Veranstaltungen im Panorama Museum
Mittwoch, 12. Dezember 2012, 11:11 Uhr
Das Jahr neigt sich dem Ende, Veranlassung für Fred Böhme vom Panoramamuseum Bad Frankenhausen einen Rückblick auf das letzte Jahr zu halten.
Mit dem gelungenen skandinavischen Episodenfilm "Home for Christmas" endete das diesjährige Kino- und Konzertprogramm und es bleibt an dieser Stelle nur noch allen Besuchern und Freunden unserer Veranstaltungen und Ausstellungen, die uns auch in den vergangenen Wochen und Monaten treu geblieben sind, danke zu sagen und eine schöne Advents- und Weihnachtszeit zu wünschen. Das Wetter scheint in diesem Jahr mitzuspielen und so zeigt sich der Schlachtberg im winterlichen Weiß.
"Zwei Kerzen & Panorama"; Foto: Fred Böhme / VG Bildkunst
Zeit für Rückblicke: 2012 zeigte sich unser Konzertprogramm deutlich verändert im Vergleich zu den Vorjahren. Grund dafür war das 25. Jubiläum der Vollendung des Panorama-Gemäldes durch Werner Tübke, was von der Museumsleitung zum Anlass genommen wurde, es auch stärker bei der Veranstaltungstätigkeit zu berücksichtigen. So kam es zu dieser bemerkenswerten Kooperation zwischen der Theater Nordhausen/Lohorchester GmbH, in deren Folge Jutta Ebnother ihr Ballett "PanoramaTanz" konzipierte und dessen letzte Aufführung vor der Kulisse des Panoramagemäldes nun am 12. Dezember stattfand.
Diese Aufführungen waren ein großer Erfolg, waren sie doch zumeist ausverkauft. Doch sie waren nicht nur für die Techniker des Theaters - und das sollte ruhig auch mal an dieser Stelle erwähnt werden - sondern auch für eine Reihe von Panorama-Mitarbeitern eine ziemliche Herausforderung, galt es doch nach dem normalen Besucherverkehr an dem jeweiligen Abend den Bildsaal in einen Aufführungsort für eine Ballettaufführung zu verwandeln und danach wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.
Neben dem sehr schönen Konzert von EMIRSIAN war es vor allem die norwegische Band MOUNT WASHINGTON, die mir bei den Einzelkonzerten stärker in Erinnerung geblieben ist. Eine absolute Ausnahmeveranstaltung war die Aufführung von Dietrich Buxtehudes "Jüngstes Gericht" durch das Collegium Vocale Leipzig und die Merseburger Hofmusik unter der Leitung des Gewandhausorganisten Michael Schönheit im vergangenen Monat, denn mit dem kleinen Veranstaltungsetat, sind natürlich solche repräsentativen Konzerte nicht realisierbar. Außerdem ist meines Erachtens der Bildsaal mit seiner nicht ganz einfachen akustischen Situation für musikalische Darbietungen nur eingeschränkt nutzbar, erst recht bei Aufführungen klassischer Musik, die in der Regel auf elektroakustische Verstärkung verzichten muss. Natürlich soll in diesem Zusammenhang das sehr breit gefächerte musikalische Programm der diesjährigen Museumsnacht erwähnt werden, die erfreulich viele Gäste hatte, was nicht zuletzt der wunderbaren Sonderausstellung mit den Werken von Werner Tübkes Mitarbeitern und deren Anwesenheit an diesem Abend zu danken war.
So fanden auch Besucher in unser Museum, die man hier sonst eher selten sieht und das ist schließlich auch Sinn der Sache. Das musikalische Spektrum reichte dieses Mal von deutschsprachigem Soul, über bretonische Folklore, Cover-Rock bis hin zu Deutschpop. Leider war das Podium der regionalen Talente durch die relativ kurzfristige Verschiebung des Museumsnachttermins (bedingt durch Veränderungen bei den Ausstellungseröffnungsterminen) etwas kleiner als erhofft. Das muss an anderer Stelle nachgeholt werden. 2013 bietet dafür sicher einige Gelegenheiten, jährt sich doch der Beginn der Kino- und Konzertreihe in unserem Hause zum 20. Mal.
Auch das Kinoprogramm 2012 hatte einige Leckerbissen zu bieten. Zu meinen Favoriten zählten "True Grit", "Poll", Lars von Triers Weltuntergangsszenario "Melancholia", "Nowhere Boy", die französische Komödie "Der Name der Leute" wegen ihrer Witzeleien über die politische-Multikulti-Korrektheit, wegen seiner an Malerei erinnernden Bilder die jüngste "Jane Eyre"-Verfilmung und natürlich diese wunderbare Weihnachtseinstimmung mit "Home for Christmas". In der Gunst des Publikums standen mit besonders vielen Besuchern die Filme "Another Year", "True Grit", "Dreiviertelmond" und "Das Labyrinth der Wörter".
Wie in den Vorjahren schon beteiligte sich das StuKi 76 auch 2012 an der Schulkinowoche von VISION KINO, deren Angebote von mehr als 600 Kindern genutzt wurden. Die begleitenden Pädagogen lobten wieder die gelungene Filmauswahl von VISION KINO, die das diesjährige Programm wie immer als eine Mischung aus Anspruch und gelungener populärer Unterhaltung für die jeweilige Zielgruppe konzipierte.
Das Programm für die erste Jahreshälfte nimmt momentan erste Konturen an. Sobald die Filmwahllisten vorliegen, geht es an die Auszählung. Auf dieser Grundlage wird dann das Filmprogramm 2013 gestaltet. Mitte Januar wird es dann voraussichtlich wieder starten.
Fred Böhme
Autor: khhMit dem gelungenen skandinavischen Episodenfilm "Home for Christmas" endete das diesjährige Kino- und Konzertprogramm und es bleibt an dieser Stelle nur noch allen Besuchern und Freunden unserer Veranstaltungen und Ausstellungen, die uns auch in den vergangenen Wochen und Monaten treu geblieben sind, danke zu sagen und eine schöne Advents- und Weihnachtszeit zu wünschen. Das Wetter scheint in diesem Jahr mitzuspielen und so zeigt sich der Schlachtberg im winterlichen Weiß.
"Zwei Kerzen & Panorama"; Foto: Fred Böhme / VG Bildkunst
Zeit für Rückblicke: 2012 zeigte sich unser Konzertprogramm deutlich verändert im Vergleich zu den Vorjahren. Grund dafür war das 25. Jubiläum der Vollendung des Panorama-Gemäldes durch Werner Tübke, was von der Museumsleitung zum Anlass genommen wurde, es auch stärker bei der Veranstaltungstätigkeit zu berücksichtigen. So kam es zu dieser bemerkenswerten Kooperation zwischen der Theater Nordhausen/Lohorchester GmbH, in deren Folge Jutta Ebnother ihr Ballett "PanoramaTanz" konzipierte und dessen letzte Aufführung vor der Kulisse des Panoramagemäldes nun am 12. Dezember stattfand.
Diese Aufführungen waren ein großer Erfolg, waren sie doch zumeist ausverkauft. Doch sie waren nicht nur für die Techniker des Theaters - und das sollte ruhig auch mal an dieser Stelle erwähnt werden - sondern auch für eine Reihe von Panorama-Mitarbeitern eine ziemliche Herausforderung, galt es doch nach dem normalen Besucherverkehr an dem jeweiligen Abend den Bildsaal in einen Aufführungsort für eine Ballettaufführung zu verwandeln und danach wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.
Neben dem sehr schönen Konzert von EMIRSIAN war es vor allem die norwegische Band MOUNT WASHINGTON, die mir bei den Einzelkonzerten stärker in Erinnerung geblieben ist. Eine absolute Ausnahmeveranstaltung war die Aufführung von Dietrich Buxtehudes "Jüngstes Gericht" durch das Collegium Vocale Leipzig und die Merseburger Hofmusik unter der Leitung des Gewandhausorganisten Michael Schönheit im vergangenen Monat, denn mit dem kleinen Veranstaltungsetat, sind natürlich solche repräsentativen Konzerte nicht realisierbar. Außerdem ist meines Erachtens der Bildsaal mit seiner nicht ganz einfachen akustischen Situation für musikalische Darbietungen nur eingeschränkt nutzbar, erst recht bei Aufführungen klassischer Musik, die in der Regel auf elektroakustische Verstärkung verzichten muss. Natürlich soll in diesem Zusammenhang das sehr breit gefächerte musikalische Programm der diesjährigen Museumsnacht erwähnt werden, die erfreulich viele Gäste hatte, was nicht zuletzt der wunderbaren Sonderausstellung mit den Werken von Werner Tübkes Mitarbeitern und deren Anwesenheit an diesem Abend zu danken war.
So fanden auch Besucher in unser Museum, die man hier sonst eher selten sieht und das ist schließlich auch Sinn der Sache. Das musikalische Spektrum reichte dieses Mal von deutschsprachigem Soul, über bretonische Folklore, Cover-Rock bis hin zu Deutschpop. Leider war das Podium der regionalen Talente durch die relativ kurzfristige Verschiebung des Museumsnachttermins (bedingt durch Veränderungen bei den Ausstellungseröffnungsterminen) etwas kleiner als erhofft. Das muss an anderer Stelle nachgeholt werden. 2013 bietet dafür sicher einige Gelegenheiten, jährt sich doch der Beginn der Kino- und Konzertreihe in unserem Hause zum 20. Mal.
Auch das Kinoprogramm 2012 hatte einige Leckerbissen zu bieten. Zu meinen Favoriten zählten "True Grit", "Poll", Lars von Triers Weltuntergangsszenario "Melancholia", "Nowhere Boy", die französische Komödie "Der Name der Leute" wegen ihrer Witzeleien über die politische-Multikulti-Korrektheit, wegen seiner an Malerei erinnernden Bilder die jüngste "Jane Eyre"-Verfilmung und natürlich diese wunderbare Weihnachtseinstimmung mit "Home for Christmas". In der Gunst des Publikums standen mit besonders vielen Besuchern die Filme "Another Year", "True Grit", "Dreiviertelmond" und "Das Labyrinth der Wörter".
Wie in den Vorjahren schon beteiligte sich das StuKi 76 auch 2012 an der Schulkinowoche von VISION KINO, deren Angebote von mehr als 600 Kindern genutzt wurden. Die begleitenden Pädagogen lobten wieder die gelungene Filmauswahl von VISION KINO, die das diesjährige Programm wie immer als eine Mischung aus Anspruch und gelungener populärer Unterhaltung für die jeweilige Zielgruppe konzipierte.
Das Programm für die erste Jahreshälfte nimmt momentan erste Konturen an. Sobald die Filmwahllisten vorliegen, geht es an die Auszählung. Auf dieser Grundlage wird dann das Filmprogramm 2013 gestaltet. Mitte Januar wird es dann voraussichtlich wieder starten.
Fred Böhme

