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Wie effizient sind sie wirklich?

Donnerstag, 18. April 2013, 11:30 Uhr
Seit einigen Jahren zählt die Wärmepumpe zu den meist genutzten regenerativen Heiztechnologien in Deutschland. Unter Energieexperten ist sie allerdings umstritten. Skepsis scheint insbesondere dann angebracht, wenn Luft-Wärmepumpen in der Bestandssanierung eingesetzt werden...


„Regelmäßig wenden sich unzufriedene Betreiber an uns, die nach der Installation einer Luft-Wärmepumpe im Vergleich zu ihrem alten Heizsystem kaum Betriebskosten sparen“, berichtet Ramona Ballod, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Thüringen, „Wir als unabhängige Energieberatung reagieren auf diese Entwicklung und bieten Betreibern von Luft-Wärmepumpen bis zum 31. Mai eine kostenlose Beratung zu diesem Thema.“

In diesem Aktionszeitraum können Ratsuchende – unter Vorlage eines Gutscheins, den Nordthüringer Online-Zeitungen zum Download anbieten – einen Termin in einer Beratungsstelle vereinbaren und die Wirkkraft ihrer Luft-Wärmepumpenheizung ermitteln lassen. Zudem erhalten sie Tipps und Empfehlungen zur Optimierung ihrer Anlage.

Die Effizienz der Luft-Wärmepumpe wird in der Jahresarbeitszahl (JAZ) ausgedrückt. Diese stellt das Verhältnis von jährlich gewonnener Nutzwärme zu jährlich aufgewendetem Strom dar. „Mit der Jahresarbeitszahl ermitteln wir den Ist-Zustand der Anlage. Stellt sich heraus, dass das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist, suchen wir zusammen mit dem Ratsuchenden die Anlagenfehler“, erläutert Ramona Ballod.

Nur wenn die Voraussetzungen im Gebäude und auf dem Grundstück passen und das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt, bilden Luft-Wärmepumpen eine gute Alternative zu klassischen Heizkesseln. Um sich vor Fehlinvestitionen und Mehrkosten zu schützen, sollten Verbraucher bereits im Vorfeld einen unabhängigen Energieberater um Rat fragen.

„Aber auch bei bereits erfolgter Installation und Inbetriebnahme einer Luft-Wärmepumpe, lohnt sich eine kritische Analyse der Jahresarbeitszahl“, erklärt die Expertin. Weiter präzisiert sie: „Eine gute Luft-Wärmepumpe erreicht eine Jahresarbeitszahl von größer als ‚3‘, eine schlechte Anlage dagegen nur eine von kleiner als ‚2,5‘. Wir sehen hier viel Aufklärungsbedarf und freuen uns, wenn möglichst viele dieses Beratungsangebot nutzen.“

Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen bei allen Fragen zum Energieverbrauch: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Autor: red

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