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Anlegen eines Therapiegartens

Samstag, 26. Oktober 2013, 18:36 Uhr
Anlegen eines Therapiegartens
Das Sozialpsychiatrische Zentrum – SPZ – Stift Sondershausen will die die Aktivitäten der ihr anvertrauten Menschen mit einem Therapiegarten interessanter gestalten. Mit dem Rotary-Club Sondershausen hat man einen starken Partner gefunden.

Ausgangspunkt des Ganzen ist, der Novalis Diakonieverein e.V. hat sich im Rahmen seines diakonischen Auftrages im Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) in Sondershausen zur Aufgabe gemacht, für den Kyffhäuserkreis ein umfassendes und jeder Zeit den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht werdendes Angebot für Menschen mit einer psychischen Erkrankung bzw. seelischen Behinderung zu machen.

Besonders bei den Hilfen zur Alltagsbewältigung und Alltagsgestaltung sind wir immer wieder auf der Suche nach geeigneten Möglichkeiten, welche sowohl den Interessen der uns anvertrauten Menschen entsprechen und gleichzeitig auch die Gemeinschaft und die persönliche Aktivierung fördern sollte, die Leiterin der Einrichtung Bianca Krumrey gegenüber kn. Mit verschiedensten Angeboten, die sich auch an den Interessen orientieren, sollen Schwierigkeiten durch Isolierung positiv entgegengewirkt werden. Eine Möglichkeit ist die Beschäftigung in einem Garten.

Seit 2012 steht dem ein gepachtetes Gartengrundstück in der Gartensparte „Fasanerie“ zur Verfügung, weil man am Stift selbst nicht genügend Fläche für einen Garten hat. Mit diesem Garten soll es möglich werden, eine Vielzahl von Beschäftigungsangeboten für behinderte Menschen zur Verfügung zu stellen.

Mit dem Bestellen, Anpflanzen und Erntearbeiten soll nicht nur Beschäftigung geschaffen werden sondern man will auch bei der Verarbeitung der eigenen Produkte Anreize schaffen.

Therapiegarten (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Therapiegarten (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Problem nur, der Garten lag im Vorfeld viele Jahre „brach“, zuvor wurde er von einer älteren Dame – so gut es ihr möglich war – bewirtschaftet. Die Gartenwege sind sehr veraltet und Menschen mit einer Geheinschränkung kaum zu bewältigen. Hilfe kommt jetzt durch den Rotary-Club Sondershausen.

Bereits letzte Woche und auch an diesem Samstag waren zahlreiche Mitglieder bei einem Arbeitseinsatz aktiv. Ziel, so Volker Bressem im Gespräch mit kn, die Gartenwege nicht nur zu erneuern sondern behindertengerecht auszubauen. Auch das Gartenhaus soll erneuert und ein Hochbeet soll errichtet werden.

Aber auch dieses Wochenende wird noch nicht Schluss mit den Arbeiten sein. An weiteren Samstagen in diesem Jahr wird man im Einsatz sein und das auch im nächsten Jahr fortsetzen, so Volker Bressem, der für das Gespräch kurz seine Arbeit unterbrach.

Heute hatte man sogar "schwere" Unterstützung. Die Firma Lackiertechnik König aus Berka half unentgeltlich als Sachspende mit einem Bagger aus, um die Arbeiten besser ausführen zu können. Das gesamte Projekt wird einen Umfang von rund 12.000 Euro haben. Neben den rund 4.000 Euro an eigenen Arbeitsleistungen, wird das Geld durch den Rotary-Club aufgebracht unterstützt von zusätzlichen Spenden der eigenen Mitglieder.

Und zahlreiche Mitglieder konnte heute kn bei den Arbeiten erkennen, so Daniel Poeßel, Volker Bressem, Christian Wamser, Dr.med. Harald Strauch, Dr. Holger Thoma, Ekkehard Timaeus, Eckhard Wehmeier, Kevin Helbing und Karl-Heinz Langhorst. Auch Bewohner des Stift halfen bereits in ihrem Garten mit.

Es ist nicht das erste Projekt, dass der Rotary-Club Sondershausen im sozialen Bereich realisiert. Sicher wird Ihnen der Rotary-Club bei manchen Aktionen in der Stadt aufgefallen sein oder Sie waren vielleicht selbst schon bei einem Jazz-Abend im Schlosshof Sondershausen für einen guten Zweck. Und beim Weihnachtsmarkt werden Sie einen Teil der Mitglieder bestimmt wieder sehen, wenn man wieder Glühwein verkauft.
Autor: khh

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