Bürgerforum zum Pumpspeicherwerk (2)
Mittwoch, 16. Oktober 2013, 10:58 Uhr
Gestern fand das Bürgerforum zum möglichen Pumpspeicherwerk Hainleite (PSW) staatt. Hier Teil zwei der Berichterstattung...
Was bereits gestern gesagt () wurde, soll hier nochmals ausdrücklich betont werden:
Hier geht es um eine Projektidee, die von einem der großen Baukonzerne dieser Republik geäußert wurde und am 2. Oktober erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Auch die weiteren Redner der Fa. Hochtief als auch der Vertreter des Thüringen Wirtschaftsministeriums bekräftigten, es ist noch nichts entschieden, ob wirklich überhaupt gebaut wird.
Im Präsidium des Bürgerforums hatten Platz genommen:Von der Stadt Sondershausen der Bürgermeiter Joachim Kreyer, Detlef Berger (Projektverantwortlicher bei Hochtief) , Peter Rene Jamin (Geschäftsführer Pumpspeicherwerk (PSW) Hainleite), Landrätin Antje Hochwind (SPD), Wilfried Regenhardt (Thüringer Wirtschaftsministerium), Dr. Andreas Räuber (Leiter Wirtschaftsförderung Kyffhhäuserkreis) und Dr. Reinhardt Scholland (Th. Landesentwicklungsgesellschaft.
Die Projektidee: Das PSW Hainleite soll im Bereich Straußberg (Oberbecken) / Großfurra (Unterbecken) entstehen.
Sowohl Landrätin Antje Hochwind, als auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer machten kein Hehl draus, wir werden einen möglichen Bau des Pumpspeicherwerks unterstützen. Das sei wegen der Netzsicherheit und und auch wegen der zu erwartenden Steuereinnahmen ein ganz wichtiger Aspekt
Im Verlaufe der Diskussion am gestrigen Abend war im Publikum recht deutlich zu merken, so überzeugt ist man nicht, dass der Bau eines Pumpspeicherwerkes sinnvoll ist. Hier hat die Energiewirtschaft wohl generell noch die Aufgabe, für mehr Klarheit zu sorgen, wie das mit der Netzstabilität zu laufen hat. So lange es hier kein Verständnis gibt, braucht man auch nicht zu erwarten, dass die betroffenen Bürger Verständnis für so ein Großprojekt bringen.
Und den vielen Fragen konnte man entnehmen, den Bürgern ist das Ganze nicht geheuer. Gleiche mehrere Fragen rankten sich allein um das Thema Straßen. Bei so einem Großprojekt mit fast einer halben Milliarde Euro werden Materialtransporte im großen Stil notwendig sein. Man fürchtet einfach über den Zustand der Straßen sowohl in der Bauphase, als auch danach.
Hier wurde seitens Hochtief dagegen gehalten, man werde die Straßen in einem ordentlichen Zustand übergeben. Wenn erforderlich werde man sogar extra Baustraßen anlegen, um die normalen Straßen zu entlasten.
Ein weiterer großer Fragenkreis war das Thema Sicherheit, sowohl von der Standfestigkeit als auch von den Dämmen her. Detlef Berger von Hochtief verwies darauf, dass es seit rund 100 Jahren Pumpspeicherwerke in der Welt gibt, und bisher noch kein Dammbruch bekannt wurde. "Wir werden die beide Becken sicher gegen Erdbeben und auch gegen Hochwasser bauen. Wobei man beim Hochwasser darauf verweisen kann, dass beide Becken außerhalb der Hochwassergefährungszonen liegen werden."
Zum Thema Untergrund und mögliche Bergschäden sagte man bei Hochtief: "Hier können wir noch keine Aussagen machen. Wir haben erst den Weg in die Öffentlichkeit gewagt, ehe wir Untersuchungen starten, ob die Geologie der Umgebung überhaupt diesen Bau zulässt. Es hätte eine heftige Reaktion gegeben, wenn bekannt geworden wäre, hier werden von Firmen plötzlich in großem Stil Boden- und Untergrunduntersuchungen gestartet." Natürlich, so auch beide Vertreter von Hochtief, wird es umfangreiche Gespräche mit den Bergwerksbetreibern geben.
Erst wenn das gelaufen ist, wird ergründet, ob der Untergrund überhaupt den Bau des Pumpspeicherwerks erlauben wird. Und wenn das nicht der Fall ist, dann war es das mit dem PSW, die eindeutige Aussage. Bürger hatten auf bereits bestehende Absenkungen verwiesen und viel Beifall erhalten.
Da die geologischen Untersuchungen noch nicht durch sind, kann auch mit Sicherheit noch nicht gesagt werden, wo sich die beiden Becken wirklich befinden werden. Erst dann sind überhaupt Gespräche mit den Bodeneigentümer möglich, die natürlich, dass zeigten Fragen, um den Wert ihrer Grundstücke (und sogar Immobilien) bangen.
In einem Punkt muss man dem potentiellen Bauherrn zustimmen: bei einem Projekt von einer halben Milliarde Euro wird wohl kein Unternehmen Geld in ein Projekt stecken, das ausschließlich privat finanziert ist, und selbst nach in Inbetriebnahme sicher 15 bis 20 Jahre brauchen wird, ehe es sich amortisiert, um es zuvor auf unsicherem Baugrund zu bauen. Ein Dammbruch oder ein Absacken der Becken wäre mit Sicherheit mehr als nur ein Image-Problem, für so einen Welt-Konzern.
Viele Fragen drehten sich auch um die Probleme Lärm und Staub. Hier kam die Zusicherung, man werde das durch technische Maßnahmen die Staubbelastung auf ein Minimum senken. Lärm intensive Bautätigkeit wird nicht in den Nachtstunden erfolgen. Angst vor Lärm während des Kraftwerksbetrieb muss man nicht haben, wurde klar betont. Hochtief bot sogar Exkursionen an, um bisherige Pumpspeicherwerke (zum Beispiel Goldisthal) zu besuchen, um sich vor Ort zu informieren.
Von Bürgern wurde auch befürchtet, dass es wegen der stehenden Gewässer zu Geruchsbelästigungen kommen würde. Solche Gefahren würden verneint, weil es bereits Pumpspeicherwerke gibt, die auch mit zwei Becken betrieben werden, ohne dass sie Verbindung zu einem Fließgewässer haben.
Zum Thema Umwelt und Tourismus geht es in Teil drei der Berichterstattung.
BÜRGERFORUM ZUM PUMPSPEICHERWERK (1)
Autor: khhWas bereits gestern gesagt () wurde, soll hier nochmals ausdrücklich betont werden:
Hier geht es um eine Projektidee, die von einem der großen Baukonzerne dieser Republik geäußert wurde und am 2. Oktober erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Auch die weiteren Redner der Fa. Hochtief als auch der Vertreter des Thüringen Wirtschaftsministeriums bekräftigten, es ist noch nichts entschieden, ob wirklich überhaupt gebaut wird.
Im Präsidium des Bürgerforums hatten Platz genommen:Von der Stadt Sondershausen der Bürgermeiter Joachim Kreyer, Detlef Berger (Projektverantwortlicher bei Hochtief) , Peter Rene Jamin (Geschäftsführer Pumpspeicherwerk (PSW) Hainleite), Landrätin Antje Hochwind (SPD), Wilfried Regenhardt (Thüringer Wirtschaftsministerium), Dr. Andreas Räuber (Leiter Wirtschaftsförderung Kyffhhäuserkreis) und Dr. Reinhardt Scholland (Th. Landesentwicklungsgesellschaft.
Die Projektidee: Das PSW Hainleite soll im Bereich Straußberg (Oberbecken) / Großfurra (Unterbecken) entstehen.
Sowohl Landrätin Antje Hochwind, als auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer machten kein Hehl draus, wir werden einen möglichen Bau des Pumpspeicherwerks unterstützen. Das sei wegen der Netzsicherheit und und auch wegen der zu erwartenden Steuereinnahmen ein ganz wichtiger Aspekt
Im Verlaufe der Diskussion am gestrigen Abend war im Publikum recht deutlich zu merken, so überzeugt ist man nicht, dass der Bau eines Pumpspeicherwerkes sinnvoll ist. Hier hat die Energiewirtschaft wohl generell noch die Aufgabe, für mehr Klarheit zu sorgen, wie das mit der Netzstabilität zu laufen hat. So lange es hier kein Verständnis gibt, braucht man auch nicht zu erwarten, dass die betroffenen Bürger Verständnis für so ein Großprojekt bringen.
Und den vielen Fragen konnte man entnehmen, den Bürgern ist das Ganze nicht geheuer. Gleiche mehrere Fragen rankten sich allein um das Thema Straßen. Bei so einem Großprojekt mit fast einer halben Milliarde Euro werden Materialtransporte im großen Stil notwendig sein. Man fürchtet einfach über den Zustand der Straßen sowohl in der Bauphase, als auch danach.
Hier wurde seitens Hochtief dagegen gehalten, man werde die Straßen in einem ordentlichen Zustand übergeben. Wenn erforderlich werde man sogar extra Baustraßen anlegen, um die normalen Straßen zu entlasten.
Ein weiterer großer Fragenkreis war das Thema Sicherheit, sowohl von der Standfestigkeit als auch von den Dämmen her. Detlef Berger von Hochtief verwies darauf, dass es seit rund 100 Jahren Pumpspeicherwerke in der Welt gibt, und bisher noch kein Dammbruch bekannt wurde. "Wir werden die beide Becken sicher gegen Erdbeben und auch gegen Hochwasser bauen. Wobei man beim Hochwasser darauf verweisen kann, dass beide Becken außerhalb der Hochwassergefährungszonen liegen werden."
Zum Thema Untergrund und mögliche Bergschäden sagte man bei Hochtief: "Hier können wir noch keine Aussagen machen. Wir haben erst den Weg in die Öffentlichkeit gewagt, ehe wir Untersuchungen starten, ob die Geologie der Umgebung überhaupt diesen Bau zulässt. Es hätte eine heftige Reaktion gegeben, wenn bekannt geworden wäre, hier werden von Firmen plötzlich in großem Stil Boden- und Untergrunduntersuchungen gestartet." Natürlich, so auch beide Vertreter von Hochtief, wird es umfangreiche Gespräche mit den Bergwerksbetreibern geben.
Erst wenn das gelaufen ist, wird ergründet, ob der Untergrund überhaupt den Bau des Pumpspeicherwerks erlauben wird. Und wenn das nicht der Fall ist, dann war es das mit dem PSW, die eindeutige Aussage. Bürger hatten auf bereits bestehende Absenkungen verwiesen und viel Beifall erhalten.
Da die geologischen Untersuchungen noch nicht durch sind, kann auch mit Sicherheit noch nicht gesagt werden, wo sich die beiden Becken wirklich befinden werden. Erst dann sind überhaupt Gespräche mit den Bodeneigentümer möglich, die natürlich, dass zeigten Fragen, um den Wert ihrer Grundstücke (und sogar Immobilien) bangen.
In einem Punkt muss man dem potentiellen Bauherrn zustimmen: bei einem Projekt von einer halben Milliarde Euro wird wohl kein Unternehmen Geld in ein Projekt stecken, das ausschließlich privat finanziert ist, und selbst nach in Inbetriebnahme sicher 15 bis 20 Jahre brauchen wird, ehe es sich amortisiert, um es zuvor auf unsicherem Baugrund zu bauen. Ein Dammbruch oder ein Absacken der Becken wäre mit Sicherheit mehr als nur ein Image-Problem, für so einen Welt-Konzern.
Viele Fragen drehten sich auch um die Probleme Lärm und Staub. Hier kam die Zusicherung, man werde das durch technische Maßnahmen die Staubbelastung auf ein Minimum senken. Lärm intensive Bautätigkeit wird nicht in den Nachtstunden erfolgen. Angst vor Lärm während des Kraftwerksbetrieb muss man nicht haben, wurde klar betont. Hochtief bot sogar Exkursionen an, um bisherige Pumpspeicherwerke (zum Beispiel Goldisthal) zu besuchen, um sich vor Ort zu informieren.
Von Bürgern wurde auch befürchtet, dass es wegen der stehenden Gewässer zu Geruchsbelästigungen kommen würde. Solche Gefahren würden verneint, weil es bereits Pumpspeicherwerke gibt, die auch mit zwei Becken betrieben werden, ohne dass sie Verbindung zu einem Fließgewässer haben.
Zum Thema Umwelt und Tourismus geht es in Teil drei der Berichterstattung.
BÜRGERFORUM ZUM PUMPSPEICHERWERK (1)
