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kn-Forum: Giftgas

Donnerstag, 19. September 2013, 13:29 Uhr
Deutsche Lieferung für Syriens Giftgas. Diesen Umstand kommentiert ein Leser von kn so...

Wenn es Profit bringt, werden sogar Geschäfte mit dem "Teufel" nicht verschmäht. Es ist einfach unfassbar, Deutschland, von SPD und Grünen 2002 und 2003, von CDU und SPD 2005 und 2006 genehmigt, lieferte Chemikalien an Syrien, die Ausgangsstoffe für Chemiewaffen sind. Permanent wurde uns im Wahlkampf erklärt, dass wir auf Deutschland als Exportnation stolz sein sollen. Dazu, so sagt man, gehören eben auch Rüstungsexporte. Egal an wen, die Hauptsache ist, dass Geschäft läuft.

Mehr als Heuchelei ist, wenn dann mit dem Finger auf die gezeigt wird, die solche Waffen zum Einsatz bringen. 111 Tonnen an Syrien, die aus dieser Lieferung auch Chemiewaffen herstellten und zum Einsatz brachten. Natürlich ist der Einsatz von Chemiewaffen ein Verbrechen und muss bestraft werden. Was passiert mit denen, die dafür die Grundstoffe lieferten? War alles für friedliche Zwecke sagt Frau Merkel. Blauäugig ist dafür ein frommes Wort.

Drittgrößter Waffenlieferant ist Deutschland. und weil die anderen Länder, wie USA und Russland auch liefern, ist das eben so. Erschreckend ist, an wen die Waffen geliefert werden, die weltweit für verbrecherische Einsätze sorgen. Waffen machen die Welt nicht friedlicher, dass Gegenteil ist der Fall. Deutschland ist dabei, die Rüstungslobby verdient sich dumm und dämlich am traurigen Geschäft mit dem Tod. Frieden schaffen ohne Waffen, daran lässt sich nicht gut verdienen.

Ach ja, nicht vergessen, die Rüstungsexporte genehmigt immer die jeweilige Regierung. Die Begründungen dafür sind an Fadenscheinigkeit nicht zu übertreffen. Wer da auch noch fordert wir sollen darauf Stolz sein, Verzeihung, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Was ist aus der Nation der Dichter und Denker geworden?

Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
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Autor: khh

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