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Im Kulturcafé

Mittwoch, 10. Juli 2013, 12:16 Uhr
Die Kompositionsstipendiaten Nuria Núñez Hierro und Henrik Ajax stellen sich am Sonntag im KulturCafé vor. Dazu erreichte kn vorab diese Meldung...


Nuria Núñez Hierro, die seit knapp einer Woche in der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen lebt und arbeitet, und Henrik Ajax, der bereits seit Mai in Sondershausen lebt, sind am kommenden Sonntag, 14.07.13, 16 Uhr im KulturCafé zu Gast. Der Eintritt ist frei. Kartenreservierungen sind noch bis 12.07.13, 14 Uhr, unter 03632 666280 möglich.

Im Kulturcafe (Foto: Thüringer Landesmusikakademie) Im Kulturcafe (Foto: Thüringer Landesmusikakademie)

Nuria Núñez Hierro wurde in Jerez de la Frontera (Spanien) im Jahr 1980 geboren. Sie studierte Klavier und Komposition am Conservatorio Superior de Música de Córdoba. Anschließend absolvierte sie ein Zusatzstudium als Meisterschülerin (Abschluss mit Auszeichnung) für Komposition bei Elena Mendoza und Irister Schiphorst an der Universität der Künste Berlin. Sie erhielt Stipendien von der andalusischen Regierung (2009) sowie vom DAAD und der Stiftung “La Caixa”. Im Jahr 2013, wurde sie für den Workshop IRCAM-ManiFeste in Paris ausgewählt und im Jahr 2012 war sie Stipendiatin für den Meisterkurs Orchesterkomposition mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart.

Sie erhielt Kompositionsaufträge von dem Jungen spanischen Nationalorchester (JONDE), dem spanischen Kulturministerium, dem Orquesta Filarmónica de Málaga, der spanischen Akademie der Schönen Künste in Rom, dem Trio Transmitter, dem Neu² Duo, dem Ensemble Taller Sonoro sowie dem Ascolta Ensemble.

Für die Uraufführung ihres Orchesterstückes Donde se forjan las quimeras (Wo die Chimären geschmiedet werden) wurde sie für den europäischen Komponistenpreis des Festival Young Euro Classic Berlin 2012 nominiert und als Composer in Residence des JONDE eingeladen. Sie erhielt den 3. Preis beim Kompositionswettbewerb Jurgenson Competition, Moscow (2013), den Preis „Aufträge für Junge Komponisten“ vom spanischen Kulturministerium (2011) und den ersten Preis des internationalen Wettbewerbes für junge Komponisten von der Spanischen Autoren-Gesellschaft (2007).

Im Kulturcafe (Foto: Thüringer Landesmusikakademie) Im Kulturcafe (Foto: Thüringer Landesmusikakademie)

Henrik Ajax, 1980 in Katrineholm/Schweden geboren, ging nach seinem Klavierstudium an der "Ecole Normale de Musique de Paris" (2002-2005) nach Würzburg, um in der Klasse von Prof. Heinz Winbeck Komposition zu studieren. Dort erhielt er im Juli 2009 sein Diplom. Parallel zur Meisterklasse bei Prof. Müller-Wieland an der HfMuT München schloss er im Jahr 2012 ein Diplomstudium im Fach Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg ab. Als Kammermusiker und Dirigent gab er in Deutschland, Schweden und Frankreich zahlreiche Konzerte. Zudem war er in Paris für die Improvisation bei Stummfilmen zuständig.

Als Komponist erhielt Henrik Ajax mehrere Stipendien, u.a. das Künstlerstipendium von "L‘institute Suèdois de Paris" (2003) und das Kompositionsstipendium von STIM (Internationales Musikbüro schwedischer Komponisten) (2007). 2009 wurde seinem Ensemblestück „Necessary Obsession“ beim Reinl-Kompositionswettbewerb der 3. Preis verliehen. 2011 erhielt er den 2. Preis beim Orchesterwettbewerb der Homburger Kammersinfonie mit dem Orchesterstück „Towards Back“ und im selben Jahr wurde „De Profundis“ für großes Orchester von der Deutschen Radiophilharmonie aufgeführt.

In den vergangenen zwei Jahren wurden Stücke von ihm in Berlin, München, Würzburg, Ljubljana, Paris und New York aufgeführt. Er ist Leiter und Mitgründer des „ Polychrome Orchestra“, eines jungen Ensembles für zeitgenössische Musik. Nach einem Aufenthalt als Stipendiat an der Cité des Arts in Paris ist Henrik Ajax neulich nach München gezogen. Derzeit arbeitet er an Auftragskompositionen für das Loh-Orchester Sondershausen und die NeuverBand (Basel).

Im März dieses Jahres hatte die Jury unter Vorsitz von Akademiedirektor Prof. Dr. Eckart Lange getagt und aus den 13 BewerberInnen Henrik Ajax und Nuria Núñez Hierro für das diesjährige Stipendium ausgewählt. Die Kandidaten hatten bei ihrer Bewerbung ein umfangreiches Material ihrer bisherigen Werke sowie eine Konzeption für das in Sondershausen entstehende Orchesterwerk eingereicht. Der Uraufführungstermin steht mit März 2014 bereits fest.

Das Sondershäuser Kompositionsstipendium ist ein Gemeinschaftsprojekt der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen mit der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und wird von der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbh (GSES) finanziert.
Autor: khh

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