kn-Forum: Renten im Wahlkampfgetöse
Samstag, 23. März 2013, 00:11 Uhr
3,29 Prozent mehr Rente im Osten und das im Bundestagswahljahr. Ich will das keinesfalls beklagen. Dennoch fordert das leidliche Rententhema schon eine kritische Betrachtung, so der Beginn eines Leserbriefs.
Hatte da nicht die Kanzlern im Vorfeld der letzten Bundestagswahlen die Angleichung der Ostrenten versprochen? Das brachte natürlich Wählerstimmen und darum geht es ja bei Wahlen. Insgesamt 20 Millionen Rentner, da muss man sich schon was einfallen lassen, wie auch getan. Mit dem Einhalten dieses Versprechens nahm man es dann nicht so genau. Auf gleiche Weise fing ja die FDP mit ihren Steuersenkungsideen Wähler.
Die "Spielchen" sind ja hinreichend bekannt. Nun lassen die Wahlkämpfer wieder die Sonne hell wie nie über die Rentner scheinen, wieder als viel versprechendes Wahlkampfthema. Ganze 11 Prozent trennen die Ostrentner für die gleiche Lebensleistung von den Westrentnern. Kanzlerkandidat Steinbrück von der SPD, will, falls er regiert, auch die Rentenangleichung. Als die SPD in Regierungsverantwortung war, hat sie die diesbezüglichen Vorschläge der Linkspartei vehement abgelehnt. Es macht einen eben misstrauisch, wenn immer vor den Wahlen solche "Kampfgesänge" angestimmt werden, die sich dann in Rauch auflösen. Selbst die FDP will Rentenangleichung, ist aber strickt gegen einen Mindestlohn, der wenigstens eine Rente über der Mindestsicherung garantiert.
Da ist vom gleichen Lohn, für gleiche Arbeit, Ost wie West, noch gar nicht gesprochen. So bleibt wohl doch nur der Blick auf die Sonnenseite. Den Rentnern geht es so gut wie noch nie, sagt man uns. Damit sind dann ja alle Fragen von Rentengerechtigkeit zwei Jahrzehnte nach der Wende beantwortet. Ob Rentner das so bei den Wahlen honorieren wird sich zeigen.
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Hatte da nicht die Kanzlern im Vorfeld der letzten Bundestagswahlen die Angleichung der Ostrenten versprochen? Das brachte natürlich Wählerstimmen und darum geht es ja bei Wahlen. Insgesamt 20 Millionen Rentner, da muss man sich schon was einfallen lassen, wie auch getan. Mit dem Einhalten dieses Versprechens nahm man es dann nicht so genau. Auf gleiche Weise fing ja die FDP mit ihren Steuersenkungsideen Wähler.
Die "Spielchen" sind ja hinreichend bekannt. Nun lassen die Wahlkämpfer wieder die Sonne hell wie nie über die Rentner scheinen, wieder als viel versprechendes Wahlkampfthema. Ganze 11 Prozent trennen die Ostrentner für die gleiche Lebensleistung von den Westrentnern. Kanzlerkandidat Steinbrück von der SPD, will, falls er regiert, auch die Rentenangleichung. Als die SPD in Regierungsverantwortung war, hat sie die diesbezüglichen Vorschläge der Linkspartei vehement abgelehnt. Es macht einen eben misstrauisch, wenn immer vor den Wahlen solche "Kampfgesänge" angestimmt werden, die sich dann in Rauch auflösen. Selbst die FDP will Rentenangleichung, ist aber strickt gegen einen Mindestlohn, der wenigstens eine Rente über der Mindestsicherung garantiert.
Da ist vom gleichen Lohn, für gleiche Arbeit, Ost wie West, noch gar nicht gesprochen. So bleibt wohl doch nur der Blick auf die Sonnenseite. Den Rentnern geht es so gut wie noch nie, sagt man uns. Damit sind dann ja alle Fragen von Rentengerechtigkeit zwei Jahrzehnte nach der Wende beantwortet. Ob Rentner das so bei den Wahlen honorieren wird sich zeigen.
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
