Wezelband vorgestellt
Freitag, 26. Juli 2013, 00:01 Uhr
Recht erfreulich war der Besuch zur heutigen Vorstellung des neuen Bandes eine Wezel-Ausgabe. Auch kn war in der Sondershäuser Johann-Karl-Wezel-Bibliothek dabei.
Als Dr. Michael Ludscheidt im Jahre 2009 schlechte Nachrichten beim Jahresabschluss bei Wezel hatte, so änderte es sich gestern. Damals hatte er in Sondershausen verkünden müssen, dass nicht absehbar ist, wann der Band 2.1 der Wezel-Gesamtausgabe (Mattes Verlag Heidelberg) erscheinen wird. Dr. Ludscheidt leitet die historische Bibliothek des Augustinerklosters Erfurt und war schon
mehrmals unser Gast in Sondershausen.
Heute war es soweit und Bibliotheksleiterin Sigrid Köhler durfte sich freuen, dass einer der Mitautoren, Dr. Michael Ludscheidt, der Bibliothek ein Exemplar überreichen konnte.
In einem Gespräch vorab verriet Dr. Ludscheidt, dass Johann Karl Wezel auch heute noch ein wichtiger Gegenstand der Literaturforschung ist. Wezel hatte in seiner Zeit der 1770 iger Jahre ein für die damalige Zeit große Resonanz erreicht. Er war eben nicht nur ein Schriftsteller, den man auf Sondershausen reduzieren sollte.
Das Wezel in Sondershausen etwas "einschläft" liegt sicher auch an Problemen der Überalterung der Wezel- Gesellschaft. Während man noch 1994 eine internationale Fachtagung in Sondershausen abhalten konnte, musste heute Sigrid Köhler die Gäste begrüßen, weil die auswärtig wohnenden Vorstandmitglieder alle nicht kommen konnten. Das spiegelt natürlich etwas die Situation wieder.
Leider, so Köhler, hat man im Unterricht kaum noch Zeit, um auf Wezel eingehen zu können. Frühere Lesungen mit Schulkindern kommen auch nicht mehr zustande,
Der heute vorgestellte Band enthält acht Texte, davon zwei kleine Romane und sechs satirische Texte, wie Wezels Ehestandgeschichten, sowie "Peter Marks und Die Wilde Betty" sowie seine Satirischen Erzählungen aus den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts.
Bei der Herausgabe wurde adauf geachtet, dass die ursprünglichen Texte Wezels beibehalten wurden. So kommt es eben vor, dass das Wort sein bei Wezel mal mit y oder auch mit i geschrieben wurde und das wurde bebehalten. Nur offensichtliche Druckfehler wurde im Band ausgemerzt.
Auch wenn sie offensichtlich zurzeit "Wezel etwas von Sondershausen entfernt", hatte Dr. Ludscheidt auch gute Nachrichten im Gepäck. Die Ausgabe 2.2 sei bereits in Arbeit. Es wäre schade, wenn Wezels Texte voller Ironie und Satire völlig in der Versenkung verschwinden würden.
Autor: khhAls Dr. Michael Ludscheidt im Jahre 2009 schlechte Nachrichten beim Jahresabschluss bei Wezel hatte, so änderte es sich gestern. Damals hatte er in Sondershausen verkünden müssen, dass nicht absehbar ist, wann der Band 2.1 der Wezel-Gesamtausgabe (Mattes Verlag Heidelberg) erscheinen wird. Dr. Ludscheidt leitet die historische Bibliothek des Augustinerklosters Erfurt und war schon
mehrmals unser Gast in Sondershausen.
Heute war es soweit und Bibliotheksleiterin Sigrid Köhler durfte sich freuen, dass einer der Mitautoren, Dr. Michael Ludscheidt, der Bibliothek ein Exemplar überreichen konnte.
In einem Gespräch vorab verriet Dr. Ludscheidt, dass Johann Karl Wezel auch heute noch ein wichtiger Gegenstand der Literaturforschung ist. Wezel hatte in seiner Zeit der 1770 iger Jahre ein für die damalige Zeit große Resonanz erreicht. Er war eben nicht nur ein Schriftsteller, den man auf Sondershausen reduzieren sollte.
Das Wezel in Sondershausen etwas "einschläft" liegt sicher auch an Problemen der Überalterung der Wezel- Gesellschaft. Während man noch 1994 eine internationale Fachtagung in Sondershausen abhalten konnte, musste heute Sigrid Köhler die Gäste begrüßen, weil die auswärtig wohnenden Vorstandmitglieder alle nicht kommen konnten. Das spiegelt natürlich etwas die Situation wieder.
Leider, so Köhler, hat man im Unterricht kaum noch Zeit, um auf Wezel eingehen zu können. Frühere Lesungen mit Schulkindern kommen auch nicht mehr zustande,
Der heute vorgestellte Band enthält acht Texte, davon zwei kleine Romane und sechs satirische Texte, wie Wezels Ehestandgeschichten, sowie "Peter Marks und Die Wilde Betty" sowie seine Satirischen Erzählungen aus den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts.
Bei der Herausgabe wurde adauf geachtet, dass die ursprünglichen Texte Wezels beibehalten wurden. So kommt es eben vor, dass das Wort sein bei Wezel mal mit y oder auch mit i geschrieben wurde und das wurde bebehalten. Nur offensichtliche Druckfehler wurde im Band ausgemerzt.
Auch wenn sie offensichtlich zurzeit "Wezel etwas von Sondershausen entfernt", hatte Dr. Ludscheidt auch gute Nachrichten im Gepäck. Die Ausgabe 2.2 sei bereits in Arbeit. Es wäre schade, wenn Wezels Texte voller Ironie und Satire völlig in der Versenkung verschwinden würden.





