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Neues aus Berlin (152)

Mittwoch, 28. November 2012, 09:14 Uhr
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Johannes Selle (CDU) zum Thema: Wirtschaft. Studie zur Förderung des Privatsektors in Entwicklungs- und Schwellenländern



Am 19.November 2012 nahm ich an der Vorstellung einer Studie als Panelteilnehmer teil. Die Studie wurde von 31 Entwicklungsbanken weltweit erstellt, darunter der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG). Die Studie legt dar, welch große Bedeutung die Finanzierung von wirtschaftlich tätigen Unternehmen für die Entwicklung eines Landes hat. Für einen selbsttragenden Aufschwung und nachhaltige Entwicklung, für die soziale Sicherung und für zunehmenden Wohlstand sind produzierende Arbeitsplätze die einzige Grundlage. Das wissen wir aus eigener Erfahrung. In den Ländern, die Hilfe brauchen, geht es dabei auch um Frieden ohne Terror und die eigene Zukunft in der Heimat. 90 % aller Arbeitsplätze werden durch Unternehmen geschaffen. Und es fehlen mindestens 500 Mio. Die DEG ist eine hundertprozentige Tochter der KfW mit der Zielrichtung, Unternehmen zu fördern. Das geschieht in den Partnerländern. Davon können auch deutsche Unternehmen profitieren. Ich werbe in geeigneten Betrieben des Wahlkreises, Chancen zu suchen und zu erkennen, die in der internationalen Zusammenarbeit entstehen. Ganz aktuell werden die fairen und technologisch guten deutschen Konzepte im Bergbau gefragt. In diesem Bereich sind die Chancen offensichtlich, leider nicht optimal für Deutschland passend.

Durch die Finanzierungsinstitute wird ganz nebenbei viel Wissen und Erfahrung im Umgang mit der Finanzierung großer Vorhaben vermittelt. Da geht es um eine branchengerechte Kalkulation unter der Berücksichtigung regionaler Besonderheiten (erschwerter Transport, fehlende lokale Bankensysteme, etc.). Da geht es um die Erkennung und Vermeidung von Risiken. Die Rentabilität muss korrekt dargestellt werden. Sicherheiten sind zu bilden, Kostenfaktoren zu bewerten. Neben einer guten Idee fördert genau dieses Wissen eine gelingende wirtschaftliche Entwicklung am meisten.

60 000 befragte Unternehmen in den Entwicklungsländern gaben an, das wichtigste Mittel für die weitere Entwicklung seien Finanzdienstleistungen und verlässliche Elektrizitätsversorgung.
Ein Besuch in Ländern der Zusammenarbeit gebiert zehn Ideen, was man machen könnte. Landwirtschaftliche Produktion, Klimaschutz, Energieerzeugung, Abfallbehandlung, Infrastrukturausbau, Handelswege aufbauen. Auch wir können nur dabei gewinnen, wenn wir uns beteiligen.

Johannes Selle
Autor: khh

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