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Chaos auf der A 4

Montag, 21. Januar 2013, 16:12 Uhr
Nicht überall sind die Kraftfahrer bislang so glimpflich wie in Nordthüringen mit den Folgen des lang anhaltenden Schneefalls zurechtgekoimmen. Ein Beispiel dazu von der A4 nahe der Landeshauptstadt...


Die A4 befuhr gegen 10 Uhr in Richtung Frankfurt ein 48jährger Lkw Fahrer mit Anhänger aus dem Landkreis Mittelsachsen. Auf Höhe Parkplatz Willroder Forst musste dieser, auf dem rechten Fahrstreifen fahrend, seinen Lkw abbremsen, da ein vor ihm fahrendes Fahrzeug bremste. Dadurch geriet der Anhänger ins Schleudern und ein nachfolgender Pkw, der auf dem mittleren Fahrstreifen fuhr, fuhr in den Anhänger des Lkw. Durch den Zusammenstoß dreht sich der Lkw, wobei der Anhänger nach links umkippt.

Der Lkw kommt quer stehend über alle drei Fahrstreifen zum Stehen. Die zwei Insassen des Pkw aus Ansbach erlitten bei dem Zusammenstoß leichte Schnittverletzungen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 22.000 Euro. Die A4 war für die Bergungsarbeiten knapp drei Stunden voll gesperrt, der Verkehr staute sich auf 10 Kilometer Länge.
Am Stauende ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall.Hier erkannte der 28jähriger Lkw Fahrer einer im Weimarer Land ansässigen Spedition den Stau zu spät und konnte glücklicherweise an dem am Stauende stehenden Sattelzug noch rechts vorbei fahren und so einen fatalen frontalen Aufprall vermeiden.

Trotzdem touchierte er seitlich den stehenden Sattelzug und riss sich dabei den „Koffer“ seines Lkws auf, sodass sich die Ladung (Stückgut) komplett auf und neben der Fahrbahn verteilte. Zum Glück verletzte sich dabei niemand. Es entstand ein Sachschaden von 30.000 Euro.

Weiter westlich, zwischen Friedewald und Bad Hersfeld in Hessen auf der A4 Richtung Frankfurt sind in der Nacht an Steigungen mehrere Lkws liegen geblieben, das heißt sie kamen auf winterglatter Fahrbahn nicht mehr von der Stelle. Die dadurch ausgelöste Kettenreaktion führte zu einem Stau von rund 35 Kilometer Länge bis nach Eisenach in Thüringen.

Trotz Einsatz des THW und des Winterdienstes ist es bislang nicht gelungen die Lkw wieder zum Rollen zu bringen. Seit der Nacht steht der Verkehr. Der Betreuungszug des Katastrophenschutzes der Stadt Eisenach und die Feuerwehr Gerstungen sind seit Stunden mit der Versorgung der Verkehrsteilnehmer vor Ort beschäftigt.
Autor: red

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