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Auf Kosten der Verkehrssicherheit

Dienstag, 06. August 2013, 10:56 Uhr
Wenige Wochen vor der Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Bayern und Hessen häufen sich an Kreuzungen, Fahrradwegen und Fußgängerampeln die Wahlplakate der Parteien. Viele davon versperren den Verkehrsteilnehmern die Sicht und stellen damit eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Verkehrssicherheit dar...


Besonders gefährlich sind die Aufsteller an Zebrastreifen. Insbesondere Kinder verschwinden hinter den Plakaten und sind für herannahende Autos nicht zu sehen. Umgekehrt erkennen Fußgänger oder Radfahrer sich nähernde Fahrzeuge oft zu spät. Zudem können Wahlplakate vom Verkehrsgeschehen ablenken. Kleingedruckte Texte oder aufmerksamkeitsstarke Bilder können dazu führen, dass Autofahrer sich nicht angemessen auf den Verkehr konzentrieren.

Wahlkampf auf Kosten der Verkehrssicherheit (Foto: ADAC) Wahlkampf auf Kosten der Verkehrssicherheit (Foto: ADAC)
Das Wahlplakat steht im Vordergrund und überragt die Kinder. Vielleicht hat sich der Autofahrer durch das aufmerksamkeitsstarke Bild ablenken lassen, die wartenden Kinder am Zebrastreifen hat er jedenfalls übersehen.

Kommt es durch ein falsch positioniertes Plakat zu einem Unfall, kann dem Aufsteller laut ADAC sogar eine Mitschuld angelastet werden. Der Club fordert die Parteien auf, Wahlplakate so aufzustellen, dass sie die Sicht nicht einschränken und eine Gefährdung ausgeschlossen ist. Die Kommunen sind gefordert, die Sichtverhältnisse an Kreuzungen und Übergängen zu prüfen und die Parteien gegebenenfalls anzuweisen, falsch aufgestellte Werbetafeln zu entfernen.
Autor: red

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