Künftig gemeinsam leiten
Freitag, 27. September 2013, 09:45 Uhr
"Das hier ist ein gelungenes Beispiel für ganz Thüringen", freute sich Birgit Keller. Was die Landrätin hier anspricht, ist ein besonderes Kooperationsprojekt mit dem Kyffhäuserkreis, das auch vom Thüringer Innenministerium unterstützt wird. Denn ab Oktober werden die Leitstellen beider Landkreise zusammenarbeiten...
Mit ihrer Unterschrift unter der Zweckvereinbarung besiegelten gestern die Landrätinnen Antje Hochwind und Birgit Keller die neue gemeinsame Leitstelle. Nach maximal einem Jahr sollen beide Leitstellen komplett fusioniert sein und von Nordhausen aus die Einsätze der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes in beiden Landkreisen alarmieren und koordinieren.
Dann sind die Mitarbeiter für fast 1.800 Quadratkilometer und 170.000 Einwohner zuständig, "von Artern bis Rothesütte und bis Greußen", so Birgit Keller. Es sei ein "gutes Zeichen, dass unsere beiden Landkreise enger zusammenarbeiten", meinte auch ihre Amtskollegin Antje Hochwind.
"Unsere Kreistage haben mit sehr großer Mehrheit zugestimmt - das ist eine gute Grundlage für unser zukünftiges Handeln." Um möglichen Ängsten und Sorgen entgegenzuwirken, werde man nun beispielsweise den Feuerwehren im Kyffhäuserkreis anbieten, die Leitstelle in Nordhausen kennen zu lernen, um die "wichtigen ehrenamtlichen Kräfte mitzunehmen", so Hochwind.
Interkommunale Zusammenarbeit sei angesichts klammer Kassen ein wesentliches Element auf dem Wege der Haushaltskonsolidierung, so Birgit Keller. Wir müssen unsere Zusammenarbeit hier in Nordthüringen so weit wie möglich optimieren und dafür über die jeweiligen Landkreisgrenzen hinaus denken." Insgesamt werden die beiden Landkreise durch die gemeinsame Leitstelle ab 2015 jährlich rund 200.000 Euro einsparen. Außerdem wird es durch die Mitarbeiter beider Landkreise nun einfacher, rund um die Uhr die Leitstelle mit dem gesetzlich geforderten Personal - einem Rettungsassistenten und einem Feuerwehrmann mit der vorgeschriebenen Qualifikation - zu besetzen.
Die moderne Technik ermöglicht es, ohne Zeitverlust, der vielleicht befürchtet wird, die Einsätze in beiden Landkreisen von Nordhausen aus zu koordinieren, so Birgit Keller. Die erforderlichen Investitionen dafür werden voraussichtlich bei rund 225.000 Euro liegen, beispielsweise um den Kyffhäuserkreis technisch anzuschließen. Dafür haben die Landkreise eine Förderung beim Innenministerium über 75.000 Euro beantragt. Ein Teil der Investitionen wäre auch unabhängig von einer Zusammenlegung der Leitstellen in nächster Zeit notwendig geworden. Dadurch ergibt sich ein weiteres Einsparpotential, denn diese Maßnahmen werden nun nur noch an einem Standort erforderlich.
Bereits 2010 haben der Kyffhäuserkreis und der Landkreis Nordhausen eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, um die Zusammenarbeit beider Kreisverwaltungen weiter voranzubringen. Start war die gemeinsame Untere Fischereibehörde. Seit 2011 haben beide Landkreise die Fusion der Leitstellen vorbereitet, die nun in die konkrete Umsetzung startet.
Autor: redMit ihrer Unterschrift unter der Zweckvereinbarung besiegelten gestern die Landrätinnen Antje Hochwind und Birgit Keller die neue gemeinsame Leitstelle. Nach maximal einem Jahr sollen beide Leitstellen komplett fusioniert sein und von Nordhausen aus die Einsätze der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes in beiden Landkreisen alarmieren und koordinieren.
Dann sind die Mitarbeiter für fast 1.800 Quadratkilometer und 170.000 Einwohner zuständig, "von Artern bis Rothesütte und bis Greußen", so Birgit Keller. Es sei ein "gutes Zeichen, dass unsere beiden Landkreise enger zusammenarbeiten", meinte auch ihre Amtskollegin Antje Hochwind.
"Unsere Kreistage haben mit sehr großer Mehrheit zugestimmt - das ist eine gute Grundlage für unser zukünftiges Handeln." Um möglichen Ängsten und Sorgen entgegenzuwirken, werde man nun beispielsweise den Feuerwehren im Kyffhäuserkreis anbieten, die Leitstelle in Nordhausen kennen zu lernen, um die "wichtigen ehrenamtlichen Kräfte mitzunehmen", so Hochwind.
Interkommunale Zusammenarbeit sei angesichts klammer Kassen ein wesentliches Element auf dem Wege der Haushaltskonsolidierung, so Birgit Keller. Wir müssen unsere Zusammenarbeit hier in Nordthüringen so weit wie möglich optimieren und dafür über die jeweiligen Landkreisgrenzen hinaus denken." Insgesamt werden die beiden Landkreise durch die gemeinsame Leitstelle ab 2015 jährlich rund 200.000 Euro einsparen. Außerdem wird es durch die Mitarbeiter beider Landkreise nun einfacher, rund um die Uhr die Leitstelle mit dem gesetzlich geforderten Personal - einem Rettungsassistenten und einem Feuerwehrmann mit der vorgeschriebenen Qualifikation - zu besetzen.
Die moderne Technik ermöglicht es, ohne Zeitverlust, der vielleicht befürchtet wird, die Einsätze in beiden Landkreisen von Nordhausen aus zu koordinieren, so Birgit Keller. Die erforderlichen Investitionen dafür werden voraussichtlich bei rund 225.000 Euro liegen, beispielsweise um den Kyffhäuserkreis technisch anzuschließen. Dafür haben die Landkreise eine Förderung beim Innenministerium über 75.000 Euro beantragt. Ein Teil der Investitionen wäre auch unabhängig von einer Zusammenlegung der Leitstellen in nächster Zeit notwendig geworden. Dadurch ergibt sich ein weiteres Einsparpotential, denn diese Maßnahmen werden nun nur noch an einem Standort erforderlich.
Bereits 2010 haben der Kyffhäuserkreis und der Landkreis Nordhausen eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, um die Zusammenarbeit beider Kreisverwaltungen weiter voranzubringen. Start war die gemeinsame Untere Fischereibehörde. Seit 2011 haben beide Landkreise die Fusion der Leitstellen vorbereitet, die nun in die konkrete Umsetzung startet.

