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Resolution zur Rekultivierung von Kalihalden

Freitag, 30. August 2013, 16:20 Uhr
In dieser Woche haben die Mitglieder der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen in einer gemeinsamen Sitzung von Planungs- und Strukturausschuss über die drängenden Fragen zur weiteren Fortführung der Rekultivierung der Kalihalden beraten. Dabei vertritt die Planungsgemeinschaft die Auffassung,...


...dass die Rekultivierung der Kalihalden aus ökologischen und ökonomischen Gründen fortgesetzt werden muss. Daher verabschiedeten die Mitglieder einstimmig eine Resolution, die unter anderem an die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, an den Landwirtschafts-, den Bau- und den Wirtschaftsminister, an die Landtagsfraktionen, den Landkreistag und den Gemeinde- und Städtebund sowie Fachbehörden versandt worden ist. Die Regionale Planungsgemeinschaft sieht die Notwendigkeit eines umfassenden Dialogprozesses, um die Folgen der 100-jährigen Bergbautätigkeit weiterhin bewältigen zu können und die wirtschaftliche Entwicklung positiv zu gestalten.

In der Resolution betont die Planungsgemeinschaft Nordthüringen, dass die Region noch heute die negativen Folgen der Bergbautätigkeit aufarbeiten müsse, denn durch Niederschläge lösen sich aus den Haldenkörpern chloridische Salze, die zu Umweltschädigungen des Bodens, des Grundwassers und der Fließgewässer führen. Um diesen Prozess mittelfristig einzudämmen, wurde auf Grundlage der Thüringer Kali-Haldenrichtlinie ein umfangreiches Rekultivierungsprogramm an den Standorten Bleicherode, Menteroda, Roßleben, Sollstedt und Sondershausen begonnen.

Nun laufen jedoch die Sonderbetriebspläne für die Abdeckung und die Begrünung der Kalihalden zur Reduzierung des Salzaustrages aus. Nicht nur die Haldenbetreiber sehen dadurch die wirtschaftliche Basis für den Betrieb der Haldenrekultivierung gefährdet, auch die Regionale Planungsgemeinschaft geht von ökologischen und wirtschaftlichen Nachteilen für den gesamten Planungsraum aus.

Deshalb fordert die Planungsgemeinschaft Nordthüringen die Landesregierung zu einem umfassenden Dialog über alle offenen Fragen auf. Bis dahin sollte auf der Grundlage der bisherigen Betriebspläne der Betrieb der Kalihalden fortgeführt werden.
Autor: red

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