75. Jahrestag der Reichspogromnacht
Samstag, 09. November 2013, 21:00 Uhr
Gedenken auf dem jüdischen Friedhof in Sondershausen. Im Vorfeld mahnt Landtagspräsidentin Diezel in Erfurt: Wir müssen die Ereignisse im Gedächtnis bewahren
Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die 1. Beigeordnete der Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) konnten wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf den jüdischen Friedhof von Sondershausen begrüßen, unter ihnen auch die Landtagsmitglieder Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU), sowie zahlreich Stadtratsmitglieder der Stadt Sondershausen und Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse des Geschwister Scholl Gymnasiums.
Kreyer erinnere in seiner Begrüßung, dass auch in Sondershausen jüdische Geschäfte zerstört wurde. Zum zweiten Mal wurden in Sondershausen Stolpersteine verlegt und zum gedenken an die Opfer wurden dort heute auch Rosen hinterlegt. Ein Bürger stellte in der Bebrastraße auch ein Licht auf, wie kn bemerkte.
In der Gedenkrede zum 75. Jahrestags der Kristallnacht verwies Kraffzick aber auch auf ein weiters historisches Geschehen, den Fall der Mauer.
Die Pogromnacht, so Kraffzick war der Beginn einer Verfolgung der Juden, die zum Schluss mit der Ermordung von sechs Millionen Juden endete. Beschämend, so Kraffzick, dass so viele Deutsche mitmachten. Weiter sagte sie, wir müssen aus der Geschichte Lehren ziehen und die Rechte von Minderheiten schützen.
In seinen Worten an die Gedenkenden sagte Bürgermeister Kreyer, sicher gibt es schon seit Jahrtausenden Judenhass, dass entschuldigt aber nicht, was an Gräueltaten unter Naziherrschaft angerichtet wurde.
Auch die Stadt Sondershausen gedachte der Opfer der Reichspogromnacht. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die 1. Beigeordnete der Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) legten ein Blumengebinde nieder.
75. Jahrestag der Reichspogromnacht
Blumen legten Vertreter der Partei SPD (Sabine Bräunicke), Die Linken (Angela Trommer) und Lehrer und Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Sondershausen.
Mahnhung von Thüringer Landesregierung und der Thüringer Landtag
Anlässlich des 75. Jahrestags erinnern die Thüringer Landesregierung und der Thüringer Landtag gestern (14.00 Uhr) mit einer Gedenkstunde im Marmorsaal des Thüringer Landesverwaltungsamts in Weimar an die Reichspogromnacht.
Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) erklärt dazu (Sperrfrist Zitate, 08.11.2013, 14.00 Uhr): Als am 9. November 1938 überall in Deutschland die Synagogen brannten, erreichte der staatlich organisierte Terror gegen die jüdisch-deutsche Bevölkerung einen neuen tragischen Tiefpunkt. Mehr als die Hälfte aller Gebetshäuser in Deutschland wurden stark beschädigt oder ganz zerstört. Über 1.300 Menschen starben in Folge der Ausschreitungen. Auch in Thüringen standen Synagogen in Flammen: in Gotha, Eisenach, Meiningen, Nordhausen, Erfurt, Arnstadt, Suhl und weiteren Orten.
Der 9. November 1938 sei als Fanal einer brutalen Ausgrenzung in das kollektive Gedächtnis unseres Landes eingegangen, so Frau Diezel. Die offen antisemitische Politik der Nationalsozialisten sei in einer kollektiven Psychose aufgegangen, die keinen Raum für demokratische Werte und ein tolerantes Miteinander ließ. Die Intoleranz der Nationalsozialisten sollte für Millionen Menschen in ganz Europa tödliche Folgen haben. Wir tun gut daran, die Reihe der Ereignisse in Erinnerung zu behalten – die brennenden Bücher, die brennenden Synagogen und schließlich das brennende Europa. Wir müssen die Ereignisse im Gedächtnis bewahren, weil ihnen eine bleibende Verpflichtung innewohnt.
Eine ernsthafte Erinnerungskultur bedeute eine Verbeugung vor den Opfern, so die Landtagspräsidentin weiter. Daher sei die Erinnerung an die Geschehnisse vor 75 Jahren so wichtig. Weil sie den Verfemten ihre Ehre zurückgebe, die Ausgegrenzten in die Mitte hole und die Getöteten vor dem Vergessen rette. Wir verneigen uns vor den Opfern des Nationalsozialismus. Es ist daher unsere Aufgabe, die unveräußerlichen Freiheitsrechte zu schützen und mit ihnen die Menschlichkeit. Diese Pflicht tragen uns nicht nur das Grundgesetz und die Landesverfassung auf, sondern auch unser durch Erinnerung geprägtes Gewissen, so Frau Diezel.
Autor: khhBürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die 1. Beigeordnete der Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) konnten wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf den jüdischen Friedhof von Sondershausen begrüßen, unter ihnen auch die Landtagsmitglieder Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU), sowie zahlreich Stadtratsmitglieder der Stadt Sondershausen und Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse des Geschwister Scholl Gymnasiums.
Kreyer erinnere in seiner Begrüßung, dass auch in Sondershausen jüdische Geschäfte zerstört wurde. Zum zweiten Mal wurden in Sondershausen Stolpersteine verlegt und zum gedenken an die Opfer wurden dort heute auch Rosen hinterlegt. Ein Bürger stellte in der Bebrastraße auch ein Licht auf, wie kn bemerkte.
In der Gedenkrede zum 75. Jahrestags der Kristallnacht verwies Kraffzick aber auch auf ein weiters historisches Geschehen, den Fall der Mauer.
Die Pogromnacht, so Kraffzick war der Beginn einer Verfolgung der Juden, die zum Schluss mit der Ermordung von sechs Millionen Juden endete. Beschämend, so Kraffzick, dass so viele Deutsche mitmachten. Weiter sagte sie, wir müssen aus der Geschichte Lehren ziehen und die Rechte von Minderheiten schützen.
In seinen Worten an die Gedenkenden sagte Bürgermeister Kreyer, sicher gibt es schon seit Jahrtausenden Judenhass, dass entschuldigt aber nicht, was an Gräueltaten unter Naziherrschaft angerichtet wurde.
Auch die Stadt Sondershausen gedachte der Opfer der Reichspogromnacht. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die 1. Beigeordnete der Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) legten ein Blumengebinde nieder.
75. Jahrestag der Reichspogromnacht
Blumen legten Vertreter der Partei SPD (Sabine Bräunicke), Die Linken (Angela Trommer) und Lehrer und Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Sondershausen.
Mahnhung von Thüringer Landesregierung und der Thüringer Landtag
Anlässlich des 75. Jahrestags erinnern die Thüringer Landesregierung und der Thüringer Landtag gestern (14.00 Uhr) mit einer Gedenkstunde im Marmorsaal des Thüringer Landesverwaltungsamts in Weimar an die Reichspogromnacht.
Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) erklärt dazu (Sperrfrist Zitate, 08.11.2013, 14.00 Uhr): Als am 9. November 1938 überall in Deutschland die Synagogen brannten, erreichte der staatlich organisierte Terror gegen die jüdisch-deutsche Bevölkerung einen neuen tragischen Tiefpunkt. Mehr als die Hälfte aller Gebetshäuser in Deutschland wurden stark beschädigt oder ganz zerstört. Über 1.300 Menschen starben in Folge der Ausschreitungen. Auch in Thüringen standen Synagogen in Flammen: in Gotha, Eisenach, Meiningen, Nordhausen, Erfurt, Arnstadt, Suhl und weiteren Orten.
Der 9. November 1938 sei als Fanal einer brutalen Ausgrenzung in das kollektive Gedächtnis unseres Landes eingegangen, so Frau Diezel. Die offen antisemitische Politik der Nationalsozialisten sei in einer kollektiven Psychose aufgegangen, die keinen Raum für demokratische Werte und ein tolerantes Miteinander ließ. Die Intoleranz der Nationalsozialisten sollte für Millionen Menschen in ganz Europa tödliche Folgen haben. Wir tun gut daran, die Reihe der Ereignisse in Erinnerung zu behalten – die brennenden Bücher, die brennenden Synagogen und schließlich das brennende Europa. Wir müssen die Ereignisse im Gedächtnis bewahren, weil ihnen eine bleibende Verpflichtung innewohnt.
Eine ernsthafte Erinnerungskultur bedeute eine Verbeugung vor den Opfern, so die Landtagspräsidentin weiter. Daher sei die Erinnerung an die Geschehnisse vor 75 Jahren so wichtig. Weil sie den Verfemten ihre Ehre zurückgebe, die Ausgegrenzten in die Mitte hole und die Getöteten vor dem Vergessen rette. Wir verneigen uns vor den Opfern des Nationalsozialismus. Es ist daher unsere Aufgabe, die unveräußerlichen Freiheitsrechte zu schützen und mit ihnen die Menschlichkeit. Diese Pflicht tragen uns nicht nur das Grundgesetz und die Landesverfassung auf, sondern auch unser durch Erinnerung geprägtes Gewissen, so Frau Diezel.











