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Kasernen-Vorfall wird verhandelt

Dienstag, 12. März 2013, 15:57 Uhr
Vor dem Landgericht Mühlhausen hat ein Berufungsprozess um eine Auseinandersetzung in der Kyffhäuserkaserne Bad Frankenhausen vor dreieinhalb Jahren begonnen. Einzelheiten von Claudia Götze...


Einem 24-Jährigen aus Südthüringen wird vorgeworfen, einen bereits am Boden liegenden Kameraden mit dem Stiefel getreten und ihm dadurch einen Lendenwirbel gebrochen zu haben. Das Amtsgericht Sondershausen hatte den Rekruten im August 2010 wegen gefährlicher Körperverletzung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und 1000 Euro Schmerzensgeld für den Geschädigten verurteilt. Dagegen legte der Verurteilte Berufung ein, weil es sich maximal um eine einfache Körperverletzung gehandelt haben soll.

Zu Beginn des Berufungsprozess gab er zu, den als Nebenkläger vertretenden Ostthüringer nicht getreten aber an den Beinen aus der Stube gezogen zu haben. Der Geschädigte beschrieb Tritte gegen den Rücken. Beide Soldaten mochten sich nicht besonders. Dem Vorfall im Oktober 2009 war ein Tritt in den Hintern des Geschädigten gegen den späteren Angeklagten vorausgegangen. Das soll am Vormittag in der Kfz-Halle vor den Augen der neuen Rekruten passiert sein.

Kurz vor der körperlichen Auseinandersetzung wollte der Angeklagte mit seinem Kameraden über den Vorfall vom Vormittag sprechen. Dazu hatte dieser aber keine Lust und blieb im Bett sitzen. Das gefiel dem Angeklagten nicht. Ein in der Stube anwesender Soldat offenbarte erhebliche Erinnerungslücken. Er hatte nur anfänglich versucht, die Streithähne auseinander zu bringen und will gesehen haben, wie der Angeklagte den Anderen so aus dem Bett zog, dass der mit dem Hintern lauf dem Boden landete. Später habe er nicht mehr so genau hingeschaut, sagte der Zeuge. Der Prozess wird fortgesetzt.
Claudia Götze
Autor: red

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