Scharfe Worte
Samstag, 06. April 2013, 00:47 Uhr
Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, auch Vorsitzender der CDU im Kreis Sömmerda, war Gast beim gestrigen Kreisparteitag der CDU Kyffhäuserkreis.
Nach einer kurzen Begrüßung der Teilnehmer des Kreisparteitages durch den Vorsitzenden Jens Krautwurst erhielt Carius das Wort. Carius zeigte sich doch überrascht, dass an einem Freitag die "Hütte" voll war, wie der Volksmund so schön sagt. "Offensichtlich steht die Partei hier wie eine eins. Und in der Tat, die "Hütte" der ehrwürdige Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen war voll. Sehr viel mehr Mitglieder hätten nicht kommen dürfen, und man hätte auf die Tribüne ausweichen müssen.
Zuerst wünschte er dem Bundestagsmitglied Johannes Selle und Bundeskanzlerin Angela Merkel ein ordentliches Ergebnis bei der Bundestagswahl. Selle kandidiert ja für die CDU im Wahlkreis Sömmerda, Kyffhäuser und Weimarer Land. Ein Schmunzeln ging durch den Saal, als Carius berichtete, er war selbst schon Praktikant bei Selle.
Da ging es aber auch gleich in die aktuelle Politik. Scharf rechnete er mit dem Zukunftsprogramm Thüringen 2020 des Wirtschaftsministers Matthias Machnig (SPD) ab. "Machnig hat das Land nicht verstanden", so Carius, "vielleicht auch, weil er nicht von hier stammt". Thüringen sind nicht nur die Städte Jena, Weimar und Erfurt.
Wir wollen keine zwei geteilte Bevölkerung in Thüringen. Eine Konzentration auf diese Städte ginge komplett an den Bedürfnissen eines ganzen Landes vorbei. Wir brauchen vielmehr ein Miteinander von Stadt und Land. Wir wollen uns als CDU dem ganzen Land widmen, so Carius.
Auf die aktuelle Entwicklung des Kreises bezogen sagte er, ich kann noch keine neue B4 mitbringen, aber die A71 muss noch in dieser Legislativperiode fertigstellt werden. Er dankte Selle für seine Arbeit als Bundestagsmitglied in Berlin, da er sich dort intensiv um die Finanzierung der A71 durch den Bund eingesetzt hatte. Aber auch bei diesem Thema ging es schon um Wahlkampf, denn Carius erinnerte daran, dass es früher mal Sozialdemokraten waren, die gegen den Bau dieser Autobahn gewettert hatten.
Wofür stehen wir? So fragte Carius. Wir wollen nicht, dass ständig soziale Netze installiert werden, sondern den Menschen soll geholfen werden, wieder wirtschaftlich auf die "Beine" zu kommen. Ohne dass da Wort fiel, sie wieder in Arbeit zu bringen.
Noch keinen Generalplan, so Carius gibt es für das Problem leerstehender Gebäude, besonders im ländlichen Raum. Zum Thema Gebietsreform sagte Carius, die Union hat in der Vergangenheit schon viel für die Gebietsreform getan, deshalb sei der Vorwurf, wir seien gegen Gebietsreformen. Wir müssen aber eine weitere Gebietsreform für und vor allem mit den Bürgern machen.
Mit viel Beifall wurde Carius verabschiedet.
Autor: khhNach einer kurzen Begrüßung der Teilnehmer des Kreisparteitages durch den Vorsitzenden Jens Krautwurst erhielt Carius das Wort. Carius zeigte sich doch überrascht, dass an einem Freitag die "Hütte" voll war, wie der Volksmund so schön sagt. "Offensichtlich steht die Partei hier wie eine eins. Und in der Tat, die "Hütte" der ehrwürdige Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen war voll. Sehr viel mehr Mitglieder hätten nicht kommen dürfen, und man hätte auf die Tribüne ausweichen müssen.
Zuerst wünschte er dem Bundestagsmitglied Johannes Selle und Bundeskanzlerin Angela Merkel ein ordentliches Ergebnis bei der Bundestagswahl. Selle kandidiert ja für die CDU im Wahlkreis Sömmerda, Kyffhäuser und Weimarer Land. Ein Schmunzeln ging durch den Saal, als Carius berichtete, er war selbst schon Praktikant bei Selle.
Da ging es aber auch gleich in die aktuelle Politik. Scharf rechnete er mit dem Zukunftsprogramm Thüringen 2020 des Wirtschaftsministers Matthias Machnig (SPD) ab. "Machnig hat das Land nicht verstanden", so Carius, "vielleicht auch, weil er nicht von hier stammt". Thüringen sind nicht nur die Städte Jena, Weimar und Erfurt.
Wir wollen keine zwei geteilte Bevölkerung in Thüringen. Eine Konzentration auf diese Städte ginge komplett an den Bedürfnissen eines ganzen Landes vorbei. Wir brauchen vielmehr ein Miteinander von Stadt und Land. Wir wollen uns als CDU dem ganzen Land widmen, so Carius.
Auf die aktuelle Entwicklung des Kreises bezogen sagte er, ich kann noch keine neue B4 mitbringen, aber die A71 muss noch in dieser Legislativperiode fertigstellt werden. Er dankte Selle für seine Arbeit als Bundestagsmitglied in Berlin, da er sich dort intensiv um die Finanzierung der A71 durch den Bund eingesetzt hatte. Aber auch bei diesem Thema ging es schon um Wahlkampf, denn Carius erinnerte daran, dass es früher mal Sozialdemokraten waren, die gegen den Bau dieser Autobahn gewettert hatten.
Wofür stehen wir? So fragte Carius. Wir wollen nicht, dass ständig soziale Netze installiert werden, sondern den Menschen soll geholfen werden, wieder wirtschaftlich auf die "Beine" zu kommen. Ohne dass da Wort fiel, sie wieder in Arbeit zu bringen.
Noch keinen Generalplan, so Carius gibt es für das Problem leerstehender Gebäude, besonders im ländlichen Raum. Zum Thema Gebietsreform sagte Carius, die Union hat in der Vergangenheit schon viel für die Gebietsreform getan, deshalb sei der Vorwurf, wir seien gegen Gebietsreformen. Wir müssen aber eine weitere Gebietsreform für und vor allem mit den Bürgern machen.
Mit viel Beifall wurde Carius verabschiedet.


