kn-Forum: Erdgasversorgung
Freitag, 28. Dezember 2012, 15:51 Uhr
Erdgasversorgung nun auch bald in Thalebra? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Leserbrief, der kn erreichte.
Nachdem im Herbst 2012 der Sondershäuser Ortsteil Oberspier an die Erdgasversorgung der Stadtwerke Sondershausen angeschlossen wurde und die Erdgasneuerschließung für Immenrode und Straußberg im Jahr 2013 stattfinden soll - so kommt nun auch Thalebra ins Gespräch.
In einem Aufruf des Ortsteilbürgermeisters werden die Haushalte befragt, ob es ein potenzielles Interesse an Hausanschlüssen gibt.
Was bringt diese abhängige Gasversorgung?
Fossile Brennstoffe sind auf der Erde nur begrenzt vorrätig.
Der Haushalt, welcher das Gas abnimmt - ist an den Versorger und vor allem an deren Preise gebunden. Die Kosten der Neuerschließungen werden am Ende auch nur durch den Verbraucher getragen.
Der, der Interesse an der Gasversorgung hat muss sich bewusst sein, dass er seine alte Heizungsanlage nicht mehr verwenden kann. Bei Neubauten sind solche Investitionen vielleicht bedingt sinnvoll.
Aber ob und wann sich die Kosten bei einer Umstellung amortisieren werden - ist eine gute Frage.
Wer also die Heizkosten senken möchte, schafft dies nicht durch Wechsel von Öl auf Gas, auf Holz oder was auch immer, sondern durch eine Senkung des Energiebedarfs.
Dabei erhält man zudem das deutlich größere Einsparpotential. So braucht manches Haus aus den 60ern bis zu 300 kWh pro m² und Jahr, während ein Haus auf dem aktuellen Stand der Technik mit 30 kWh pro m² und Jahr auskommt. Dazwischen liegt bei den Betriebskosten für die Heizung der Faktor 10 (!). Dagegen erzielt man durch Wechsel des Energieträgers nur einen Vorteil in marginaler Größe und unter Einrechnung der Investition für den Wechsel zieht man dabei eine sehr schlechte Karte.
Hinzu kommt noch folgendes, welches keinem Einwohner des Ortes gefallen wird. Behinderungen und Störungen durch die Leitungsverlegung.
1997 wurde die Humboldtstraße im Ort erneuert. Die Straße ist noch heute ohne jegliche Schäden. Soll da nun wieder gebuddelt werden?
Was soll das?
Für den Ort wäre es besser, wenn man die extrem schlechte Dorfeingangsstraße sanieren würde. Aber nein, da wird mit den Gedanken der Erdgasversorgung gespielt. Man sollte sich auf das Wesentliche hier im Ort konzentrieren und nicht auf eine Erdgasversorgung.
Man kann nur hoffen, dass es kaum Interessenten gibt und es zu keiner Neuerschließung kommt.
Michael Kirchner
Sondershausen
Nachdem im Herbst 2012 der Sondershäuser Ortsteil Oberspier an die Erdgasversorgung der Stadtwerke Sondershausen angeschlossen wurde und die Erdgasneuerschließung für Immenrode und Straußberg im Jahr 2013 stattfinden soll - so kommt nun auch Thalebra ins Gespräch.
In einem Aufruf des Ortsteilbürgermeisters werden die Haushalte befragt, ob es ein potenzielles Interesse an Hausanschlüssen gibt.
Was bringt diese abhängige Gasversorgung?
Fossile Brennstoffe sind auf der Erde nur begrenzt vorrätig.
Der Haushalt, welcher das Gas abnimmt - ist an den Versorger und vor allem an deren Preise gebunden. Die Kosten der Neuerschließungen werden am Ende auch nur durch den Verbraucher getragen.
Der, der Interesse an der Gasversorgung hat muss sich bewusst sein, dass er seine alte Heizungsanlage nicht mehr verwenden kann. Bei Neubauten sind solche Investitionen vielleicht bedingt sinnvoll.
Aber ob und wann sich die Kosten bei einer Umstellung amortisieren werden - ist eine gute Frage.
Wer also die Heizkosten senken möchte, schafft dies nicht durch Wechsel von Öl auf Gas, auf Holz oder was auch immer, sondern durch eine Senkung des Energiebedarfs.
Dabei erhält man zudem das deutlich größere Einsparpotential. So braucht manches Haus aus den 60ern bis zu 300 kWh pro m² und Jahr, während ein Haus auf dem aktuellen Stand der Technik mit 30 kWh pro m² und Jahr auskommt. Dazwischen liegt bei den Betriebskosten für die Heizung der Faktor 10 (!). Dagegen erzielt man durch Wechsel des Energieträgers nur einen Vorteil in marginaler Größe und unter Einrechnung der Investition für den Wechsel zieht man dabei eine sehr schlechte Karte.
Hinzu kommt noch folgendes, welches keinem Einwohner des Ortes gefallen wird. Behinderungen und Störungen durch die Leitungsverlegung.
1997 wurde die Humboldtstraße im Ort erneuert. Die Straße ist noch heute ohne jegliche Schäden. Soll da nun wieder gebuddelt werden?
Was soll das?
Für den Ort wäre es besser, wenn man die extrem schlechte Dorfeingangsstraße sanieren würde. Aber nein, da wird mit den Gedanken der Erdgasversorgung gespielt. Man sollte sich auf das Wesentliche hier im Ort konzentrieren und nicht auf eine Erdgasversorgung.
Man kann nur hoffen, dass es kaum Interessenten gibt und es zu keiner Neuerschließung kommt.
Michael Kirchner
Sondershausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
