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Schulentwicklung in der Diskussion

Dienstag, 09. April 2013, 15:37 Uhr
SPD/Grünen-Kreistagsfraktion tagte zur Schulentwicklung. Kritik an CDU-Standpunkt. Thüringer Gemeinschaftsschule als wichtige Ergänzung des bestehenden Angebotes, so die zugehörige Pressemeldung.

In der letzten Sitzung der Kreistagsfraktion von SPD und Grünen war die Schulentwicklung im Landkreis Kernpunkt der Beratung.
Hierfür hatte man sich Frank Roßner, Referent für Gemeinschaftsschulen am Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) als Fachmann eingeladen. Ebenfalls zu Gast war René Hartnauer, Bürgermeister der Stadt Greußen.

Mehrere renommierte Studien zeigen, dass der Wunsch nach längerem gemeinsamen Lernen, ein Haupanliegen der Thüringer Gemeinschaftsschule (TGS), in Thüringen groß ist. In einer Studie, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung beauftragt wurde, sprachen sich 86,1 % der Befragten Thüringer für eben dieses längere gemeinsame Lernen aus. Eine Befragung unter Lehrern, welche von der Vodafone Stiftung Deutschland in Auftrag gegeben wurde, ergab das selbst 52 % der befragten Thüringer Lehrer längeres gemeinsames Lernen für besser halten.

"Diese Zahlen machen sehr deutlich, dass die Thüringer Gemeinschaftsschule mit ihrem längeren, gemeinsamen Lernen, von den Thüringerinnen und Thüringern gewollt wird. Die gegensetzliche Argumentation der CDU zur Gemeinschaftsschule ist nur Panikmache und geht eindeutig an den Wünschen der Menschen vorbei. Selbst Umfragen aus dem Bundesland Bayern belegen, dass Gemeinschaftsschulen die massenhafte Schließung von Schulen auf dem Lande verhindere ", so der Vorsitzende des Bildungsausschusses des Kreistages Uwe Vogt (SPD). "Die CDU sollte sich lieber mal fragen, warum von 16 Länderbildungsministern nur noch einer von der CDU ist. Das sagt doch alles über die Bildungskompetenz der CDU aus.", so Fraktionschef Klaus Mehle.

Die Thüringer Gemeinschaftsschule, in der bis Ende der 8. Klasse alle Schüler gemeinsam lernen und alle Thüringer Schulabschlüsse an einem Standort möglich sind, kann dabei helfen, den demografischen Wandel abzufedern. Gerade in der Diskussion um die Sicherung des Abiturabschlusses in Greußen, bietet sich mit der Errichtung einer Gemeinschaftsschule eine einmalige neue Möglichkeit, bekräftigte Greußens Bürgermeister René Hartnauer .
Nun muss überlegt werden, wie in einer langfristigen Schulnetzplanung weitere Standorte von diesen Chancen profitieren können.

Da dies nur in einem einvernehmlichen Vorgehen von Schulträger, Schulamt und Schulkonferenz wirklich gelingen kann, wird die Kreistagsfraktion SPD/GRÜNE in den nächsten Wochen intensiv zur Beschäftigung mit der Problematik einladen. Dieser Prozess braucht aber ausreichend Zeit, damit gut informiert, diskutiert, hinterfragt und kommuniziert werden kann.
Nur so kann das Vertrauen entstehen, dass wirklich gemeinsame Entscheidungen über ein zukunftsfähiges und leistungsstarkes Schulnetz im Kyffhäuserkreis ermöglicht.

"Ziel muss unbedingt sein, mit einer nachhaltigen Entwicklung des Schulnetzes ein hochwertiges Schulangebot für alle Kinder im gesamten Landkreis zu sichern. Hierbei muss man sich den spezifischen Gegebenheiten des Kreises stellen. In diesem Zusammenhang kann die Thüringer Gemeinschaftsschule ein wichtiger Bestandteil sein.", fasste Uwe Vogt das Fazit der Fraktionssitzung zusammen.
Autor: khh

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