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Erfolge zeigen sich

Sonntag, 20. Januar 2013, 11:22 Uhr
Unter dem Motto: „Sozialträger kooperieren – junge Menschen profitieren“ haben die drei lokalen Leistungsträger - Agentur für Arbeit, Jobcenter und Landratsamt für den Kyffhäuserkreis eine gemeinsame Jugendkonferenz organisiert zu der auch die Schulen des Kyffhäuserkreises ins Boot geholt wurden.

Die Veranstalter konnten sich freuen. Zu dieser Konferenz an einem Samstag waren über 100 Teilnehmer gekommen und das trotz, vielleicht auch wegen des Termins am Samstag. Denn es waren auch viele Lehrer eingeladen worden, die auch in Scharen aus dem ganzen Kyffhäuserkreis gekommen waren.

Erfolge zeigen sich (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Erfolge zeigen sich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Und auch die Politik nahm diese Konferenz sehr ernst. So waren die Bundestagsmitglieder Johannes Selle (CDU) und Steffen-Claudio Lemme (SPD) genauso dabei, wie die Bürgermeister aus Roßleben Steffen Sauerbier (SPD) als auch aus Sondershausen, Joachim Kreyer (CDU). Der Kreistag war mit der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Cornelia Kraffzick. vertreten.

Im Focus der Veranstaltung stand die Kooperation des erfolgreichen und bundesweit richtungsweisenden Arbeitsbündnisses „Jugend und Beruf“. Der Kyffhäuserkreis war einer der sechs Kreise die deutschlandweit daran teilnahm (einiger Kreis Ostdeutschland). Schon das der Kyffhäuserkreis mit ausgewählt wurde war ein Würdigung, denn es wurden in dieser ersten Etappe nur die Kreise ausgewählt, die bereits über gute Erfahrungen besaßen.

Erfolge zeigen sich (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Erfolge zeigen sich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Kernpunkt des Projekts (kn berichtete schon ausführlich im November darüber Auf gutem Wege ist, jungen Menschen die nicht die besten Voraussetzungen mitbringen, in das Berufsleben einzugliedern. So lag auch der Schwerpunkt der Grußworte von Landrätin Antje Hochwind (SPD) auf diesem Fokus. "Junge Menschen brauchen unsere Hilfe. Jeder Jugendliche der die Schule oder Ausbildung ohne Abschluss beendet, ist einer zu viel.

Hochwind konstatierte, dass 10 Jahre Netzwerkarbeit in diesem sozialen Bereich ihre positiven Spuren hinterlassen haben. Die Jugend- und Sozialarbeit des Kyffhäuserkreises war mit solchen Projekten wie Schulverweigerer oder Die zweite Chance sehr erfolgreich. Der Dank der Landrätin ging deshalb auch in Richtung Jugendamtsleiterin Sabine Bräunicke. Hochwind bekräftigte, dass diese Form der Jugend- und Sozialarbeitarbeit weiter unterstütz wird.

Trotz der Erfolge, Arbeit gibt es noch genug. Die Geschäftsführerin des Jobcenters Kyffhäuserkreis, Elisabeth Katzmann, informierte in ihrem Betrag, dass es rund 3.000 Kinder und Jugendliche gibt, die unter dem SGB II registriert sind. Katzmann zeigte sich befriedigt über die Teilnahme der vielen Lehrer, und dass es gelingt, das Schulamt Nordthüringen ins Boot zu holen.

So war zwar der Leiter des Schulamtes, Dr. Bernd Althaus, wegen einer anderen Veranstaltung verhindert, schickte als Vertreterin Angela Hoffmeister vorbei. Hoffmeister bekräftigte die Kooperation mit dem Arbeitsbündnis. Sie verwies aber auch auf die neue Form der Schulen. Es gibt im Schulamtsbereich bereits vier Gemeinschaftsschulen. Auch der Kyffhäuserkreis sollte sich mit dieser Schulform befassen, so Hoffmeister,

Christiane Polduwe vom Bundesministerium feür Arbeit und Soziales gab Einblicke in die Prozesse am Übergang Schule-Ausbildung-Beruf sowie in die Jugendsozialarbeit und Jugendberufshilfe. Es gibt eben noch einen großen Personenkreis, den man noch an die Hand nehmen muss, um sue ins Berufsleben einzugliedern. Und diese Eingliederung wird immer notwendiger. Durch den demografischen Wandel fehlen jetzt bereits Bewerber für Ausbildungsstellen.

Erfolge zeigen sich (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Erfolge zeigen sich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhausen, Karsten Froböse, erläuterte, dass es jetzt bereis auf 100 Ausbildungsplätze im Kyffhäuserkreis nur noch 98 Bewerber gibt. Er warnte, wie schon Hochwind zuvor, dass es so zu einem Mangel an Fachkräften in der Arbeitswelt des Kyffhäuserkreises kommen kann. Froböse konstatierte auch, dass das von vom ehemaligen Vizelandrat Georg Schäfer aufgestellte Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit in den letzten drei Jahren zu halbieren fast erreicht wurde, 13,4 Prozent auf 8,2 Prozent. Andere Kreise wie Osterode (auch 8,2 Prozent) sind auch nicht besser. Beim Fußball können man im Kyffhäuserkreis nicht mit Dortmund mithalten, so Froböse, aber bei der Jugendarbeitslosigkeit (Do 12,5 Prozent).

In einem interessanten Beitrag informierte Dr. Katja Driesel-Lange von der Universität Erfurt über die Grundlagen einer gelingenden Berufsorientierung.
Nach einer Mittagspause wurde an sechs verschiedenen Thementischen diskutiert und Gedanken ausgetauscht.
Autor: khh

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