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Tarifverträge nicht unterlaufen,

Dienstag, 09. April 2013, 10:30 Uhr
so die Forderung. Die Belegschaft der Halfen GmbH in Artern bekundete jetzt ihren Unmut. Dazu erreichte kn von der IG Metall folgende Meldung.


Gestern haben die Beschäftigten der Halfen GmbH in Artern die Mittagspause spontan dazu genutzt, um ihren Unmut gegen das Tarifangebot der Geschäftsleitung zum Ausdruck zu bringen.

Seit über einem Jahr wird bereits um den Abschluss eines Haustarifvertrages gerungen. Am 21. März sollte der Durchbruch erzielt werden. Bisher sind die Beschäftigten davon ausgegangen, dass die Geschäftsleitung ihre Forderung nach einem Abschluss in Richtung Niveau des Flächentarifvertrages der Metall- und Elektroindustrie ernst nimmt.

Mit dem Angebot einer Entgeltlinie, welche im Eckentgelt (Facharbeitereinstieg) weit unter dem Niveau der Fläche liegt und einer dauerhaften Beibehaltung einer 40 Stundenwoche, standen die Verhandlungen vor dem Scheitern.

Die Belegschaft bei Halfen stellte klar, dass Tarifabschlüsse nicht dazu dienen dürfen, einen Unterbietungswettlauf zur Fläche und/oder unter den Standorten einzuleiten. Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen betonte, „es geht um die Herstellung gleicher Standards und nicht um die Einleitung von Schmutzkonkurrenz“. Bei Halfen in Langenfeld arbeiten die Beschäftigten nach dem Entgeltrahmenabkommen NRW bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 35 Stunden.

Tarifverträge nicht unterlaufen, (Foto: IG Metall) Tarifverträge nicht unterlaufen, (Foto: IG Metall)

In Artern versucht nun die Geschäftsleitung, deutlich schlechtere Standards abzuschließen. Das wollen die Beschäftigten nicht ohne weiteres hinnehmen, so Ronald Müller, Mitglied der betrieblichen Verhandlungskommission. Die Belegschaft hat dafür ein Zeichen gesetzt! Am 24. April 2013 soll nun der Knoten durchgeschlagen werden.
Autor: khh

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