Neue Arbeitskräfteoffensive
Dienstag, 24. September 2013, 19:10 Uhr
Beim heutigen Unternehmerfrühstück in Heldrungen, kn berichtete, wurde von Landrätin Hochwind und der Arbeitsagentur Nordhausen ein neue Arbeitskräfteoffensive angekündigt.
Landrätin Antje Hochwind kündigte mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf eine gemeinsame Initiative, zusammen mit der Agentur für Arbeit, zur Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden im EU-Ausland an.
Kurzfristig kam deshalb der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Karsten Froböse, zu Wort. Er verwies darauf, dass sowohl in Nordthüringen, als auch in ganz Deutschland in den nächsten Jahren viele arbeitenden Menschen in den Ruhestand gehen werden, für die es nicht genug jungen Nachwuchsgeben wird. In Deutschland insgesamt werden 6,5 Millionen Menschen den Arbeitsprozess aus Altersgründen verlassen. Selbst wenn alle Arbeitslosen und in Qualifizierung befindlichen Personen in den Arbeitsprozess gehen würden, könnte man die heutigen Beschäftigungszahlen nicht halten.
Für Nordthüringen, insbesondere den Kyffhäuserkreis betonte er, junge Menschen haben in Nordthüringen wieder eine gute Perspektive. Trotzdem müsse man sich, so Froböse nach neuen Arbeitskräften auch für die Region umschauen. In der Region sind gerade mal ein Prozent ausländische Arbeitskräfte. Es bestehe Potential in ausgewählten Berufen dazu im EU-Ausland Arbeitskräfte zu gewinnen.
Meike Bauermeister, Teamleiterin Arbeitgeberservice, untersetzte das von Froböse gesagte. In der Mangelliste an Facharbeitskräfte genante Berufsgruppe, wie zum Beispiel, technische Kräfte (Metall, Elektro), Gesundheitswesen, Hotelgewerbe und auch Landwirtschaft (Saisonkräfte), könnten über die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung geordert werden.
Gleichzeitig informierte Bauermeister über das Projekt MobiPro. Was ist das? MobiPro - ein EUProjekt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland und als Beitrag gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Sonderprogramm Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa (MobiPro-EU) entwickelt.
Bauermeister bot interessierten Firmen an, sich über das Projekt geeignete Auszubildende zu beschaffen. Für den Anwendung des Projekts müssen pro Fall fünf Auszubildende vermittelt werden.
Wir sind uns darüber klar, so Hochwind das die Zahl Fünf für den Kyffhäuserkreis eine hohe Hürde ist. Es besteht aber die Möglichkeit, so Hochwind, die fünf Auszubildenden auf verschiedene Firmen zu splitten. Zusammen mit der Agentur für Arbeit wird das mit dem Landratsamt organisiert. Die Unternehmen können sich vom Landratsamt beraten lassen.
Das Interessen an Auszubildenden ist hoch, so Hochwind. Aus Unternehmergesprächen hört sie öfter, wir bekommen keine geeigneten Auszubildenden mehr. So meldete auch schon ein Autohaus aus Artern Interesse an ausländischen Auszubildenden an.
Die Vermittlung dieser Auszubildenden aus dem EU-Ausland kann gefördert werden, so Bauermeister. So gibt es geförderte Bewerbungsgespräche, Vermittlung von Praktika um zu prüfen, ob denn die "Chemie" stimmt. Die Vermittlung dieser Auszubildenden verdrängt keine einheimische Auszubildende, sondern sollen eine Ergänzung sein, wenn Unternehmen bei der Gewinnung von Auszubildenden an Grenzen stoßen, so Hochwind, Bauermeister und Froböse gleichlautend.
Für Unternehmen heißt das aber, sich beeilen zu müssen. Wer für nächstes Jahr über dieses Programm sich noch Auszubildende beschaffen will, muss sein Förderanträge bis zum 31. Oktober 2013 abgegeben haben. Ansonsten muss man bis zu nächsten Jahr warten. Für die Unternehmer heute wurden bereits solche Feedback-Bögen ausgeteilt. Ein Muster gibt es bei kn in der pdf-Datei:
Autor: khhLandrätin Antje Hochwind kündigte mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf eine gemeinsame Initiative, zusammen mit der Agentur für Arbeit, zur Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden im EU-Ausland an.
Kurzfristig kam deshalb der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Karsten Froböse, zu Wort. Er verwies darauf, dass sowohl in Nordthüringen, als auch in ganz Deutschland in den nächsten Jahren viele arbeitenden Menschen in den Ruhestand gehen werden, für die es nicht genug jungen Nachwuchsgeben wird. In Deutschland insgesamt werden 6,5 Millionen Menschen den Arbeitsprozess aus Altersgründen verlassen. Selbst wenn alle Arbeitslosen und in Qualifizierung befindlichen Personen in den Arbeitsprozess gehen würden, könnte man die heutigen Beschäftigungszahlen nicht halten.
Für Nordthüringen, insbesondere den Kyffhäuserkreis betonte er, junge Menschen haben in Nordthüringen wieder eine gute Perspektive. Trotzdem müsse man sich, so Froböse nach neuen Arbeitskräften auch für die Region umschauen. In der Region sind gerade mal ein Prozent ausländische Arbeitskräfte. Es bestehe Potential in ausgewählten Berufen dazu im EU-Ausland Arbeitskräfte zu gewinnen.
Meike Bauermeister, Teamleiterin Arbeitgeberservice, untersetzte das von Froböse gesagte. In der Mangelliste an Facharbeitskräfte genante Berufsgruppe, wie zum Beispiel, technische Kräfte (Metall, Elektro), Gesundheitswesen, Hotelgewerbe und auch Landwirtschaft (Saisonkräfte), könnten über die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung geordert werden.
Gleichzeitig informierte Bauermeister über das Projekt MobiPro. Was ist das? MobiPro - ein EUProjekt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland und als Beitrag gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Sonderprogramm Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa (MobiPro-EU) entwickelt.
Bauermeister bot interessierten Firmen an, sich über das Projekt geeignete Auszubildende zu beschaffen. Für den Anwendung des Projekts müssen pro Fall fünf Auszubildende vermittelt werden.
Wir sind uns darüber klar, so Hochwind das die Zahl Fünf für den Kyffhäuserkreis eine hohe Hürde ist. Es besteht aber die Möglichkeit, so Hochwind, die fünf Auszubildenden auf verschiedene Firmen zu splitten. Zusammen mit der Agentur für Arbeit wird das mit dem Landratsamt organisiert. Die Unternehmen können sich vom Landratsamt beraten lassen.
Das Interessen an Auszubildenden ist hoch, so Hochwind. Aus Unternehmergesprächen hört sie öfter, wir bekommen keine geeigneten Auszubildenden mehr. So meldete auch schon ein Autohaus aus Artern Interesse an ausländischen Auszubildenden an.
Die Vermittlung dieser Auszubildenden aus dem EU-Ausland kann gefördert werden, so Bauermeister. So gibt es geförderte Bewerbungsgespräche, Vermittlung von Praktika um zu prüfen, ob denn die "Chemie" stimmt. Die Vermittlung dieser Auszubildenden verdrängt keine einheimische Auszubildende, sondern sollen eine Ergänzung sein, wenn Unternehmen bei der Gewinnung von Auszubildenden an Grenzen stoßen, so Hochwind, Bauermeister und Froböse gleichlautend.
Für Unternehmen heißt das aber, sich beeilen zu müssen. Wer für nächstes Jahr über dieses Programm sich noch Auszubildende beschaffen will, muss sein Förderanträge bis zum 31. Oktober 2013 abgegeben haben. Ansonsten muss man bis zu nächsten Jahr warten. Für die Unternehmer heute wurden bereits solche Feedback-Bögen ausgeteilt. Ein Muster gibt es bei kn in der pdf-Datei:
Downloads:
- Feedback-Bogen (94 kByte)



