Trüber und nasser September
Freitag, 27. September 2013, 18:56 Uhr
Deutschland erlebte 2013 einen auch mal spätsommerlich schönen, meist aber zu kühlen und nassen September mit wenig Sonnenschein. Zwar brachte Hoch Hannah zu Beginn eine kurze, intensive Hitzeperiode - Tief Nandor leitete dann aber mit einem markanten Temperatursturz abrupt den Herbst ein...
Danach dominierte zwei Wochen eine kühle und unbeständige Nordwestlage. In der letzten Dekade des Monats sorgten Hochdruckgebiete für teils sonniges, aber oft auch neblig-trübes Wetter. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Temperatur war mit 13,5 Grad Celsius recht durchschnittlich Der September war in Deutschland mit 13,5 Grad Celsius durchschnittlich 0,2 Grad wärmer als nach der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 und traf genau den Klimawert der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010. Deutschland befand sich anfangs im Bereich sehr warmer Mittelmeerluft, die im Westen nochmals zu hochsommerlichen Temperaturen führte. An zahlreichen Stationen des DWD wurden dabei sogar bisherige Spitzenwerte für den September überboten.
So übertraf Geilenkirchen, nördlich von Aachen, am 5. mit 34,0°C den alten Rekord vom 5.9.1973 um 2,0 Grad und war der bundesweit wärmste Ort des Monats. Tief Nandor über den Britischen Inseln verursachte mit seinen Ausläufern am 7. einen markanten Temperartursturz. Damit begann eine zweiwöchige, herbstlich kühle Witterungsphase. Im letzten Drittel herrschte dann Hochdruckeinfluss mit im Norden auch recht frischen Nächten.
Soll von 61 l/m² um 34 Prozent. Nach Abzug des Hochs Hannah nistete sich Tief Nandor über Deutschland ein, an dessen Rand Teiltiefs entgegen dem Uhrzeigersinn zirkulierten. In Borken, östlich von Bocholt, fielen vom Morgen des 8. bis zum Morgen des 10. rund 68 l/m². In Mühlheim an der Donau hinterließ ein heftiges Gewitter am Abend des 7. eine Hageldecke bis zu 10 cm Höhe. Nachfolgend setzte sich eine Nordwestströmung mit rasch aufeinander folgenden Frontensystemen durch, die besonders den Staulagen der Alpen und Mittelgebirge große Regenmengen brachten.
Dabei fielen am 18. in Marktschellenberg im Berchtesgadener Land 82,2 l/m². Hier und im Allgäu entstanden Monatsummen von örtlich mehr als 290 l/m². Am trockensten blieb ein Streifen ganz im Osten von Rügen bis hinunter zur Oberlausitz mit teils weniger als 25 l/m² im Mittel.
Autor: redDanach dominierte zwei Wochen eine kühle und unbeständige Nordwestlage. In der letzten Dekade des Monats sorgten Hochdruckgebiete für teils sonniges, aber oft auch neblig-trübes Wetter. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Temperatur war mit 13,5 Grad Celsius recht durchschnittlich Der September war in Deutschland mit 13,5 Grad Celsius durchschnittlich 0,2 Grad wärmer als nach der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 und traf genau den Klimawert der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010. Deutschland befand sich anfangs im Bereich sehr warmer Mittelmeerluft, die im Westen nochmals zu hochsommerlichen Temperaturen führte. An zahlreichen Stationen des DWD wurden dabei sogar bisherige Spitzenwerte für den September überboten.
So übertraf Geilenkirchen, nördlich von Aachen, am 5. mit 34,0°C den alten Rekord vom 5.9.1973 um 2,0 Grad und war der bundesweit wärmste Ort des Monats. Tief Nandor über den Britischen Inseln verursachte mit seinen Ausläufern am 7. einen markanten Temperartursturz. Damit begann eine zweiwöchige, herbstlich kühle Witterungsphase. Im letzten Drittel herrschte dann Hochdruckeinfluss mit im Norden auch recht frischen Nächten.
Deutlich zu nass
Mit 82 Litern pro Quadratmeter (l/m²) übertraf der September seinSoll von 61 l/m² um 34 Prozent. Nach Abzug des Hochs Hannah nistete sich Tief Nandor über Deutschland ein, an dessen Rand Teiltiefs entgegen dem Uhrzeigersinn zirkulierten. In Borken, östlich von Bocholt, fielen vom Morgen des 8. bis zum Morgen des 10. rund 68 l/m². In Mühlheim an der Donau hinterließ ein heftiges Gewitter am Abend des 7. eine Hageldecke bis zu 10 cm Höhe. Nachfolgend setzte sich eine Nordwestströmung mit rasch aufeinander folgenden Frontensystemen durch, die besonders den Staulagen der Alpen und Mittelgebirge große Regenmengen brachten.
Dabei fielen am 18. in Marktschellenberg im Berchtesgadener Land 82,2 l/m². Hier und im Allgäu entstanden Monatsummen von örtlich mehr als 290 l/m². Am trockensten blieb ein Streifen ganz im Osten von Rügen bis hinunter zur Oberlausitz mit teils weniger als 25 l/m² im Mittel.
