Das jährliche Wahldilemma
Dienstag, 17. September 2013, 20:12 Uhr
Überall in der Region, wie überhaupt in ganz Deutschland, begegnen uns im Abstand von jeweils nur ein paar Metern die Wahlplakate der Parteien und (potenziellen) Bundestagsabgeordneten. Schalten wir den Fernseher oder den Computer an, scheint es ebenfalls kein anderes Thema zu geben...
Für die Unentschiedenen beginnt jetzt, also kurz vor der Wahl, die Zeit, in der man sich angestrengt den Kopf über die Parteien und ihre Programme zermartert
Wenn es um die Kreuze auf den Wahlzetteln geht, ist nach der Wahl – selbst, wenn die von uns bevorzugte Partei gewonnen hat – von Zufriedenheit meist keine Spur. Ungeliebte Koalitionspartner, gebrochene Wahlversprechen und eine Opposition, die sich bei jeder Gelegenheit quer stellt, fühlen sich nie wie ein echter Hauptgewinn an. Aber damit muss man leben – das ist Demokratie! Viel schwerer ist der demokratische Wahlprozess aber für jene, die sämtliche Wahlprogramme studiert und Selbsttests wie den Wahl-O-Mat zigfach absolviert haben, ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt zu haben. Wen kann ich wählen? Wen darf ich mit gutem Gewissen wählen? Und was wäre eigentlich so schlimm daran, gar nicht zur Wahl zu gehen?
Autor: redFür die Unentschiedenen beginnt jetzt, also kurz vor der Wahl, die Zeit, in der man sich angestrengt den Kopf über die Parteien und ihre Programme zermartert
Wer vertritt meine Interessen?
Wenn wir uns beim Lotto am Samstag für ein paar zufällige oder mit Bedacht ausgewählte Zahlen entscheiden und vielleicht sogar etwas gewinnen, sind wir mit unserer Wahl rundum zufrieden. Wir können uns von dem Gewinn eine Kleinigkeit kaufen und nehmen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sogar ein weiteres Mal an dieser Form des Glücksspiels teil.Wenn es um die Kreuze auf den Wahlzetteln geht, ist nach der Wahl – selbst, wenn die von uns bevorzugte Partei gewonnen hat – von Zufriedenheit meist keine Spur. Ungeliebte Koalitionspartner, gebrochene Wahlversprechen und eine Opposition, die sich bei jeder Gelegenheit quer stellt, fühlen sich nie wie ein echter Hauptgewinn an. Aber damit muss man leben – das ist Demokratie! Viel schwerer ist der demokratische Wahlprozess aber für jene, die sämtliche Wahlprogramme studiert und Selbsttests wie den Wahl-O-Mat zigfach absolviert haben, ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt zu haben. Wen kann ich wählen? Wen darf ich mit gutem Gewissen wählen? Und was wäre eigentlich so schlimm daran, gar nicht zur Wahl zu gehen?

