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17.000 Kinderbett-Unfälle

Samstag, 05. Januar 2013, 14:40 Uhr
Kinder verbringen in den ersten fünf Lebensjahren einschließlich der wachen Phasen rund den halben Tag in einem zum Schlafen gedachten Umfeld. Viele Eltern glauben die Kleinen dabei in ihren Bettchen sicher. Doch immer wieder passieren schlimme Unfälle. Wie eine Studie der Europäischen Kommission ergab, sind oft unausgereifte Produkte in der direkten Schlafumgebung die Ursache...


So verzeichnete die Europäische Verletzungsdatenbank in zwei Jahren 17.000 Bett-Unfälle bei Kindern bis zum vierten Lebensjahr, auch mit tödlichen Folgen. Um die Zahl dieser Vorkommnisse und das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod (SIDS) zu senken, beschäftigt sich nun ein EU-Gremium mit der Sicherheit von Schlafprodukten. In diesem Zusammenhang spielen auch Präventionsmaßnahmen sowie Überwachungsgeräte, die im Notfall warnen, eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Mehr Sicherheit im Schlafumfeld

Die Untersuchung zeigte, dass sich die Kleinen etwa in Matratzen einklemmen, Kleinteile verschlucken, sich an Schlaufen strangulieren oder im Bett überhitzen. Daher soll die EU-Arbeitsgruppe durch Normung von Kinderbettmatratzen, Bettnestchen, Hängewiegen, Kinderbettdecken und -schlafsäcken das Gefahrenpotenzial für die Kleinsten minimieren. Als Vertreterin der deutschen Verbraucher sitzt Hildegard Jorch im Gremium. Die Expertin beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit Kindersicherheit und wurde vom DIN-Institut zusammen mit Vertretern der Industrie und des TÜV fürs EU-Gremium ausgewählt. Um Unfällen sowie dem SIDS-Risiko vorzubeugen, hält sie neben der Produktsicherheit auch Präventionsmaßnahmen für wichtig. Außerdem gibt es als weitere Sicherheitsvorkehrung Überwachungsgeräte, die im Notfall warnen, wie etwa den Geräusch- und Bewegungsmelder "AC401" von Angelcare.

Im Notfall reagieren können

"Diese Geräte bieten Eltern die Chance, im Ernstfall rechtzeitig reagieren zu können", betont Jorch. Der "AC401" registriert dank zweier Sensormatten unter der Matratze des Betts die (Atem-)Bewegungen des Kindes. Bleiben diese 15 Sekunden lang aus, wird Alarm ausgelöst.

Daten & Fakten

Die Risiken für Kinderbett-Unfälle und SIDS können mit Präventionsmaßnahmen minimiert werden. So empfiehlt Hildegard Jorch, Expertin für Kindersicherheit, Babys im Elternschlafzimmer, aber im eigenen Bettchen sowie in einem gut passenden Schlafsack und vor allem immer in Rückenlage schlafen zu legen. Auf Kissen, Lammfelle, Bettnestchen oder Bettdecken sollte ebenso verzichtet werden wie auf große oder zu viele kleine Kuscheltiere.

Weitere Informationen gibt es unter www.angelcare.de, www.sids.de/forum und www.geps.de im Internet.
Autor: red

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