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Andert in Artern

Montag, 04. November 2013, 08:00 Uhr
Buchlesung zur mitteldeutschen Frühgeschichte mit Reinhold Andert am Freitag in Artern. Hier kn mit den Einzelheiten...

Andert in Artern (Foto: Andreas Schmölling) Andert in Artern (Foto: Andreas Schmölling) Am Freitag, 8. November 2013 weilt der Sachbuchautor und Liedermacher Reinhold Andert aus Berlin beim Heimatverein Aratora zu Gast und stellt um 18.30 Uhr in der Volkshochschule Artern, Puschkinstraße 58 sein neuestes Werk „Heilige Lanzen“ im Rahmen einer Buchlesung vor.

Bereits mit seinen beiden vorangegangenen Büchern („Der Thüringer Königshort“ und „Der fränkische Reiter“) hat sich Andert der mitteldeutschen Frühgeschichte genähert und in lesenswerter Art eigenen Betrachtungen zu dieser Zeit niedergeschrieben. Auch während der Recherchen zu „Heilige Lanzen“ arbeitete der Autor eher unkonventionell und kommt so zu recht verblüffenden Gedankengängen und unerwarteten Forschungsergebnissen.

Mit diesem Werk hat Reinhold Andert seine Sachbuchtrilogie zur frühen Geschichte Mitteldeutschlands vollendet und dringt diesmal in die Zeit des frühen Hochmittelalters vor, auch in die Region um den Kyffhäuser. Im Mittelpunkt steht das wichtigste Herrschaftszeichen der Ottonen, die Heilige Lanze – eine Reliquie um die Leidensgeschichte Jesu. Der Besitz dieser Lanze wurde zum Sinnbild gottgewollter Herrschaft.

Geographisch wird der Leser ins mittelalterliche Thüringen und Sachsen entführt – unter den Ottonen Zentren des neu entstehenden Deutschen Reiches. Rings um Artern zog sich von West nach Ost ein dichter Kranz von Königspfalzen und Höfen: Tilleda, Wallhausen, Allstedt, Ritteburg, Memleben und Wiehe. Hier verbrachten die Ottonen die Winter, feierten die hohen Feste, und von hier aus brachen sie im Frühjahr auf, um im Reich ihre Macht zu festigen. Andert gelang es auch, bislang noch unbekannte königliche Rastplätze im nördlichen Thüringen zu ermitteln.

Im zweiten Teil des Buches werden noch andere „Heilige Lanzen“ in der Geschichte Mitteldeutschlands untersucht, wobei sich der Autor auf neueste Erkenntnisse der Sprachwissenschaft stützt. Erstmals können nun etliche, bisher schwer zu deutende Orts- und Geländenamen der näheren und weiteren Umgebung von Artern, wie etwa Ichstedt, der Nabelgau, die Finne, die Lossa, die Monraburg und andere sinnvoll erklärt werden. Auch einige bislang kontrovers dargestellte archäologische Zeugnisse aus Mitteldeutschland, wie die Himmelsscheibe von Nebra oder das Sonnenobservatorium Goseck, erhalten durch diese neuen Erkenntnisse eine überraschende Deutung.

Zu einem bestimmt sehr interessanten und anregenden Abend lädt der Heimatverein ARATORA herzlich ein. Eintritt wird nicht erhoben!

Andreas Schmölling
Vorsitzender Heimatverein ARATORA
Autor: khh

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