Herzschlag"Halb"finale
Sonntag, 28. April 2013, 17:28 Uhr
In einem hochdramatischen Spiel unterlag der Thüringer HC gegen Bayer Leverkusen mit 27:30 (14:13). Die meisten Treffer für die Gastgeberinnen erzielte Sonja Frey (6/4), die ihre Spielleistung mit einem super Tor in der letzten Spielsekunde krönte...
Für Leverkusen war die Spanierin Naira Extremado neun Mal erfolgreich - verwandelte dabei alle ihre sechs Strafwürfe. Natalie Hagel im Tor der Elfen spielte eine super Partie.
Bis zur 7.Minute verlief alles nach dem Geschmack der Zuschauer. Anfangsführungen der Gäste jeweils ausgeglichen, dann setzte sich der Gastgeber dank guter Reflexe von Maike März und Treffern einer energischen Katrin Engel ab (6:3, 7.Min). Jetzt kamen aber die Leverkusenerinnen ins Spiel. Vor allem Kim Naidzinavicius traf in den ersten 7 Minuten bereits fünf Mal.
In der 12. Minute war erstmalig wieder der Ausgleich erzielt (7:7) und mit einer sich toll steigernden Natalie Hagel im Tor bestimmte jetzt Bayer das Geschehen. Naira Extremado wuchtete zwei Strafwürfe an Maike März vorbei und Laura Steinbach fand am Kreis Stefanie Egger. Das 10:8 (17.Min) aus Sicht der Gäste setzte weitere Kräfte frei. Während dem THC Angriff nichts gelang, spielte Bayer vorn fast fehlerlos und zog auf 13:9 davon. Der Hinspielspielvorsprung war egalisiert.
Maike März hielt einen 100%er und zweimal Sonja Frey von der Strafwurfmarke lockerten die bedrohliche Situation vorerst. Erst in der 26.Minute erzielte Nadja Nadgornaja aus dem Rückraum den 13:13-Ausgleich. 60 Sekunden später verwandelte Lydia Jakubisova einen Traumpass Katrin Engels zur 14:13-Führung, den der THC in die Pause rettete.
Die Führung hätte Sonja Frey nach der Pause weiter ausbauen können - Natalie Hagel hielt den Ball und zerstörte damit die fehlerfreie Serie der Österreicherin. Das Spiel blieb auf Augenhöhe - auch weil die Strafwürfe der Elfen durch Extremado alle im THC-Kasten versenkt wurden. In der 38.Minute war es dann Desiree Comans, die Leverkusen wieder in Führung warf. Und die dynamische Naira Extremado ließ zwei Treffer zum 19:16 folgen.
Herbert Müllers Auszeit hatte nichts bewirkt. Anja Althaus vom Kreis und dann Danick Snelder von der Siebenmetermarke lösten zwischenzeitlich die drohende Schockstarre (18:19, 41.Min). Zwei Spielerinnen des Gegners schienen die Gäste mit Flügeln zu versehen - Natalie Hagel und Naira Extremado. Beim Stand von 18:22 netzte Nadja Nadgornaja einen Fernwurf ein - im Gegenangriff wurde ihr eine Abwehraktion zum Verhängnis. Für ein Foul an Laura Steinbach zeigten ihr die Unparteiischen die rote Karte. Die Spannung in den letzten Minuten war jetzt nicht mehr zu überbieten.
Zehn Minuten vor Schluss traf Extremado vom Punkt - vorher hatte Danick Snelder ihren Strafwurf am Hagels Kasten vorbeigehämmert. Die Nerven lagen blank - und Leverkusen war mehrfach vier Tore weg. Der Thüringer HC versuchte dran zu bleiben. In der 55. Minute schwand die Hoffnung. Laura Steinbach traf zum 28:23 und Joice Hilster gelang dann sogar das 29:23.
Der Gastgeber kämpfte mit letzten Kräften und Bayer hielt dagegen. Bei einer Abwehraktion erhielt Kim Naiszinavitius eine Zeitstrafe. Desiree Comans, die lautstark protestierte, musste ihr folgen. Nun glich die Salza-Halle einem Tollhaus. Leverkusen spielte zu viert druckvoll und sehr geschickt die Zeit herunter. Der THC kam nicht an den Ball. Dann der Freiwurf von Laura Steinbach - Tor zum 30:25 und alles schien entschieden. Es blieben noch 27 Sekunden in denen noch zwei Treffer fallen sollten.
Lydia Jakubisova traf von Rechtsaußen. Sonja Frey markierte den letzten Treffer in diesem Halbfinalspiel mit einer wahren Herzschlagaktion. In der vorletzten Spielsekunde wurde sie auf Linksaußen freigespielt und drehte aus überspitzem Winkel den Ball an der überragenden Natalie Hagel vorbei ins Tor. Eine super Aktion in einem super Spiel, bei dem bis zum Schluss alles offen war und das letztlich einen glücklichen THC als Sieger sah.
Herbert Müller (THC): Kompliment an beide Mannschaften. So grausam oder auch schön kann nur der Sport sein. Wir wussten genau, dass Leverkusen sich noch nicht aufgegeben hat. Riesenkompliment an die Mannschaft. Unsere Vorbereitung ist schon kräftig schief gelaufen. Nadja hatte sich gestern nach zehn Minuten eine Leistenzerrung zugezogen.
Aus diesem Grund mag ich diesen Modus nicht, eine einzige Zerrung kann alles entscheiden. Wir sind heute nie richtig ins Spiel gekommen. Doch am Ende hat sich unser Kämpferherz wieder durchgesetzt. Vom Gefühl her hätten heute beide Mannschaften den Finaleinzug verdient.
Autor: redFür Leverkusen war die Spanierin Naira Extremado neun Mal erfolgreich - verwandelte dabei alle ihre sechs Strafwürfe. Natalie Hagel im Tor der Elfen spielte eine super Partie.
Bis zur 7.Minute verlief alles nach dem Geschmack der Zuschauer. Anfangsführungen der Gäste jeweils ausgeglichen, dann setzte sich der Gastgeber dank guter Reflexe von Maike März und Treffern einer energischen Katrin Engel ab (6:3, 7.Min). Jetzt kamen aber die Leverkusenerinnen ins Spiel. Vor allem Kim Naidzinavicius traf in den ersten 7 Minuten bereits fünf Mal.
In der 12. Minute war erstmalig wieder der Ausgleich erzielt (7:7) und mit einer sich toll steigernden Natalie Hagel im Tor bestimmte jetzt Bayer das Geschehen. Naira Extremado wuchtete zwei Strafwürfe an Maike März vorbei und Laura Steinbach fand am Kreis Stefanie Egger. Das 10:8 (17.Min) aus Sicht der Gäste setzte weitere Kräfte frei. Während dem THC Angriff nichts gelang, spielte Bayer vorn fast fehlerlos und zog auf 13:9 davon. Der Hinspielspielvorsprung war egalisiert.
Maike März hielt einen 100%er und zweimal Sonja Frey von der Strafwurfmarke lockerten die bedrohliche Situation vorerst. Erst in der 26.Minute erzielte Nadja Nadgornaja aus dem Rückraum den 13:13-Ausgleich. 60 Sekunden später verwandelte Lydia Jakubisova einen Traumpass Katrin Engels zur 14:13-Führung, den der THC in die Pause rettete.
Die Führung hätte Sonja Frey nach der Pause weiter ausbauen können - Natalie Hagel hielt den Ball und zerstörte damit die fehlerfreie Serie der Österreicherin. Das Spiel blieb auf Augenhöhe - auch weil die Strafwürfe der Elfen durch Extremado alle im THC-Kasten versenkt wurden. In der 38.Minute war es dann Desiree Comans, die Leverkusen wieder in Führung warf. Und die dynamische Naira Extremado ließ zwei Treffer zum 19:16 folgen.
Herbert Müllers Auszeit hatte nichts bewirkt. Anja Althaus vom Kreis und dann Danick Snelder von der Siebenmetermarke lösten zwischenzeitlich die drohende Schockstarre (18:19, 41.Min). Zwei Spielerinnen des Gegners schienen die Gäste mit Flügeln zu versehen - Natalie Hagel und Naira Extremado. Beim Stand von 18:22 netzte Nadja Nadgornaja einen Fernwurf ein - im Gegenangriff wurde ihr eine Abwehraktion zum Verhängnis. Für ein Foul an Laura Steinbach zeigten ihr die Unparteiischen die rote Karte. Die Spannung in den letzten Minuten war jetzt nicht mehr zu überbieten.
Zehn Minuten vor Schluss traf Extremado vom Punkt - vorher hatte Danick Snelder ihren Strafwurf am Hagels Kasten vorbeigehämmert. Die Nerven lagen blank - und Leverkusen war mehrfach vier Tore weg. Der Thüringer HC versuchte dran zu bleiben. In der 55. Minute schwand die Hoffnung. Laura Steinbach traf zum 28:23 und Joice Hilster gelang dann sogar das 29:23.
Der Gastgeber kämpfte mit letzten Kräften und Bayer hielt dagegen. Bei einer Abwehraktion erhielt Kim Naiszinavitius eine Zeitstrafe. Desiree Comans, die lautstark protestierte, musste ihr folgen. Nun glich die Salza-Halle einem Tollhaus. Leverkusen spielte zu viert druckvoll und sehr geschickt die Zeit herunter. Der THC kam nicht an den Ball. Dann der Freiwurf von Laura Steinbach - Tor zum 30:25 und alles schien entschieden. Es blieben noch 27 Sekunden in denen noch zwei Treffer fallen sollten.
Lydia Jakubisova traf von Rechtsaußen. Sonja Frey markierte den letzten Treffer in diesem Halbfinalspiel mit einer wahren Herzschlagaktion. In der vorletzten Spielsekunde wurde sie auf Linksaußen freigespielt und drehte aus überspitzem Winkel den Ball an der überragenden Natalie Hagel vorbei ins Tor. Eine super Aktion in einem super Spiel, bei dem bis zum Schluss alles offen war und das letztlich einen glücklichen THC als Sieger sah.
Stimmen nach dem Spiel
Heike Ahlgrimm (Bayer): Es ist schwierig hier zu stehen und vier Sekunden vor dem Ende als Verlierer vom Platz zu gehen. Ich bin so stolz auf meine Mädels. Wir haben heute über unseren Grenzen gespielt. Wir standen 15 Sekunden vor Schluss schon im Finale, aber so sind die PlayOffs. Über die ganze Saison steht aber der THC verdient im Finale.Herbert Müller (THC): Kompliment an beide Mannschaften. So grausam oder auch schön kann nur der Sport sein. Wir wussten genau, dass Leverkusen sich noch nicht aufgegeben hat. Riesenkompliment an die Mannschaft. Unsere Vorbereitung ist schon kräftig schief gelaufen. Nadja hatte sich gestern nach zehn Minuten eine Leistenzerrung zugezogen.
Aus diesem Grund mag ich diesen Modus nicht, eine einzige Zerrung kann alles entscheiden. Wir sind heute nie richtig ins Spiel gekommen. Doch am Ende hat sich unser Kämpferherz wieder durchgesetzt. Vom Gefühl her hätten heute beide Mannschaften den Finaleinzug verdient.
