Erschließung und touristischen Vermarktung
Mittwoch, 17. Oktober 2012, 18:48 Uhr
Heute fand die Abschlusspräsentation zum Projekt: "Konzept zur Erschließung und touristischen Vermarktung der Kyffhäuserregion einschließlich der Entwicklung einer touristischen Route", in Bad Frankenhausen statt
Die im Ratssaal von Bad Frankenhausen versammelten Tourismusexperten aus Kommunen und Institutionen wurde von Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) begrüßt. Er verwies in der Einführung nochmals auf die Aufgabenstellung. Die KAG Kommunale Arbeitsgemeinschaft "REK Kyffhäusergebiet" unter Federführung der Stadt Bad Frankenhausen beauftragte im Herbst 2011 die ARGE: e.t.a. Sachverständigenbüro Reyer, ABRAXAS und Reppel Kurorteberatung mit der Bearbeitung des Projektes "Konzept zur Erschließung und touristischen Vermarktung der Kyffhäuserregion einschließlich der Entwicklung einer touristischen Route". Das Regionale Entwicklungskonzept (REK) für die Kyffhäuserregion wurde durch das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr gefördert. Ohne diese Förderung, so Strejc hätte das Projekt nie in der Art durchgeführt werden können.
Im Ergebnis der Arbeiten sollte ein überzeugendes touristisches Gesamtangebot entwickelt werden, welches sowohl ein ausgewogenes touristisches Marketing als auch populärwissenschaftlich aufbereitete Inhalte aus verschiedenen Fachgebieten (z.B. Kulturgeschichte, Archäologie, Geowissenschaften usw.) umfasst und die Kyffhäuserregion mit Hilfe einer touristischen Erlebnisroute mit den touristischen Destinationen in den angrenzenden Räumen gebietsübergreifend vernetzt.
Wichtig für Strejc, die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Dokumente dürfen nicht im Schreibtisch schmoren.
Soweit das Ziel. Dazu hatte man das Thema in drei Themenschwerpunkte gegliedert, die allerdings in der Darstellung nur im groben angerissen werden können.
Zuerst stellte Klaus Reppel den Masterplan Leitbild Kyffhäuserregion und Bad Frankenhausen 2020 vor. Dieser Vorschlagskatalog enthält allein 82 Maßnahmen. Hier alles darstellen zu wollen würde den Rahmen sprengen. Einige Kernsätze die Reppel nannte, sollten aber aufhorchen lassen.
Als eine wichtige Aufgabe bezeichnete er die Verbesserung des Innenmarketings. Er sagte in etwa,: Hier ist man so reich an Sehenswürdigkeiten gesegnet, dass man das Marketing vernachlässigt. Er empfahl, sich mehr in die Regionen Frankfurt mit Rhein/Main und Berlin vor zu wagen.
Der Therme empfahl er, sie müsse zu einem Therapie und Reha-Zentrum ausgebaut werden.
Im zweiten Vortrag ging es um die touristische Aufwertung der archäologischen Fundstätte Steinrinne Bilzingsleben. Prof. Harald Kunze wies nach, dass die Fundstätte Weltbedeutung hat. So sei es u.a. das ältestes Bauwerk der Menschheit und die älteste menschlich Kulturdarstellung und der besterhaltene Siedlungsplatz der Steinzeit.
Das Problem, bisher konnte die große Politik in Thüringen nicht dafür begeistert werden. Hier muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.
Im dritten Vortrag entwickelte Sylvia Reyer Sachverständigenbüro Erfurt eine touristische Route mit dem noch sperrigen Namen Touristische Route zur Vernetzung der Kyffhäuserregion mit umliegenden touristischen Destinationen.
Die Route erst mal für KfZ vorgesehen soll von Bad Frankenhausen über Sondershausen, Ebeleben, Bad Langensalza (Hainich), Erfurt (BUGA, Ega), Weimar (Ilmpark), Sömmerda, Weißensee, Kannawurf und Sachsenburg wieder nach Bad Frankenhausen führen. Verschiedene Stichrouten, wie in den Harz oder Sangerhausen sollen das Ganze abrunden. Dieser Punkt enthält immerhin auch 14 Maßnahmen.
Als Folgerung der Darstellungen wurde klargestellt, dass die Weiterentwicklung dieser Aufgabenstellung allein von Bad Frankenhausen geschultert werden kann. Hier müssen weitere Gremien und auch Mittel gefunden werden, um die Aufgabenstellung zu lösen.
Und welche Schlussfolgerungen zieht man als Außenstehender? Hier wurde zweifelsfrei im höchsten Maße touristisch notwendige Maßnahmen zusammen getragen, um die Region im Tourismus voranzubringen.
Etwas blass blieb allerdings, wie sich eigentlich der Namensgeber, der Kyffhäuser mit seinen Sehenswürdigkeiten entwickeln soll. Auch wenn Klaus Reppel schon Bad Frankenhausen zur touristischen Hauptstadt der Region erklärte, der eigentlich Kyffhäuser ist bei weitem noch nicht touristisch ausgereizt, was auch für die Sehenswürdigkeiten von Sondershausen zutrifft.
Auch wenn bei der Veranstaltung mehrfach betont wurde, man darf nicht so viel in kleinen einzelnen Dimensionen denken, aber eines fehlte bei der ganzen Projekterarbeitung. In den Radwegebau werden im Kyffhäuserkreis in der nächsten Zeit Millionen von Euro gesteckt. Überall hört und liest man, wie viel Geld Radtouristen in touristische Regionen bringen können. Ein Mangel des heute dargestellt ist, den Politikern in Kreis und Freistaat wird nicht aufgezeigt, wie soll die touristische Einbeziehung der Radler erfolgen. Mit zwei Fernwegen ist nicht viel erreicht.
Die Radler sollen nicht nur durchfahren, sondern sollen auch mal Übernachten. Wer eine Wochen in der Region bleiben soll, muss ein Netz von Radwegen haben. Hier muss man konzeptionell den Politikern verklickern wo man in etwa mal Wege braucht. In diesem Punkt sollte nochmals kräftig nachgelegt werden.
Autor: khhDie im Ratssaal von Bad Frankenhausen versammelten Tourismusexperten aus Kommunen und Institutionen wurde von Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) begrüßt. Er verwies in der Einführung nochmals auf die Aufgabenstellung. Die KAG Kommunale Arbeitsgemeinschaft "REK Kyffhäusergebiet" unter Federführung der Stadt Bad Frankenhausen beauftragte im Herbst 2011 die ARGE: e.t.a. Sachverständigenbüro Reyer, ABRAXAS und Reppel Kurorteberatung mit der Bearbeitung des Projektes "Konzept zur Erschließung und touristischen Vermarktung der Kyffhäuserregion einschließlich der Entwicklung einer touristischen Route". Das Regionale Entwicklungskonzept (REK) für die Kyffhäuserregion wurde durch das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr gefördert. Ohne diese Förderung, so Strejc hätte das Projekt nie in der Art durchgeführt werden können.
Im Ergebnis der Arbeiten sollte ein überzeugendes touristisches Gesamtangebot entwickelt werden, welches sowohl ein ausgewogenes touristisches Marketing als auch populärwissenschaftlich aufbereitete Inhalte aus verschiedenen Fachgebieten (z.B. Kulturgeschichte, Archäologie, Geowissenschaften usw.) umfasst und die Kyffhäuserregion mit Hilfe einer touristischen Erlebnisroute mit den touristischen Destinationen in den angrenzenden Räumen gebietsübergreifend vernetzt.
Wichtig für Strejc, die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Dokumente dürfen nicht im Schreibtisch schmoren.
Soweit das Ziel. Dazu hatte man das Thema in drei Themenschwerpunkte gegliedert, die allerdings in der Darstellung nur im groben angerissen werden können.
Zuerst stellte Klaus Reppel den Masterplan Leitbild Kyffhäuserregion und Bad Frankenhausen 2020 vor. Dieser Vorschlagskatalog enthält allein 82 Maßnahmen. Hier alles darstellen zu wollen würde den Rahmen sprengen. Einige Kernsätze die Reppel nannte, sollten aber aufhorchen lassen.
Als eine wichtige Aufgabe bezeichnete er die Verbesserung des Innenmarketings. Er sagte in etwa,: Hier ist man so reich an Sehenswürdigkeiten gesegnet, dass man das Marketing vernachlässigt. Er empfahl, sich mehr in die Regionen Frankfurt mit Rhein/Main und Berlin vor zu wagen.
Der Therme empfahl er, sie müsse zu einem Therapie und Reha-Zentrum ausgebaut werden.
Im zweiten Vortrag ging es um die touristische Aufwertung der archäologischen Fundstätte Steinrinne Bilzingsleben. Prof. Harald Kunze wies nach, dass die Fundstätte Weltbedeutung hat. So sei es u.a. das ältestes Bauwerk der Menschheit und die älteste menschlich Kulturdarstellung und der besterhaltene Siedlungsplatz der Steinzeit.
Das Problem, bisher konnte die große Politik in Thüringen nicht dafür begeistert werden. Hier muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.
Im dritten Vortrag entwickelte Sylvia Reyer Sachverständigenbüro Erfurt eine touristische Route mit dem noch sperrigen Namen Touristische Route zur Vernetzung der Kyffhäuserregion mit umliegenden touristischen Destinationen.
Die Route erst mal für KfZ vorgesehen soll von Bad Frankenhausen über Sondershausen, Ebeleben, Bad Langensalza (Hainich), Erfurt (BUGA, Ega), Weimar (Ilmpark), Sömmerda, Weißensee, Kannawurf und Sachsenburg wieder nach Bad Frankenhausen führen. Verschiedene Stichrouten, wie in den Harz oder Sangerhausen sollen das Ganze abrunden. Dieser Punkt enthält immerhin auch 14 Maßnahmen.
Als Folgerung der Darstellungen wurde klargestellt, dass die Weiterentwicklung dieser Aufgabenstellung allein von Bad Frankenhausen geschultert werden kann. Hier müssen weitere Gremien und auch Mittel gefunden werden, um die Aufgabenstellung zu lösen.
Und welche Schlussfolgerungen zieht man als Außenstehender? Hier wurde zweifelsfrei im höchsten Maße touristisch notwendige Maßnahmen zusammen getragen, um die Region im Tourismus voranzubringen.
Etwas blass blieb allerdings, wie sich eigentlich der Namensgeber, der Kyffhäuser mit seinen Sehenswürdigkeiten entwickeln soll. Auch wenn Klaus Reppel schon Bad Frankenhausen zur touristischen Hauptstadt der Region erklärte, der eigentlich Kyffhäuser ist bei weitem noch nicht touristisch ausgereizt, was auch für die Sehenswürdigkeiten von Sondershausen zutrifft.
Auch wenn bei der Veranstaltung mehrfach betont wurde, man darf nicht so viel in kleinen einzelnen Dimensionen denken, aber eines fehlte bei der ganzen Projekterarbeitung. In den Radwegebau werden im Kyffhäuserkreis in der nächsten Zeit Millionen von Euro gesteckt. Überall hört und liest man, wie viel Geld Radtouristen in touristische Regionen bringen können. Ein Mangel des heute dargestellt ist, den Politikern in Kreis und Freistaat wird nicht aufgezeigt, wie soll die touristische Einbeziehung der Radler erfolgen. Mit zwei Fernwegen ist nicht viel erreicht.
Die Radler sollen nicht nur durchfahren, sondern sollen auch mal Übernachten. Wer eine Wochen in der Region bleiben soll, muss ein Netz von Radwegen haben. Hier muss man konzeptionell den Politikern verklickern wo man in etwa mal Wege braucht. In diesem Punkt sollte nochmals kräftig nachgelegt werden.







