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Zahlreiche Stromausfälle

Montag, 03. Juni 2013, 14:33 Uhr
Im Netzgebiet der MITNETZ STROM, die auch besonders den Ostteil des Kyffhäuserkreises beliefert, ging nach Hochwasser streckenweise nichtsmehr, wie das Unternehmen mitteilt. Im wesentlichen weniger betroffen der Kyffhäuserkreis.

Der anhaltende Regen am Wochenende und das damit verbundene Hochwasser im Mitteldeutschland hat im Netzgebiet des enviaM-Netzbetreibers MITNETZ STROM zu zahlreichen Stromausfällen geführt. In der Spitze waren rund 30.000 Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zeitgleich betroffen. Derzeit sind rund 14.000 Kunden ohne Strom. In den Netzregionen Südsachsen und Westsachsen wurden durch MITNETZ STROM Krisenstäbe einberufen. Rund 500 Mitarbeiter der MITNETZ STROM und Rahmenvertragsfirmen sind im Einsatz, um die Stromversorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen.

In Sachsen waren die Landkreise Mittelsachsen, Leipzig, Zwickauer Land, Erzgebirgskreis und Vogtlandkreis am stärksten betroffen. Momentan gibt es neben hochwasserbedingten Ausschaltungen noch Störungen in den Landkreisen Mittelsachsen, Zwickauer Land und Nordsachsen. Insgesamt sind rund 9.500 Kunden ohne Strom.

Das Umspannwerk Frankenberg musste am Sonntag hochwasserbedingt vom Netz genommen werden. Rund 10.000 Kunden waren daraufhin zeitweise ohne Strom. Die Wiederversorgung erfolgt durch Umschaltung auf andere Umspannwerke. Derzeit sind in der Region Frankenberg noch rund 2.300 Kunden ohne Strom.

Aktuell werden die Umspannwerke Plauen, Auerbach, Gospersgrün, Jahnsdorf, Olbernhau, Niederwiesa, Crossen, Herlasgrün und Röhrsdorf von Mitarbeitern kontrolliert. In den Umspannwerken Glauchau, Gößnitz, Plaußig, Engelsdorf und Eilenburg werden Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt und überflutete Keller ausgepumpt.

Im Raum Grimma wird derzeit ein Konzept zur zielgerichteten Wiederversorgung durch Netzersatzanlagen erstellt. Derzeit sind dort rund 2.000 Kunden ohne Strom.

Des Weiteren ist in Sachsen ein Hubschrauber im Einsatz, der Gebiete überfliegt, die nicht mit Einsatzwagen erreichbar sind.
In Sachsen-Anhalt lagen die Schwerpunkte im Burgenlandkreis und Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Derzeit gibt es keine größeren Störungen. Im Umspannwerk Bernburg werden Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt.

In Thüringen lag der Schwerpunkt im Altenburger Land. Rund 13.000 Kunden waren auf Grund einer Störung des Umspannwerks Altenburg am Wochenende ohne Strom. Die Wiederversorgung der Kunden erfolgte durch Umschalten auf andere Umspannwerke und den Einsatz von Netzersatzanlagen. Das Umspannwerk Altenburg ist repariert. Derzeit sind nahezu alle Kunden wiederversorgt.
In Brandenburg gab es bislang keine größeren Störungen.

Auf Grund der Hochwassersituation wurde das im Einsatz befindliche Personal durch MITNETZ STROM verstärkt. Vom Hochwasser bedrohte Umspannwerke im Netzgebiet wurden dauerhaft besetzt, um schnellstmöglich bei Gefährdung reagieren zu können. Die Mitarbeiter arbeiten unermüdlich daran, die wetterbedingten Störungen zu beheben. Starker Regen und Überschwemmungen sowie das Arbeiten bei Nacht behinderten teilweise die schnelle Störungsbeseitigung. Immer mehr Bundes-, Landes- und Ortsstraßen sind gesperrt und erschweren die Erreichbarkeit der Leitungen und Anlagen. Aufgeweichte Böden sorgen für Mast- und Baumumbrüche auf Stromleitungen.
Die Schadenshöhe läßt sich noch nicht beziffern.

Die Reparaturarbeiten an den defekten Stromleitungen und Anlagen dauern an und werden voraussichtlich noch einige Tage in Anspruch nehmen. Der aufgeweichte Boden erschwert die Arbeiten.

Krisenstäbe der Kommunen werden gebeten, sich bei drohenden Überflutungen elektrischer Anlagen sowie Störungen der Stromversorgung über die bekannte Störungsnummer mit den regionalen Krisenstäben der MITNETZ STROM in Verbindung zu setzen.
MITNETZ STROM rät allen Bürgern in den Hochwassergebieten dringend, sich von stromführenden Anlagen wie Stromleitungen fern zu halten. Hier besteht Lebensgefahr!
Autor: khh

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