Bürgerforum zum Pumpspeicherwerk (3)
Mittwoch, 16. Oktober 2013, 19:47 Uhr
Gestern fand das Bürgerforum zum möglichen Pumpspeicherwerk Hainleite (PSW) statt. Hier Teil drei der Berichterstattung...
Was bereits gestern gesagt () wurde und soll hier nochmals ausdrücklich betont werden:
Hier geht es um eine Projektidee, welche von einem der großen Baukonzerne dieser Republik geäußert wurde und am 2. Oktober erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Auch die weiteren Redner der Fa. Hochtief als auch der Vertreter des Thüringen Wirtschaftsministeriums bekräftigten, es ist noch nichts entschieden, ob wirklich überhaupt gebaut wird.
Wilfried Regenhardt vom Thüringer Wirtschaftsministerium forderte die Bürger auf, aktiv bei dem Projekt mit zu arbeiten:
Viele Fragen der Bürger rankten sich auch um das Thema Umweltschutz. Da wurde befürchtet, dass es Übertritte aus den Becken in die Natur geben könnte. Hier wurde von den Betreibern klar gesagt, die Becken werden abgedichtete gebaut. Auf der Kalihalde das Oberbecken zu bauen wurde von den Vertretern von Hochtief verneint. Das könnte zu Stabilitätsproblemen führen.
Bürger machten darauf aufmerksam, dass es in dem bevorzugt betrachteten Gebiet zwischen Straußberg und Immenrode zwei wichtige Feuchtgebiete gäbe. Hier sicherte man zu, dass das Ganze geprüft werde. Sollte es Raumprobleme geben, so wurde zu gesagt, dass das Feuchtgebiet samt Tieren umgesetzt werde. Hier ergänzte Bürgermeister Kreyer, im angrenzenden Gewerbegebiet über dem Berg bei Nordhausen sei eine ganze Kolonie Tiere eingefangen und umgesetzt worden. Wir nehmen den Umweltschutz ernst versicherte man.
Behutsam soll auch mit der Frage des Wasser aus der Wipper umgegangen werden. Hier wurde von einem Bürger darauf hingewiesen, wenn eine Staustufe für die Gewinnung des Wasser gebaut werden würde, könnte es zu Vernichtung vieler Brutplätze kommen.
Gefordert wurde von den Bürgern, dass die Ausgleichsmaßnahmen für den Verlust großer Ackerflächen regionsnah umgesetzt werden solle. Von den Vertretern von Hochtief konnten zu diesem frühen Zeitpunkt dazu noch keine genauen Angaben gemacht werden. Man stellte aber in Aussicht, das geprüft werden, dass entlang der Wipper der Hochwasserschutz ausgebaut wird. Das sei so eine Gebiet, wo der Freistaat bisher keine Mittel dafür habe.
Zwar wurde betont, dass solche Becken von Pumpspeicherwerken immer wieder touristische Ausflugsziele seien, aber hier muss man wohl erst mal abwarten, wie sich das Ganze wirklich entwickeln wird. Zumindest ist vorgesehen, dass rund um die Becken asphaltierte Wander- und Radwege führen werden.
Ein Zahn wurde aber klar gezogen, denn ein Wassersportrevier werden die Becken nicht. Durch das oft stärke Absinken des Wasserspiegels beim Fahren von Volllast sei die Gefahr viel zu groß, dass Boote kentern können und noch viel problematischer Schwimmer in Gefahr kommen. Diese touristische Nutzung wird es auf keinen Fall geben, so die möglichen Erbauer.
Da so eine touristische Nutzung kein Selbstläufer ist, sollte Stadt und Landkreis, falls das Pumpspeicherwerk Wirklich gebaut wird, sich rechtzeitig ein schlüssiges touristische Konzept erarbeitet.
Auch ein "anderer Zahn wurde gezogen". Auf die Frage, ob Hochtief im Gegenzug in andere Infrastruktur investieren werde, so als Genehmigungsleistung für den zugelassenen Bau, wurde abgewunken. "Wir dürfen Bauen und dafür tünchen werden die Schule XY wird es nicht geben. Aber wenn die Millionen Euro aus den Steuereinnahmen fließen, dann kann man auch das Tünchen bezahlen, hieß es bei Hochtief.
Detlef Berger, Projektverantwortlicher bei Hochtief, forderte die Bürger auf, aktiv bei dem Projekt mit zu arbeiten und gab auch die entsprechenden Kontaktadressen bekannt (www.psw-hainleite.de)
BÜRGERFORUM ZUM PUMPSPEICHERWERK (1)
BÜRGERFORUM ZUM PUMPSPEICHERWERK (2)
Autor: khhWas bereits gestern gesagt () wurde und soll hier nochmals ausdrücklich betont werden:
Hier geht es um eine Projektidee, welche von einem der großen Baukonzerne dieser Republik geäußert wurde und am 2. Oktober erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Auch die weiteren Redner der Fa. Hochtief als auch der Vertreter des Thüringen Wirtschaftsministeriums bekräftigten, es ist noch nichts entschieden, ob wirklich überhaupt gebaut wird.
Wilfried Regenhardt vom Thüringer Wirtschaftsministerium forderte die Bürger auf, aktiv bei dem Projekt mit zu arbeiten:
Viele Fragen der Bürger rankten sich auch um das Thema Umweltschutz. Da wurde befürchtet, dass es Übertritte aus den Becken in die Natur geben könnte. Hier wurde von den Betreibern klar gesagt, die Becken werden abgedichtete gebaut. Auf der Kalihalde das Oberbecken zu bauen wurde von den Vertretern von Hochtief verneint. Das könnte zu Stabilitätsproblemen führen.
Bürger machten darauf aufmerksam, dass es in dem bevorzugt betrachteten Gebiet zwischen Straußberg und Immenrode zwei wichtige Feuchtgebiete gäbe. Hier sicherte man zu, dass das Ganze geprüft werde. Sollte es Raumprobleme geben, so wurde zu gesagt, dass das Feuchtgebiet samt Tieren umgesetzt werde. Hier ergänzte Bürgermeister Kreyer, im angrenzenden Gewerbegebiet über dem Berg bei Nordhausen sei eine ganze Kolonie Tiere eingefangen und umgesetzt worden. Wir nehmen den Umweltschutz ernst versicherte man.
Behutsam soll auch mit der Frage des Wasser aus der Wipper umgegangen werden. Hier wurde von einem Bürger darauf hingewiesen, wenn eine Staustufe für die Gewinnung des Wasser gebaut werden würde, könnte es zu Vernichtung vieler Brutplätze kommen.
Gefordert wurde von den Bürgern, dass die Ausgleichsmaßnahmen für den Verlust großer Ackerflächen regionsnah umgesetzt werden solle. Von den Vertretern von Hochtief konnten zu diesem frühen Zeitpunkt dazu noch keine genauen Angaben gemacht werden. Man stellte aber in Aussicht, das geprüft werden, dass entlang der Wipper der Hochwasserschutz ausgebaut wird. Das sei so eine Gebiet, wo der Freistaat bisher keine Mittel dafür habe.
Zwar wurde betont, dass solche Becken von Pumpspeicherwerken immer wieder touristische Ausflugsziele seien, aber hier muss man wohl erst mal abwarten, wie sich das Ganze wirklich entwickeln wird. Zumindest ist vorgesehen, dass rund um die Becken asphaltierte Wander- und Radwege führen werden.
Ein Zahn wurde aber klar gezogen, denn ein Wassersportrevier werden die Becken nicht. Durch das oft stärke Absinken des Wasserspiegels beim Fahren von Volllast sei die Gefahr viel zu groß, dass Boote kentern können und noch viel problematischer Schwimmer in Gefahr kommen. Diese touristische Nutzung wird es auf keinen Fall geben, so die möglichen Erbauer.
Da so eine touristische Nutzung kein Selbstläufer ist, sollte Stadt und Landkreis, falls das Pumpspeicherwerk Wirklich gebaut wird, sich rechtzeitig ein schlüssiges touristische Konzept erarbeitet.
Auch ein "anderer Zahn wurde gezogen". Auf die Frage, ob Hochtief im Gegenzug in andere Infrastruktur investieren werde, so als Genehmigungsleistung für den zugelassenen Bau, wurde abgewunken. "Wir dürfen Bauen und dafür tünchen werden die Schule XY wird es nicht geben. Aber wenn die Millionen Euro aus den Steuereinnahmen fließen, dann kann man auch das Tünchen bezahlen, hieß es bei Hochtief.
Detlef Berger, Projektverantwortlicher bei Hochtief, forderte die Bürger auf, aktiv bei dem Projekt mit zu arbeiten und gab auch die entsprechenden Kontaktadressen bekannt (www.psw-hainleite.de)
BÜRGERFORUM ZUM PUMPSPEICHERWERK (1)
BÜRGERFORUM ZUM PUMPSPEICHERWERK (2)
