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Unterstützung für Arbeitgeber

Dienstag, 12. November 2013, 14:06 Uhr
Gleich drei neue Regelungen für die Ausbildung behinderter Menschen hat der Berufsbildungsausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt jetzt erlassen. Der einstimmige Beschluss sieht vor...,


... dass Behinderte ab dem kommenden Jahr in den neuen Berufen Fachpraktiker für Zerspanungsmechanik, Fachpraktiker für Holzverarbeitung und Fachpraktiker für Lagerlogistik ausgebildet werden können.

„Die neuen Ausbildungsregelungen stellen eine wesentliche Bereicherung der Berufslandschaft für behinderte und benachteiligte junge Menschen dar“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.

Bereits zum 1. Oktober hat die IHK Erfurt als erste Kammer in Thüringen eine Beratungsstelle „Inklusion in der Dualen Ausbildung“ eröffnet: „Arbeitgeber erhalten dort eine umfassende Beratung zur Ausbildung und Weiterbeschäftigung von Menschen mit Behinderungen“, erklärt der IHK-Chef. Zehn Jahre nach der Novellierung des Thüringer Schulgesetzes, mit der ein gemeinsamer Unterricht auch für Schüler mit kognitiven Entwicklungsverzögerungen und Benachteiligungen möglich wurde, verließen nun die ersten Absolventen die inklusive Schullaufbahn und strebten auf den Arbeitsmarkt. Deshalb käme das neue Beratungsangebot der IHK Erfurt genau zum richtigen Zeitpunkt.

Bisher mussten sich die Jugendlichen ihre zukünftige Lebensperspektive mehr oder weniger als Einzelkämpfer mühsam erobern. Nun bekommen
sie Unterstützung von der IHK. Die Beratungsstelle versteht sich dabei als Mittler zwischen den Behinderten und den Betrieben, denn vorrangiges Ziel ist es, den Jugendlichen eine Ausbildung direkt in den Unternehmen zu ermöglichen.
Autor: red

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