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Opfer einer "Bürgerwehr"

Mittwoch, 04. September 2013, 14:49 Uhr
In Nordthüringen sind am Dienstagabend zwei unbescholtene Radfahrer in die Fänge einer „Bürgerwehr“ geraten und verletzt worden. Wir haben die Einzelheiten für Sie aufbereitet...


Weil in den zurückliegenden Tagen mehrfach in das Sportlerheim in Nägelstedt im Unstrut-Hainich-Kreis eingebrochen wurde, hatten sich Mitglieder des Schützenvereins zu einer selbsternannten Bürgerwehr zusammengeschlossen und auf die Lauer gelegt.

Als gegen 21 Uhr zwei Radwanderer am Sportlerheim vorbei kamen, stürmten 10-15 Personen aus dem Lokal und stoppten die 25 und 26-Jährigen. Sie verlangten die Ausweise und wollten den Inhalt der Rucksäcke sehen. Das verweigerten die Radfahrer unter dem Hinweis, man möge doch die Polizei rufen, der man gern Ausweise und Rucksäcke zeigen würde.

Plötzlich kam ein weiteres Bürgerwehrmitglied aus dem Haus gestürmt. Ihm waren offenbar die Sicherungen durchgebrannt. Er schlug sofort auf die Radfahrer ein und warf seinen flüchtenden Opfern die Fahrräder hinterher. Gegen den 59-Jährigen wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.
Autor: red

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