Das ist kein Wasserhahn
Dienstag, 20. November 2012, 14:26 Uhr
Herbstzeit ist Heizzeit. Um es in den eigenen vier Wänden möglichst schnell kuschelig warm zu haben, wird das Thermostatventil vielerorts bis zum Anschlag aufgedreht. Eine Nachlässigkeit, die Wärmebedürftige Heizenergie und damit Geld kosten kann...
Thermostatventil (Foto: nnz)
Viele glauben, dass bei der Thermostat-Einstellung von 5 ein Raum schneller warm wird, gibt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale, ihre Erfahrung wieder. Dabei hat man unbewusst einen Wasserhahn im Kopf, bei dem auch mehr Wasser fließt, je weiter man ihn öffnet, so die Expertin. Oftmals wird aber vergessen, das Thermostatventil bei erreichter Raumtemperatur auch wieder zu schließen. Überschüssige Wärme wird dann einfach weggelüftet, was mit einem erhöhten Heizenergieverbrauch verbunden ist.
Wenn man weiß, wie die Ventile funktionieren, kann man die Heizung optimal einstellen, klärt Ramona Ballod auf. Dank einer speziellen Flüssigkeit, die sich innerhalb des Drehknopfes befindet, reagiert das Thermostatventil sehr empfindlich auf die Raumtemperatur. Ist eine bestimmte Gradzahl erreicht, dehnt sich die Flüssigkeit aus, und das Ventil schließt automatisch. In der Regel ist mit der Position 3 eine Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad verbunden. Ein ausgekühlter Raum erreicht genauso schnell die gewünschten 20 oder 21 Grad, wenn man das Ventil nur auf 3 statt auf 5 einstellt. Der wesentliche Unterschied: Steht das Ventil auf 3, wird die Wärmezufuhr zum Heizkörper gestoppt, wenn die Wunschtemperatur erreicht ist. Auf Stellung 5 heizt der Heizkörper einfach weiter: Und jedes weitere Grad Raumtemperatur erhöht den Heizenergieverbrauch um gut sechs Prozent.
Noch ein Tipp: Damit die Funktion der Thermostatventile gewährleistet ist, dürfen diese nicht mit Vorhängen oder Verkleidungen verdeckt werden. Spezielle Thermostatventile sind sogar für jeden Raum individuell programmierbar. Damit kann man automatisch die Temperatur über den Tag reduzieren und abends trotzdem in eine warme Wohnung kommen.
Bei weiteren Fragen zum sparsamen Umgang mit Heizenergie hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Bei Bedarf kommt auch ein Energieberater zu Ihnen nach Hause und nimmt die Energiesituation vor Ort in Augenschein.
Termine können unter Tel. 018 – 809 802 400 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer) vereinbart werden. Eine Terminvereinbarung ist auch möglich unter 0361 – 555140.
Autor: nnz
Thermostatventil (Foto: nnz)
Viele glauben, dass bei der Thermostat-Einstellung von 5 ein Raum schneller warm wird, gibt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale, ihre Erfahrung wieder. Dabei hat man unbewusst einen Wasserhahn im Kopf, bei dem auch mehr Wasser fließt, je weiter man ihn öffnet, so die Expertin. Oftmals wird aber vergessen, das Thermostatventil bei erreichter Raumtemperatur auch wieder zu schließen. Überschüssige Wärme wird dann einfach weggelüftet, was mit einem erhöhten Heizenergieverbrauch verbunden ist.Wenn man weiß, wie die Ventile funktionieren, kann man die Heizung optimal einstellen, klärt Ramona Ballod auf. Dank einer speziellen Flüssigkeit, die sich innerhalb des Drehknopfes befindet, reagiert das Thermostatventil sehr empfindlich auf die Raumtemperatur. Ist eine bestimmte Gradzahl erreicht, dehnt sich die Flüssigkeit aus, und das Ventil schließt automatisch. In der Regel ist mit der Position 3 eine Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad verbunden. Ein ausgekühlter Raum erreicht genauso schnell die gewünschten 20 oder 21 Grad, wenn man das Ventil nur auf 3 statt auf 5 einstellt. Der wesentliche Unterschied: Steht das Ventil auf 3, wird die Wärmezufuhr zum Heizkörper gestoppt, wenn die Wunschtemperatur erreicht ist. Auf Stellung 5 heizt der Heizkörper einfach weiter: Und jedes weitere Grad Raumtemperatur erhöht den Heizenergieverbrauch um gut sechs Prozent.
Noch ein Tipp: Damit die Funktion der Thermostatventile gewährleistet ist, dürfen diese nicht mit Vorhängen oder Verkleidungen verdeckt werden. Spezielle Thermostatventile sind sogar für jeden Raum individuell programmierbar. Damit kann man automatisch die Temperatur über den Tag reduzieren und abends trotzdem in eine warme Wohnung kommen.
Bei weiteren Fragen zum sparsamen Umgang mit Heizenergie hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Bei Bedarf kommt auch ein Energieberater zu Ihnen nach Hause und nimmt die Energiesituation vor Ort in Augenschein.
Termine können unter Tel. 018 – 809 802 400 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer) vereinbart werden. Eine Terminvereinbarung ist auch möglich unter 0361 – 555140.
