Die Eigendynamik der Stadt Sondershausen
Freitag, 05. Oktober 2012, 22:30 Uhr
Mit der Problematik der aktuellen Baumfällung in Sondershausen (Keine Meldung warum!) befasst sich eine Stellungnahme von Rainer Scheerschmidt Landesvorsitzender des Volksinteressenbund Thüringen (VIBT). Hier der Wortlaut.
Recht kurzfristig gab es eine Meldung über die Sitzung des Hauptausschuss der Stadt Sondershausen, in der informiert wurde, dass in der Gartenstraße sieben Kastanienbäume einer Straßenbaumaßnahme weichen müssen.
Man fragt sich warum?
Bis heute wurde kein konkreter Anhaltspunkt gegeben, dass die Bäume krank sind, sie stehen nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort und so müssen sie weichen.
Die Verantwortlichen der Stadt Sondershausen sollten sich einmal die Baumschutzsatzung der Stadt Sondershausen zu Gemüte führen. Dann fällt die Begründung für das Fällen noch schwerer.
Wenn Niemand so richtig weis (oder wissen will) wer, warum die Fällung angeordnet hat und diese verantwortet ist es nicht ausgeschlossen, dass keine entsprechende Notwendigkeit vorliegt?
Es ist unvorstellbar, dass die erste Beigeordnete des Bürgermeisters, Frau Kraffzick( SPD) weinige Stunden vor Fällungsbeginn so tut als wisse sie nicht wann es los geht und sich lediglich auf Kontrollen des Grünamtes und das Alter der Bäume bezieht.
Gibt es vielleicht sogar ein Gefälligkeitsgutachten eines Lobbyisten, das die Fällung befürwortet?
Alles Fragen, die im Vorfeld der Maßnahme geklärt sein mussten? Die Bevölkerung wurde nur unzureichend informiert.
Warum auch? Die Wahlen sind gelaufen und bis zu den nächsten Wahlen ist noch etwas Zeit. Bis dahin wird man mit Versprechungen schon wieder etwas weiter kommen.
Offensichtlich wurde auch der Bauausschuss und andere Entscheidungsträger getäuscht? Oder hat man in den entsprechenden Entscheidungsgremien nicht richtig zugehört, was gesagt wurde?
Fragen über Fragen, die einer Antwort bedürfen und für die die Bürger eine Antwort erwarten und mit Recht erwarten dürfen.
Vor vollendete Tatsachen stellen, kann sehr schnell zum Rückschlag werden. Oder wägt sich die Stadtverwaltung unfehlbar und über alles erhaben?
Die Naturschützer, welche die Rettungsrufe an den Bäumen angebracht haben, sind lebender Beweis, dass die Bevölkerung mit der Baumaßnahme in dieser Form nicht einverstanden ist.
Gab es kein Architekturbüro, das einen Entwurf zur Baumaßnahme unter Erhaltung der Bäume erarbeitet hätte? (Wenn man es gewollt hätte.)
Noch ist es Zeit, den Entschluss zur Fällung nochmals zu überdenken, die Fällung auszusetzen, nach geeigneteren Lösungen zu suchen und eine wahrheitsgemäße Information der Bevölkerung durchzuführen.
Gespannt darf man auf die Reaktion der Mitglieder des Stadtrates zu dieser Aktion sein.
In der Fraktion der SPD ist auch das Fraktionsmitglied der Grünen integriert. Der Leiter des Bauamtes und die erste Beigeordnete, alle Entscheidungsträger, sind auch Mitglied der SPD. Die SPD und alle anderen Fraktionen des Stadtrates haben in ihren Wahlprogrammen die Förderung des Tourismus und grüne Innenstädte gefordert. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.
Welches Stadtratsmitglied sagt konsequent bis hierher und nicht weiter?
Kein Mensch würde auf die Idee kommen in Jahrzehnten gewachsene Bäume, die eine Straße aufwerten und ein Kleinod jeder Stadt sind, wie beispielsweise die Linden-,Buchen- oder Pappelalleen in anderen Städten, einfach fällen zu lassen.
Bleibt in der Kürze der Zeit nur an die Stadtverwaltung zu appellieren: Stoppen Sie den weiteren Fortgang, bemühen Sie sich um Alternativen und erhalten Sie so ein Stück Grün und eine Allee im Sondershausen.
Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender des Volksinteressenbund
Thüringen (VIBT)
Autor: khhRecht kurzfristig gab es eine Meldung über die Sitzung des Hauptausschuss der Stadt Sondershausen, in der informiert wurde, dass in der Gartenstraße sieben Kastanienbäume einer Straßenbaumaßnahme weichen müssen.
Man fragt sich warum?
Bis heute wurde kein konkreter Anhaltspunkt gegeben, dass die Bäume krank sind, sie stehen nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort und so müssen sie weichen.
Die Verantwortlichen der Stadt Sondershausen sollten sich einmal die Baumschutzsatzung der Stadt Sondershausen zu Gemüte führen. Dann fällt die Begründung für das Fällen noch schwerer.
Wenn Niemand so richtig weis (oder wissen will) wer, warum die Fällung angeordnet hat und diese verantwortet ist es nicht ausgeschlossen, dass keine entsprechende Notwendigkeit vorliegt?
Es ist unvorstellbar, dass die erste Beigeordnete des Bürgermeisters, Frau Kraffzick( SPD) weinige Stunden vor Fällungsbeginn so tut als wisse sie nicht wann es los geht und sich lediglich auf Kontrollen des Grünamtes und das Alter der Bäume bezieht.
Gibt es vielleicht sogar ein Gefälligkeitsgutachten eines Lobbyisten, das die Fällung befürwortet?
Alles Fragen, die im Vorfeld der Maßnahme geklärt sein mussten? Die Bevölkerung wurde nur unzureichend informiert.
Warum auch? Die Wahlen sind gelaufen und bis zu den nächsten Wahlen ist noch etwas Zeit. Bis dahin wird man mit Versprechungen schon wieder etwas weiter kommen.
Offensichtlich wurde auch der Bauausschuss und andere Entscheidungsträger getäuscht? Oder hat man in den entsprechenden Entscheidungsgremien nicht richtig zugehört, was gesagt wurde?
Fragen über Fragen, die einer Antwort bedürfen und für die die Bürger eine Antwort erwarten und mit Recht erwarten dürfen.
Vor vollendete Tatsachen stellen, kann sehr schnell zum Rückschlag werden. Oder wägt sich die Stadtverwaltung unfehlbar und über alles erhaben?
Die Naturschützer, welche die Rettungsrufe an den Bäumen angebracht haben, sind lebender Beweis, dass die Bevölkerung mit der Baumaßnahme in dieser Form nicht einverstanden ist.
Gab es kein Architekturbüro, das einen Entwurf zur Baumaßnahme unter Erhaltung der Bäume erarbeitet hätte? (Wenn man es gewollt hätte.)
Noch ist es Zeit, den Entschluss zur Fällung nochmals zu überdenken, die Fällung auszusetzen, nach geeigneteren Lösungen zu suchen und eine wahrheitsgemäße Information der Bevölkerung durchzuführen.
Gespannt darf man auf die Reaktion der Mitglieder des Stadtrates zu dieser Aktion sein.
In der Fraktion der SPD ist auch das Fraktionsmitglied der Grünen integriert. Der Leiter des Bauamtes und die erste Beigeordnete, alle Entscheidungsträger, sind auch Mitglied der SPD. Die SPD und alle anderen Fraktionen des Stadtrates haben in ihren Wahlprogrammen die Förderung des Tourismus und grüne Innenstädte gefordert. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.
Welches Stadtratsmitglied sagt konsequent bis hierher und nicht weiter?
Kein Mensch würde auf die Idee kommen in Jahrzehnten gewachsene Bäume, die eine Straße aufwerten und ein Kleinod jeder Stadt sind, wie beispielsweise die Linden-,Buchen- oder Pappelalleen in anderen Städten, einfach fällen zu lassen.
Bleibt in der Kürze der Zeit nur an die Stadtverwaltung zu appellieren: Stoppen Sie den weiteren Fortgang, bemühen Sie sich um Alternativen und erhalten Sie so ein Stück Grün und eine Allee im Sondershausen.
Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender des Volksinteressenbund
Thüringen (VIBT)
