War das ein November?
Donnerstag, 29. November 2012, 11:32 Uhr
Im Vergleich zum Vorjahr begann der November 2012 recht nass: Durch häufige und teils ergiebige Regenfälle
wurde im Südwesten gebietsweise schon nach dem ersten Drittel das Niederschlagssoll erfüllt. Hier der Rückblick der Offenbacher Wetterfrösche...
Nach Nordosten hin schwächten sich die Tiefausläufer meist deutlich ab. Danach kam ganz Deutschland für zwei Wochen in den Einflussbereich des Hochdruckgebietes Otto. Der Jahreszeit entsprechend trat verbreitet Nebel oder Hochnebel auf, der sich oft auch tagsüber nicht auflöste. Erst das von der Biscaya nach England ziehende Tief Franziska brachte ab dem 25. wieder mehr Abwechslung ins Wettergeschehen mit Sturmböen und Regenfällen.
Insgesamt verlief der November bei leicht unterdurchschnittlichem Niederschlag und wenig Sonnenschein etwas zu mild. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
diesjährige November begann dagegen mit Regenfällen, die bereits in den ersten Tagen die Niederschlagssumme des ganzen Novembers 2011 übertrafen.
Im Südwesten war verbreitet schon nach Ende der ersten Dekade das Monatssoll erfüllt. Im Schwarzwald lagen auch insgesamt die nassesten Stationen, wie zum Beispiel Freudenstadt mit rund 180 l/m². Den Nordosten erreichten die Tiefausläufer nur in abgeschwächter Form.
Am trockensten blieb die Gegend östlich des Harzes; Quedlinburg meldete nur eine Gesamtmenge von ungefähr 20 l/m². Ab dem 12. befand sich das Flachland häufig in Dunst oder Nebel, während höhere Regionen meist aus dieser feuchten Schicht herausschauten. Auf manchen Bergen herrschte oft ausgezeichnete Fernsicht in extrem trockener Luft. So sank die relative Luftfeuchtigkeit am Morgen des 14. auf dem Brocken auf nur 1 Prozent und am 15. auf der Zugspitze auf 2 Prozent.
Garmisch-Partenkirchen erreichte mit etwa 105 Stunden den Spitzenplatz. Schlusslicht war Zinnwald-Georgenfeld, im östlichen Erzgebirge, mit zirka 15 Stunden.
leicht unter dem Soll und die Sonne zeigte sich 39 Stunden (49 Stunden) lang. Auf der A 38 in Nordthüringen ereigneten sich am 15. bei dichtem Nebel und Reifglätte viele Unfälle. Diese forderten ein Menschenleben und zahlreiche Verletzte.
Autor: redwurde im Südwesten gebietsweise schon nach dem ersten Drittel das Niederschlagssoll erfüllt. Hier der Rückblick der Offenbacher Wetterfrösche...
Nach Nordosten hin schwächten sich die Tiefausläufer meist deutlich ab. Danach kam ganz Deutschland für zwei Wochen in den Einflussbereich des Hochdruckgebietes Otto. Der Jahreszeit entsprechend trat verbreitet Nebel oder Hochnebel auf, der sich oft auch tagsüber nicht auflöste. Erst das von der Biscaya nach England ziehende Tief Franziska brachte ab dem 25. wieder mehr Abwechslung ins Wettergeschehen mit Sturmböen und Regenfällen.
Insgesamt verlief der November bei leicht unterdurchschnittlichem Niederschlag und wenig Sonnenschein etwas zu mild. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Temperaturen leicht über dem Mittel
Im November 2012 lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland mit 5,2 Grad Celsius (°C) um 1,2 Grad höher als nach der international gültigen Referenzperiode 1961-1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981-2010 betrug die Abweichung laut DWD +0,8 Grad. Die Warmfront des Tiefs Yasmina, die am 2. noch ergiebige Regenfälle gebracht hatte, führte am 3. ungewöhnlich warme Luft nach Süddeutschland. In Rheinfelden am Hochrhein erreichte die Temperatur mit 20,1°C den Höchstwert. Zur Monatsmitte sank das Quecksilber dagegen bei längerem Aufklaren im windschwachen Bereich des Hochs Otto teilweise deutlich unter den Gefrierpunkt. So zeigte das Thermometer in der Nacht zum 16. in Schierke im Harz -7,5°C.Im Südwesten sehr nass, sonst trockener
Mit rund 62 Litern pro Quadratmeter (l/m²) fehlten dem November 2012 sieben Prozent zu seinem Klimawert von 66 l/m². Der November des Vorjahres war mit mittleren 2,5 l/m² noch der trockenste Monat überhaupt seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881 gewesen. Derdiesjährige November begann dagegen mit Regenfällen, die bereits in den ersten Tagen die Niederschlagssumme des ganzen Novembers 2011 übertrafen.
Im Südwesten war verbreitet schon nach Ende der ersten Dekade das Monatssoll erfüllt. Im Schwarzwald lagen auch insgesamt die nassesten Stationen, wie zum Beispiel Freudenstadt mit rund 180 l/m². Den Nordosten erreichten die Tiefausläufer nur in abgeschwächter Form.
Am trockensten blieb die Gegend östlich des Harzes; Quedlinburg meldete nur eine Gesamtmenge von ungefähr 20 l/m². Ab dem 12. befand sich das Flachland häufig in Dunst oder Nebel, während höhere Regionen meist aus dieser feuchten Schicht herausschauten. Auf manchen Bergen herrschte oft ausgezeichnete Fernsicht in extrem trockener Luft. So sank die relative Luftfeuchtigkeit am Morgen des 14. auf dem Brocken auf nur 1 Prozent und am 15. auf der Zugspitze auf 2 Prozent.
Meist trüb, aber auch sehr sonnenscheinreich
Beim Sonnenschein blieb der November 2012 mit 47 Stunden um zwölf Prozent unter dem Soll von 53 Stunden. Während der Hochdruckwetterlage richtete sich die Sonnenscheindauer der Stationen oft danach, ob und wie schnell sich Nebel oder Hochnebel auflösten.Garmisch-Partenkirchen erreichte mit etwa 105 Stunden den Spitzenplatz. Schlusslicht war Zinnwald-Georgenfeld, im östlichen Erzgebirge, mit zirka 15 Stunden.
Der Blick auf Thüringen
Thüringen war im November 2012 mit 4,6°C (3,3°C) das zweitkälteste Bundesland. Der Niederschlag blieb mit 53 l/m² (56 l/m²)leicht unter dem Soll und die Sonne zeigte sich 39 Stunden (49 Stunden) lang. Auf der A 38 in Nordthüringen ereigneten sich am 15. bei dichtem Nebel und Reifglätte viele Unfälle. Diese forderten ein Menschenleben und zahlreiche Verletzte.
