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Maike machte den Unterschied

Mittwoch, 30. Oktober 2013, 22:01 Uhr
Der Thüringer HC entführte beim Spitzenspiel dem HC Leipzig in einer 4500 Zuschauern, darunter rund 250 THC-Fans, beide Punkte und holte damit die Tabellenführung nach Thüringen...


Der bisherige Liga-Spitzenreiter wurde mit 28:24 (15:12) bezwungen. Auffälligste Spielerinnen der Partie waren beim den Thüringerinnen Maike März im Tor und Alexandrina Barbosa, die mit acht Toren erfolgreichste Werferin der Partie wurde, dicht gefolgt von Sonja Frey (7 Treffer und wieder fehlerfrei vom Siebenmeterpunkt). Für den HC Leipzig erzielten Maura Visser und Karolin Szwed Orneborg, jeweils fünf, die meisten Treffer.

Das Spiel begann ausgeglichen. Kerstin Wohlbold und Susann Müller brachten jeweils den Ball im ersten Angriff im gegnerischen Tor unter. Der THC legte immer wieder vor, der HCL glich postwendend aus. Auch die vergebenen Chancen hielten sich die Waage. Nach fünf Minuten stand ein 3:3 auf der Anzeigetafel. Erst mit dem ersten Strafwurf in der 8. Minute wechselte die Führung. Karolina Swed Orneburg brachte ihre Mannschaft 5:4 nach vor. Maura Visser erhöhte weiter, so dass Herbert Müller bereits nach neun Minuten die grüne Karte zog und sein erstes Team-Time-Out nahm.

Maike März kam zwei Minuten später für Jana Krause, die kaum einen Ball zu fassen bekam, ins Tor. Mit dem zweiten Strafwurf verkürzte Sonja Frey auf 7:6. Nun zog Thomas Orneborg die Karte zum Team-Time-Out.

Alexandrina Barbosa schaffte den Ausgleich zum 7:7. Visser legte vor – wieder war es Barbosa die ausglich. Der HCL nun zweimal in Folge erfolgreich, Barbosa hielt den THC weiter in Schlagdistanz. Einige Unkonzentriertheiten sorgten nun dafür, dass die Messestädterinnen ein Tor vorlegen konnten. Der Wechsel im Gehäuse der Gäste zeigte Wirkung, Maike März parierte nun einige Male und verhinderte eine höhere Führung des letztjährigen Vizemeisters. Sonja Frey nutzte ihre Quirlichkeit und zirkelte den Ball zur 11:10 Führung ins Tor des HCL (19. Minute). Das 12:10 für den THC zeigte erneut Wirkung auf der Bank des Gastgebers. Orneburg nahm in der 20. Minute die zweite Auszeit. Die Abwehr des THC hatte ihre Hausaufgaben gemacht und agierte aufmerksam vor einer stark haltenden Maike März.

Zwei Tore von Kudlacz brachten wieder den Ausgleich – 12:12 (26. Minute). Maike März kaufte jetzt dem Leipziger Rückraum fast jeden Ball ab und legte damit den Grundstein für eine tolle Schlussphase der ersten Halbzeit. Iveta Luzumova in Unterzahl und dann zwei weitere einfache Kontertore brachten rechtzeitig vor der Pause die erstmalige Drei-Tore-Führung - mit 15:12 aus THC-Sicht ging es in die Pause.

Leipzig waren die ersten zwei Treffer in der zweiten Halbzeit vorbehalten. Hinzu kam eine Zeitstrafe gegen Kerstin Wohlbold. Alexandrina Barbosa traf in Unterzahl zum 14:16 (34. Minute). Die fehlende Feldspielerin machte sich bemerkbar – die Leipzigerinnen nutzen ihre Chance und verkürzten zum 16:17. Wieder war Maike März mehrfach zur Stelle und verhinderte den Ausgleich, wenn nicht sogar die Führung der Gastgeberinnen. Da war das 18:16 durch Lydia Jakubisova schon wieder wie eine Erlösung (39. Minute). Nach fünf Toren in Folge für den THC verkürzte Maura Visser in der 47. Minute zum 19:25. Die Thüringerinnen ließen in dieser Phase nichts anbrennen. Die Angriffsformation machte Druck auf die Abwehr der Leipzigerinnen. Diese mussten offensiver agieren, ein Strafwurf, den Sonja Frey sicher verwandelte, war das Ergebnis.

In der Abwehr lief heute vieles besser, als in den letzten Spielen. Immer wieder hatte der HCL Mühe die Lücke zu finden. Nach Schwächen in der Startphase zur zweiten Halbzeit riss der Thüringer HC das Spiel an sich und baute eine ordentliche Führung aus. Die Leipzigerinnen zeigten Nerven, so dass selbst Sonja Frey aus dem Rückraum zum 27:22 einnetzen konnte. Die letzten drei Minuten hielt es die THC-Fans nicht mehr auf den Sätzen. Die Tabellenführung war in greifbarer Nähe. Der Ein letztes Aufbäumen der Gastgeber brachte den THC nicht mehr aus der Ruhe. Die zwei letzten Tore von Susann Müller und Saskia Lang waren nur noch Ergebniskosmetik aus Thüringer Sicht. Der Thüringer HC gewinnt auf Grund der besseren Abwehr und Torhüterleistung von Maike März verdient mit 24:28.
Bernd Hohnstein

Stimmen zum Spiel:

Herbert Müller (THC): Kompliment an die gesamte Mannschaft und jeden einzelnen Fan in der Halle. Sonderlob für Torhüterin Maike März, sie hat heute überragend gehalten. Nachdem wir nach 15 Minuten ein paar Dinge umgestellt haben, sind wir in Führung gegangen und haben gemerkt, dass heute was geht. Unsere Manndeckung hat gut funktioniert. Wir haben absolut verdient gewonnen

Thomas Orneburg (HCL): Das Konterspiel vom THC hat uns heute das Genick gebrochen. Wir selbst haben zu wenig getroffen.
Autor: red

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