Dynamischer Verlust?
Dienstag, 24. September 2013, 14:24 Uhr
Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik fiel das Bruttoinlandsprodukt, das heißt die Summe der im Freistaat produzierten Güter und geleisteten Dienste, im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 1,2 Prozent. Reaktionen aus der Wirtschaft...
In Nordhausen wird derzeit eine Millionen-Euro-Investition an der Darre getätigt
Damit liegt der Freistaat unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt (minus 0,3 Prozent) und dem der neuen Bundesländer einschließlich Berlin (minus 0,6 Prozent).
Die Thüringer Wirtschaft hat im ersten Halbjahr weiter an Schwung verloren. Industrie, Bau und Handel mussten in den vergangenen Monaten mit einem starken Gegenwind kämpfen, erklärt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch der Export hätten keine Wachstumsimpulse liefern können. So seien die Ausfuhren zu den drei wichtigsten europäischen Handelspartnern Frankreich (-15 Prozent), Großbritannien (-32 Prozent) und Italien (-16 Prozent) von Januar bis Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zurückgegangen.
Und auch im Inland fehlt es an Investitionen und Konsum, ergänzt der IHK-Chef. Die Unsicherheit der Unternehmer habe das eine oder andere Investitionsprojekt erst einmal in den Schubladen verschwinden lassen. Im Einzelhandel des Freistaats bleibe die Geschäftslage angespannt. Obwohl die Arbeitslosenzahl einen historischen Tiefstand erreicht hat, würden die Thüringer Verbraucher eher zurückhaltend agieren.
Die zweite Jahreshälfte gibt aber durchaus Anlass für vorsichtigen Optimismus. Wichtige Frühindikatoren drehen wieder in den positiven Bereich, so wie der heute veröffentlichte Ifo-Index, sagt Grusser. Auch das rezessionsgeplagte Europa sende erste Zeichen der konjunkturellen Erholung. Ein Lösen des Investitionsknotens und eine wieder ansteigende Nachfrage aus dem Ausland dürften dann dem Wachstum neue Impulse verleihen.
Autor: redIn Nordhausen wird derzeit eine Millionen-Euro-Investition an der Darre getätigt
Damit liegt der Freistaat unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt (minus 0,3 Prozent) und dem der neuen Bundesländer einschließlich Berlin (minus 0,6 Prozent).
Die Thüringer Wirtschaft hat im ersten Halbjahr weiter an Schwung verloren. Industrie, Bau und Handel mussten in den vergangenen Monaten mit einem starken Gegenwind kämpfen, erklärt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch der Export hätten keine Wachstumsimpulse liefern können. So seien die Ausfuhren zu den drei wichtigsten europäischen Handelspartnern Frankreich (-15 Prozent), Großbritannien (-32 Prozent) und Italien (-16 Prozent) von Januar bis Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zurückgegangen.
Und auch im Inland fehlt es an Investitionen und Konsum, ergänzt der IHK-Chef. Die Unsicherheit der Unternehmer habe das eine oder andere Investitionsprojekt erst einmal in den Schubladen verschwinden lassen. Im Einzelhandel des Freistaats bleibe die Geschäftslage angespannt. Obwohl die Arbeitslosenzahl einen historischen Tiefstand erreicht hat, würden die Thüringer Verbraucher eher zurückhaltend agieren.
Die zweite Jahreshälfte gibt aber durchaus Anlass für vorsichtigen Optimismus. Wichtige Frühindikatoren drehen wieder in den positiven Bereich, so wie der heute veröffentlichte Ifo-Index, sagt Grusser. Auch das rezessionsgeplagte Europa sende erste Zeichen der konjunkturellen Erholung. Ein Lösen des Investitionsknotens und eine wieder ansteigende Nachfrage aus dem Ausland dürften dann dem Wachstum neue Impulse verleihen.

