E-Government im Landratsamt
Montag, 10. Dezember 2012, 06:03 Uhr
Diese Meldung von "Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis läasst aufhorchen: E-GOVERNMENT-INSTRUMENT IM LANDRATSAMT KYFFHÄUSERKREIS EINGEFÜHRT. Was sich dahinterverstckt, hat kn erfahren.
Lange Zeit galt die deutsche Verwaltung im internationalen Vergleich als Vorbild. Im positiven Sinne galt sie als Prototyp der Bürokratie, die sich durch fachliche Schulungen, feste Kompetenzen und Arbeitsteilung kennzeichnete. Ab den 1980-er Jahren wandelte sich jedoch dieses Bild: Die Politikwissenschaft problematisierte die Effektivitätsschwierigkeiten hierarchischer Steuerung. Größe und Komplexität bürokratischer Strukturen und umfangreiche Abstimmungsprozesse verhindern oder verzögern notwendige Veränderungen und erweisen sich damit ebenso als Barrieren für eine E-Government-geleitete Verwaltung.
Unter dem Begriff des E-Government ist im Allgemeinen die Verbesserung der Leistung der Verwaltung durch Anwendung modernster Informationstechnologien zu verstehen. Dass dieser schillernde Begriff immer mehr an Bedeutung gewinnt, beweist eine aktuelle Befragung des F.A.Z.-Instituts für Management-, Markt- und Medieninformationen. Das Ergebnis dieser Studie belegt, dass öffentliche Verwaltungen in Deutschland in den kommenden Jahren verstärkt auf E-Government setzen. Damit wollen sie ihre Effizienz erhöhen und sich gegen zunehmend knappe Budgets und gegen die Folgen des demographischen Wandels wappnen.
Auch der Kyffhäuserkreis fördert diese Entwicklung. Mit Beginn der zweiten Förderphase von Lernen vor Ort im September 2012 wird ein von dem Unternehmen Robotron GmbH entwickeltes IT-Tool in das Landratsamt implementiert. Die Landrätin Frau Hochwind, die Lenkungsgruppe von Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis sowie Vertreter aus den verschiedenen Ämtern befürworteten einstimmig die Einführung des IT-Instrumentariums in die Verwaltung, unter der Maßgabe, es auf seine Wirksamkeit zu überprüfen. Das Tool wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Lernen vor Ort-Kommunen entwickelt und stellt eine Datenbank dar, welche die Fachämter für ihre statistische Datenaufbereitung nutzen können.
Bisher meldet jedes Amt statistische Daten an das Land und fragt von dort notwendige Statistiken an (z. B. Thüringer Landesamt für Statistik). Statistiken, welche ämterübergreifend von Bedeutung sind – wie z. B. Arbeitslosenquoten – werden nicht oder nur unter hohem zeitlichen Aufwand innerhalb der Verwaltung kommuniziert. Das Datenmanagement ist deshalb noch nicht ressourcenoptimiert eingesetzt. Langfristiges Ziel des IT-Tools wird es somit sein, ein bereichsübergreifendes Datenmanagement aufzubauen. Darüber hinaus soll sich mit diesem Tool die Informationskultur im Landratsamt optimieren, in deren Folge auf entstehende Handlungsfelder umfangreicher und schneller reagiert werden kann.
Um das Tool optimal in das Landratsamt zu integrieren, wurde eine Expertenrunde gegründet. Sie wird von Lernen vor Ort organisiert und von einem externen Berater geleitet. Ihr wohnen ausschließlich verwaltungsinterne Mitarbeiter des Landratesamtes bei. In den ersten beiden Sitzungen haben die Mitglieder der Runde zunächst einen Zeitplan zur Einführung des IT-Tools erarbeitet, an dessen Ende die langfristige und verstetigte Einführung überprüft wird.
Matthias Leuschel
Lernen vor Ort
Autor: khhLange Zeit galt die deutsche Verwaltung im internationalen Vergleich als Vorbild. Im positiven Sinne galt sie als Prototyp der Bürokratie, die sich durch fachliche Schulungen, feste Kompetenzen und Arbeitsteilung kennzeichnete. Ab den 1980-er Jahren wandelte sich jedoch dieses Bild: Die Politikwissenschaft problematisierte die Effektivitätsschwierigkeiten hierarchischer Steuerung. Größe und Komplexität bürokratischer Strukturen und umfangreiche Abstimmungsprozesse verhindern oder verzögern notwendige Veränderungen und erweisen sich damit ebenso als Barrieren für eine E-Government-geleitete Verwaltung.
Unter dem Begriff des E-Government ist im Allgemeinen die Verbesserung der Leistung der Verwaltung durch Anwendung modernster Informationstechnologien zu verstehen. Dass dieser schillernde Begriff immer mehr an Bedeutung gewinnt, beweist eine aktuelle Befragung des F.A.Z.-Instituts für Management-, Markt- und Medieninformationen. Das Ergebnis dieser Studie belegt, dass öffentliche Verwaltungen in Deutschland in den kommenden Jahren verstärkt auf E-Government setzen. Damit wollen sie ihre Effizienz erhöhen und sich gegen zunehmend knappe Budgets und gegen die Folgen des demographischen Wandels wappnen.
Auch der Kyffhäuserkreis fördert diese Entwicklung. Mit Beginn der zweiten Förderphase von Lernen vor Ort im September 2012 wird ein von dem Unternehmen Robotron GmbH entwickeltes IT-Tool in das Landratsamt implementiert. Die Landrätin Frau Hochwind, die Lenkungsgruppe von Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis sowie Vertreter aus den verschiedenen Ämtern befürworteten einstimmig die Einführung des IT-Instrumentariums in die Verwaltung, unter der Maßgabe, es auf seine Wirksamkeit zu überprüfen. Das Tool wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Lernen vor Ort-Kommunen entwickelt und stellt eine Datenbank dar, welche die Fachämter für ihre statistische Datenaufbereitung nutzen können.
Bisher meldet jedes Amt statistische Daten an das Land und fragt von dort notwendige Statistiken an (z. B. Thüringer Landesamt für Statistik). Statistiken, welche ämterübergreifend von Bedeutung sind – wie z. B. Arbeitslosenquoten – werden nicht oder nur unter hohem zeitlichen Aufwand innerhalb der Verwaltung kommuniziert. Das Datenmanagement ist deshalb noch nicht ressourcenoptimiert eingesetzt. Langfristiges Ziel des IT-Tools wird es somit sein, ein bereichsübergreifendes Datenmanagement aufzubauen. Darüber hinaus soll sich mit diesem Tool die Informationskultur im Landratsamt optimieren, in deren Folge auf entstehende Handlungsfelder umfangreicher und schneller reagiert werden kann.
Um das Tool optimal in das Landratsamt zu integrieren, wurde eine Expertenrunde gegründet. Sie wird von Lernen vor Ort organisiert und von einem externen Berater geleitet. Ihr wohnen ausschließlich verwaltungsinterne Mitarbeiter des Landratesamtes bei. In den ersten beiden Sitzungen haben die Mitglieder der Runde zunächst einen Zeitplan zur Einführung des IT-Tools erarbeitet, an dessen Ende die langfristige und verstetigte Einführung überprüft wird.
Matthias Leuschel
Lernen vor Ort
