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Bildungsmonitoring

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 11:58 Uhr
Kommunale Bildungsdatenbank vereinfacht Arbeit des Bildungsmonitorings, so eine Info die kn zum Thema Bildungsmonitoring erreichte.

Seit dem 18.06.2013 ist die Kommunale Bildungsdatenbank online. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen auf dieser Website für alle Landkreise und kreisfreien Städte kostenfrei jährlich aktualisierte Daten aus dem Bildungsbereich zur Verfügung.

Nicht nur auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte sondern auch auf der Ebene der Bundesländer und Gesamtdeutschland können Daten der Kinder- und Jugendhilfestatistik, der Schulstatistik, der Berufsbildungsstatistik und der Hochschulstatistik abgerufen werden. Zudem stehen zahlreiche Daten zur Verfügung, die die Rahmenbedingungen von Bildung näher beschreiben
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Mit diesem Angebot wurden die Barrieren zur Erstellung eines Bildungsmonitoring auf kommunaler Ebene, wie im Kyffhäuserkreis, erheblich gesenkt. Unter Bildungsmonitoring wird das umfassende und systematische Sammeln sowie Interpretieren und Bewerten von Daten und Informationen aus dem Bildungsbereich verstanden. Ziel ist es, auf Grundlage der erhobenen Daten Entwicklungen im Bildungsbereich zu erkennen und notwendige Maßnahmen in den entsprechenden Planungen zu verankern bzw. umzusetzen.

Ein Standardprodukt des Bildungsmonitoring ist der Bildungsbericht. Dieser wird auf nationaler Ebene bereits seit mehreren Jahren angefertigt und erlaubt einen Vergleich der Bundesländer. Allerdings werden bildungspolitische Entscheidungen nicht nur auf der Ebene der Bundesländer getroffen, sondern eine Vielzahl an bildungsbezogenen Aufgaben fällt in die Zuständigkeit der Landkreise und kreisfreien Städte. Aus diesem Grund ist Bildungsmonitoring auch für Kommunen interessant.

Der Kyffhäuserkreis analysierte in seinem Ersten Bildungsbericht 2011 neben den Rahmenbedingungen für Bildung, die Gestaltung und Entwicklung der frühkindlichen Bildung sowie der schulischen und beruflichen Bildung. Der Erwerb von Bildung ist mit dem erfolgreichen Berufsabschluss nicht beendet, sondern setzt sich im gesamten Lebenslauf fort. Auch außerhalb von schulischen Institutionen wird durch die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben Bildung erworben. Deshalb hat sich der Kyffhäuserkreis zudem dem Bereich der non-formalen Bildung gewidmet.

Damit war der Kreis einer der ersten im ländlichen Raum, der sich diesem Thema annahm. In verschiedenen Veranstaltungen und Veröffentlichungen des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) wurde der Erste Bildungsbericht des Kyffhäuserkreises aus diesem Grund als ein gutes Beispiel für Bildungsberichterstattung im ländlichen Raum vorgestellt.

Der Zweite Bildungsbericht des Kyffhäuserkreises wird im Frühjahr 2014 erscheinen. In diesem Bericht wird die Untersuchung der formalen und non-formalen Bildungsbereiche fortgesetzt und um weitere Kennzahlen ergänzt. Neben hauseigenen Zahlen der untersuchten Bildungsinstitutionen und Bildungsträgern werden zudem Daten der Kommunalen Bildungsdatenbank ausgewertet.
Mit dem Freischalten der Kommunalen Bildungsdatenbank wird die Arbeit des Bildungsmonitoring für alle Kommunen erleichtert. Als Orientierung dient der „Anwendungsleitfaden zum Aufbau eines kommunalen Bildungsmonitorings“ , der auf der Website heruntergeladen werden kann.

Dunja Gallus
Autor: khh

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