Zur Ausbildung ins Ausland
Freitag, 16. August 2013, 16:16 Uhr
Interkulturelle Kommunikation pflegen, die eigene Kompetenz fördern und tolle Erfahrungen sammeln – das sind nur einige Gründe, warum Auszubildende auch einmal über die Grenzen Deutschlands hinweg schauen und mit einem Auslandsaufenthalt liebäugeln sollten. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt gibt hierzu wertvolle Tipps und informiert über Fördermöglichkeiten...
Bis zu einem Viertel ihrer Ausbildungszeit dürfen Lehrlinge im Ausland verbringen, hierbei gilt es einiges zu beachten. Jeder Aufenthalt muss als Ausbildungsmaßnahme außerhalb der Ausbildungsstätte vertraglich zwischen Azubi und Unternehmen geregelt und der IHK gemeldet werden. Hierfür bieten wir ein gesondertes Formblatt an. Zudem empfiehlt es sich, einen Vertrag zwischen dem entsendenden und dem aufnehmendem Betrieb abzuschließen.
In diesem Papier muss genau festgelegt sein, welche Ausbildungsinhalte das aufnehmende Unternehmen zu vermitteln hat, gibt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser wichtige Tipps zum formalen Ablauf. Auch die Vergütung könne Bestandteil eines solchen Vertrages sein. Denn während der Arbeit außerhalb Deutschlands erhalte der Lehrling weiterhin ein Entgelt vom hiesigen Betrieb, ein Teil könnte aber auch von der ausländischen Firma übernommen werden. Schließlich müsse eine Freistellung von der Berufsschule beantragt und das Berichtsheft im Ausland weitergeführt werden.
Auch wenn die Erledigung der Formalitäten mitunter etwas Zeit und Überzeugungsarbeit beim Chef kosten würde, lohne sich ein Auslandsaufent-
halt in jedem Fall. Einfach mal schauen, wie das mit dem eigenen Beruf in anderen Ländern so läuft und dabei eine andere Kultur kennenlernen – etwas besseres kann einem jungen Menschen doch nicht passieren, so der IHK-Chef.
Die Reise- und Unterbringungskosten müsse der Auszubildende in den meisten Fällen selbst tragen. Hier bestehe allerdings die Möglichkeit, über verschiedene Förderprogramme wie das Mobilitätsprojekt Leonardo DaVinci finanzielle Zuschüsse zu erhalten. Oft erfolgt bereits eine sprachlich-kulturelle Unterstützung vor der Reise. Für die Kosten während des Aufenthalts gibt es eine länderabhängige Pauschale, weiß Andrea Walter, Geschäftsführerin des Europa-Service-Büro in Erfurt zu berichten. Gemeinsam mit der IHK ist das Büro gern behilflich, geeignete Partner im Ausland zu finden und auszuwählen. Interessenten können sich aber auch an die Bildungsberater der Kammer wenden.
Autor: redBis zu einem Viertel ihrer Ausbildungszeit dürfen Lehrlinge im Ausland verbringen, hierbei gilt es einiges zu beachten. Jeder Aufenthalt muss als Ausbildungsmaßnahme außerhalb der Ausbildungsstätte vertraglich zwischen Azubi und Unternehmen geregelt und der IHK gemeldet werden. Hierfür bieten wir ein gesondertes Formblatt an. Zudem empfiehlt es sich, einen Vertrag zwischen dem entsendenden und dem aufnehmendem Betrieb abzuschließen.
In diesem Papier muss genau festgelegt sein, welche Ausbildungsinhalte das aufnehmende Unternehmen zu vermitteln hat, gibt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser wichtige Tipps zum formalen Ablauf. Auch die Vergütung könne Bestandteil eines solchen Vertrages sein. Denn während der Arbeit außerhalb Deutschlands erhalte der Lehrling weiterhin ein Entgelt vom hiesigen Betrieb, ein Teil könnte aber auch von der ausländischen Firma übernommen werden. Schließlich müsse eine Freistellung von der Berufsschule beantragt und das Berichtsheft im Ausland weitergeführt werden.
Auch wenn die Erledigung der Formalitäten mitunter etwas Zeit und Überzeugungsarbeit beim Chef kosten würde, lohne sich ein Auslandsaufent-
halt in jedem Fall. Einfach mal schauen, wie das mit dem eigenen Beruf in anderen Ländern so läuft und dabei eine andere Kultur kennenlernen – etwas besseres kann einem jungen Menschen doch nicht passieren, so der IHK-Chef.
Die Reise- und Unterbringungskosten müsse der Auszubildende in den meisten Fällen selbst tragen. Hier bestehe allerdings die Möglichkeit, über verschiedene Förderprogramme wie das Mobilitätsprojekt Leonardo DaVinci finanzielle Zuschüsse zu erhalten. Oft erfolgt bereits eine sprachlich-kulturelle Unterstützung vor der Reise. Für die Kosten während des Aufenthalts gibt es eine länderabhängige Pauschale, weiß Andrea Walter, Geschäftsführerin des Europa-Service-Büro in Erfurt zu berichten. Gemeinsam mit der IHK ist das Büro gern behilflich, geeignete Partner im Ausland zu finden und auszuwählen. Interessenten können sich aber auch an die Bildungsberater der Kammer wenden.
