1 Prozent ermittelt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sie zu den Thüringer Städten gehören, die als Universitätsstädte zusätzliche Anreize für Studenten bieten, die dort ihren Hauptwohnsitz wählen. In den anderen kreisfreien Städten sowie allen Landkreisen gab es einen sehr differenzierten Bevölkerungsrückgang.

Günstiger als im Landesdurchschnitt (-0,6 Prozent) lagen neben den drei genannten Städten mit Zuwachs auch die kreisfreie Stadt Eisenach (-0,2 Prozent) und die Landkreise Weimarer Land, Gotha, der Ilm-Kreis sowie die kreisfreie Stadt Gera mit je -0,5 Prozent. Die Einwohnerentwicklung im Saale-Holzland-Kreis und im Landkreis Eichsfeld (-0,6 Prozent) entsprach dem Thüringer Durchschnitt. Die größten Verluste mussten der Landkreis Greiz, die kreisfreie Stadt Suhl und das Altenburger Land mit je -1,4 Prozent hinnehmen. Für den Kyffhäuserkreis wurde ein Verlust von 1,2 Prozent, für den Landkreis Nordhausen von 0.9 Prozent ausgewiesen.

Die Stadt Jena konnte als einzige Stadt unter allen kreisfreien Städten und Landkreisen sowohl beim Saldo von Geborenen und Gestorbenen (+160 Personen) als auch beim Wanderungssaldo (+174 Personen) ein Plus erzielen. Somit gewann die Stadt weitere 334 neue Einwohner hinzu.

Auf ein fast ausgeglichenes natürliches Saldo konnte die Stadt Weimar (-13 Personen) bei gleichzeitigem Wanderungsgewinn von +76 Personen verweisen. Damit basiert der Bevölkerungszuwachs (+63 Personen) des Jahres 2011 auf der positiven Wanderungsbilanz. Eine zwar deutliche negative natürliche Entwicklung zeigte die Stadt Erfurt (-295 Personen), welche jedoch durch eine positive räumliche Entwicklung (+1 685 Personen) kompensiert werden konnte. Bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl kamen in Jena, Weimar, im Eichsfeld und in Erfurt die meisten Kinder zur Welt - die wenigsten in Suhl und im Altenburger Land.

Neben den Städten Erfurt, Jena und Weimar konnten auch für die Städte Eisenach und Gera sowie für den Landkreis Gotha leichte Wanderungsgewinne ver-bucht werden. Für die kreisfreie Stadt Suhl und alle übrigen Landkreise wurden im Jahr 2011 mehr Fort- als Zuzüge und - außer Jena - generell mehr Sterbefälle als Neugeborene registriert.
Autor: red

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