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Bogensport lebt

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 13:01 Uhr
Beim Jahresrückblick der Bogenschützen der BRSG Kyffhäuser e.V. wurde festgestellt, der Bogensport lebt in Sondershausen. Weitere Interessenten sind willkommen. Hier eine Übersicht, was dieses Jahr lief.

Das Jahr 2012 hat nur noch wenige Tage und neigt sich somit seinem Ende entgegen. In den Geschäften bekommt man mitunter einen Kalender geschenkt und die Fenster und Straßen sind vorweihnachtlich geschmückt.
Das ist auch für viele ein Anlass, über das zurückliegende Jahr nachzudenken und Bilanz zu ziehen über das Erreichte oder auch das Nichterreichte.

Bogensport lebt (Foto: BRSG Kyffhäuser) Bogensport lebt (Foto: BRSG Kyffhäuser) Das wollen auch die Sondershäuser Bogenschützen der BRSG Kyffhäuser e.V. tun.
Für uns soll es ein Abgleich unserer Erfolge und Misserfolge mit unseren offen propagierten Zielen sein. Das sind die seit längerer Zeit festgeschriebenen Punkte:
  • den Bogensport in Sondershausen weiter pflegen
  • die sportlichen Kontakte zu anderen Vereinen weiter festigen und ausbauen
  • ein harmonisches, sportliches Miteinander erleben
  • mit unseren sportlichen Erfolgen die BRSG als Gesamtes stärken
  • Neulinge und Wiedereinsteiger entsprechend unterstützen


Was können wir nun zum Jahresausklang als Bogenschützen für ein Fazit ziehen?

Wer im zurückliegenden Jahr die Regionalpresse etwas aufmerksam gelesen hat, der weiß, dass es den Bogensport in Sondershausen seit einigen Jahren wieder gibt. Das nicht einfach mal eben so, sondern mit überregionaler Anerkennung und sportlichen Erfolgen. Inzwischen weiß man nicht nur in Thüringen, dass es uns gibt!
Auch im benachbarten Niedersachsen und Hessen musste man sich bei diversen Turnieren mit unseren heimischen Schützen auseinandersetzen.

Zur Tradition für unsere Schützen ist längst die Teilnahme am Nachtschießen in Eisenach und das „Harzblickturnier“ in Herzberg geworden. Von beiden Turnieren kehrten unsere Teilnehmer regelmäßig mit Medaillen oder Pokalen zurück.

Den wettkampsportlichen Höhepunkt für uns als BRSG stellte wiederum unser, in Eigenregie veranstaltetes, „Adventsturnier“ dar.
In diesem Jahr fand es am 01. Dezember in seiner nunmehr dritten Auflage statt, kn berichtete ausführlich.

Wie bereits in den Vorjahren war es erneut eine logistische Herausforderung für unser handverlesenes Grüppchen der Organisatoren. Lange vor diesem Adventsturnier war allen im Verein klar, dass es in diesem Jahr in der „Dreifelderhalle am Rosengarten“ stattfinden sollte. Daraufhin wurde geplant, vorbereitet und sogar vom Verein in weitere Scheibenanlagen investiert. Leider hatten wir als Bogenschützen und somit auch die Vereinsführung die Planung ohne den berühmten „Amtsschimmel“ gemacht, denn plötzlich sollte uns die Kapazität der größten Turnhalle in Sondershausen dann doch nicht mehr zur Verfügung.

Fand das Adventsturnier also in der Vergangenheit bereits zweimal in der Turnhalle der „Privaten Fachschule für Wirtschaft und Soziales“ statt, musste nun also auch in diesem Jahr die Enge dieser Halle für uns Bogenschützen genügen.
Schade! Bereits zugesagten Vereinen musste die Teilnahme abgesagt werden und für die interessierten Zuschauer war es auch nicht sonderlich lukrativ. Schließlich gehen Sicherheitsbestimmungen vor.

Dennoch folgten unserer Einladung dann immerhin noch Schützinnen und Schützen von den befreundeten Vereinen „ESV Lok Eisenach“, „SV 1996 Zaunröden“, „SG Bad Tennstedt“ und „Stahl Unterwellenborn“.
Pünktlich laut Turnierausschreibung eröffnete unser Vereinsvorsitzender der BRSG Kyffhäuser e.V., Sportfreund Torsten Kawaletz, mit seinem symbolischen „ersten Schuss“ das Turnier.
Geschossen wurde nun regelkonform nach der gültigen Wettkampfordnung des
„Deutschen Bogensport-Verband 1959 e.V.“. Auf die Einteilung in Alters- und Bogenklassen wurde dabei jedoch in Abstimmung mit den Schützen verzichtet.

Bogensport lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bogensport lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Schließlich war es für Einige der erste Wettkampf dieser Hallensaison oder für manchen Neuling sein erstes Turnier überhaupt. Also war am Ende jeder ein Gewinner und der Spaßfaktor kam neben der Wettkampfluft somit nicht zu kurz.
Beim Thema Luft ist an dieser Stelle unser Dank an die Verantwortlichen der Schule angebracht. Ihnen haben wir es zu verdanken, dass am Wettkampftag ein paar Grad mehr am Hallenthermometer abzulesen waren.
Wenn der aufmerksame Leser das hier Geschriebene liest, kann er zu dem Ergebnis kommen - alles ist toll und gut. Nein, das ist es aber nicht!
Wir haben uns auch das bereits eingangs genannte Ziel gesteckt Neulinge und Widereinsteiger entsprechend zu unterstützen. Die Realität sieht aber so aus, dass wir große Nachwuchssorgen haben.
Sicherlich, viele kamen, schauten, schossen und wurden dann nicht mehr gesehen.

Bogensport lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bogensport lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auch vom „alten Schützenstamm“ haben uns einige, manchmal sang- und klanglos verlassen. Was wir brauchen sind Interessenten, die ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin mitbringen. Ein Verständnis für die physikalischen Zusammenhänge und Abläufe um das Bogenschießen können sich nur so mit Trainingsfleiß entwickeln. Es ist noch niemals ein Meister vom Himmel gefallen. Es ist nicht damit getan, einfach mal ein Paar Pfeile durch die Gegend fliegen zu lassen und vielleicht dabei noch eine Gefahr für sich und andere darzustellen. Kontinuierliches Training und Verlässlichkeit sind gefragt. Mit diesen Grundvoraussetzungen stellt sich dann mit der Zeit auch der Erfolg ein.

An dieser Stelle also hier erneut noch einmal unser Angebot an alle Interessenten.
Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Kinder mindestens das 10. Lebensjahr vollendet haben sollten. Das hat einfach mit der körperlichen Entwicklung zu tun.
Auch für die älteren Generationen haben wir Sportmaterial, welches wir zeitlich begrenzt und unentgeltlich zur Verfügung stellen können. Wir bieten alle materiellen Voraussetzungen dafür, sich für unseren schönen Sport zu begeistern und Freude und Erfolg dabei zu finden.

Zum Abschluss können wir also das folgende Fazit ziehen:

1. Der Bogensport in Sondershausen lebt und ist erfolgreich.
2. Zahlreiche Kontakte zu anderen Vereinen wurden wiederhergestellt und aktiv gepflegt.
3. Unser Verein mit seinen Schützinnen und Schützen hat wieder einen Bekanntheitsgrad über die Landesgrenzen hinaus.
4. Es mangelt uns an geeignetem Nachwuchs und dabei sind nicht nur die jüngeren Jahrgänge gemeint.

Wir wünschen auf diesem Weg allen Vereinsmitgliedern und allen Lesern ein zufriedenes Weihnachtsfest.
Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die dann etwas Großes bewegen.
Blicken wir also zuversichtlich auf das kommende neue Jahr!

Peter Rübesam
BRSG Kyffhäuser e.V.
Öffentlichkeitsarbeit
Autor: khh

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