Stärken und Defizite
Dienstag, 20. August 2013, 11:30 Uhr
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hat im Rahmen einer Studie untersucht, ob und wie die 13 Mittelzentren Nord- und Mittelthüringens für die Zukunft gerüstet sind. Anhand von 42 Indikatoren, welche ausschließlich auf statistischem Material beruhen, erfolgte ein Städtevergleich...
Die Bevölkerung des Freistaats Thüringen nimmt weiter ab und wird gleichzeitig immer älter. Die ländlichen Räume dünnen merklich aus. Vor allem junge Menschen verlassen die Dörfer und Kleinstädte, weil sie dort kaum noch Zukunftsperspektiven sehen, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer, Gerald Grusser. Zugleich klagten die Unternehmen verstärkt über alternde Belegschaften und fehlenden Nachwuchs. Thüringen brauche dringender denn je junge, qualifizierte Fachkräfte.
Deshalb müsse mit Nachdruck versucht werden, allen Thüringern entsprechende Arbeits- und Entwicklungschancen im Freistaat zu bieten. Die demografischen Veränderungen, aber auch die künftig knapper werdenden Fördermittel der Europäischen Union zwingen in Thüringen zur Aufgabenbündelung. Das Gießkannenprinzip muss zum Auslaufmodell werden, fordert der IHK-Chef nachdrücklich.
Der Fokus richte sich daher immer stärker auf die Zentralen Orte, vor allem die Mittelzentren . Dort seien zahlreiche Unternehmen angesiedelt, die Arbeitsplätze in nahezu allen Branchen bieten. Über die entsprechende Straßen- und Schieneninfrastruktur bestünden gute Verbindungen zu den überregionalen Netzen.
Auch der Einzelhandel ziehe sich spürbar aus den kleinen Orten zurück und verstärke sich insbesondere dort, wo mehr Menschen eine höhere Kaufkraft garantierten. Damit nehmen die Mittelzentren künftig immer mehr Funktionen für ihr Umfeld wahr und stehen im Blickfeld strategischer Überlegungen der Landesplanung. Nicht zuletzt dies war für die IHK Erfurt ein Anlass, die vorliegende Studie zu erstellen.
Aus einer Vielzahl statistischer Angaben zu den Mittelzentren wurden 42 Indikatoren ausgewählt und sieben Themenbereichen zugeordnet. Neben wirtschaftsrelevanten Faktoren haben wir auch die Bevölkerung, die Verkehrs- und die soziale Infrastruktur untersucht, erläutert Grusser die Herangehensweise. Sowohl für die Einzelindikatoren als auch die jeweiligen Themenbereiche erfolgte neben der Punktevergabe auf einer Skala von 0 bis 100 die farbliche Kennzeichnung entsprechend einer Ampel. Zur Ermittlung des Gesamtergebnisses wurden je Stadt die Mittelwerte der sieben Themenbereiche herangezogen.
Aus diesen Resultaten haben wir entsprechende Schlussfolgerungen formuliert und den politischen Entscheidern Handlungsempfehlungen gegeben resümiert Grusser. Damit sollen die Mittelzentren in die Lage versetzt werden, auch künftig für ihre Region der Kulminationspunkt für Wirtschaft, Verkehr, Dienst- oder auch soziale Leistungen zu bleiben. Die Spitzengruppe bilden Eisenach, Weimar und Leinefelde-Worbis, während sich Bad Salzungen, Apolda und Mühlhausen am Ende des Rankings wiederfinden.
Autor: redDie Bevölkerung des Freistaats Thüringen nimmt weiter ab und wird gleichzeitig immer älter. Die ländlichen Räume dünnen merklich aus. Vor allem junge Menschen verlassen die Dörfer und Kleinstädte, weil sie dort kaum noch Zukunftsperspektiven sehen, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer, Gerald Grusser. Zugleich klagten die Unternehmen verstärkt über alternde Belegschaften und fehlenden Nachwuchs. Thüringen brauche dringender denn je junge, qualifizierte Fachkräfte.
Deshalb müsse mit Nachdruck versucht werden, allen Thüringern entsprechende Arbeits- und Entwicklungschancen im Freistaat zu bieten. Die demografischen Veränderungen, aber auch die künftig knapper werdenden Fördermittel der Europäischen Union zwingen in Thüringen zur Aufgabenbündelung. Das Gießkannenprinzip muss zum Auslaufmodell werden, fordert der IHK-Chef nachdrücklich.
Der Fokus richte sich daher immer stärker auf die Zentralen Orte, vor allem die Mittelzentren . Dort seien zahlreiche Unternehmen angesiedelt, die Arbeitsplätze in nahezu allen Branchen bieten. Über die entsprechende Straßen- und Schieneninfrastruktur bestünden gute Verbindungen zu den überregionalen Netzen.
Auch der Einzelhandel ziehe sich spürbar aus den kleinen Orten zurück und verstärke sich insbesondere dort, wo mehr Menschen eine höhere Kaufkraft garantierten. Damit nehmen die Mittelzentren künftig immer mehr Funktionen für ihr Umfeld wahr und stehen im Blickfeld strategischer Überlegungen der Landesplanung. Nicht zuletzt dies war für die IHK Erfurt ein Anlass, die vorliegende Studie zu erstellen.
Aus einer Vielzahl statistischer Angaben zu den Mittelzentren wurden 42 Indikatoren ausgewählt und sieben Themenbereichen zugeordnet. Neben wirtschaftsrelevanten Faktoren haben wir auch die Bevölkerung, die Verkehrs- und die soziale Infrastruktur untersucht, erläutert Grusser die Herangehensweise. Sowohl für die Einzelindikatoren als auch die jeweiligen Themenbereiche erfolgte neben der Punktevergabe auf einer Skala von 0 bis 100 die farbliche Kennzeichnung entsprechend einer Ampel. Zur Ermittlung des Gesamtergebnisses wurden je Stadt die Mittelwerte der sieben Themenbereiche herangezogen.
Aus diesen Resultaten haben wir entsprechende Schlussfolgerungen formuliert und den politischen Entscheidern Handlungsempfehlungen gegeben resümiert Grusser. Damit sollen die Mittelzentren in die Lage versetzt werden, auch künftig für ihre Region der Kulminationspunkt für Wirtschaft, Verkehr, Dienst- oder auch soziale Leistungen zu bleiben. Die Spitzengruppe bilden Eisenach, Weimar und Leinefelde-Worbis, während sich Bad Salzungen, Apolda und Mühlhausen am Ende des Rankings wiederfinden.
