Volkstrauertag in Ebeleben
Montag, 18. November 2013, 08:08 Uhr
Gut 30 Bürgerinnen und Bürger kamen in den Gemeindesaal der Evangelisch- Lutherischen Kirche St. Bartholomäus, um dem Gottesdienst zum Volkstrauertag beizuwohnen. Dazu erreichte kn folgender Bericht aus Ebeleben...
In seinen einführenden Worten verwies Pfarrer Arne Tittelbach- Helmrich auf die verschiedensten Kriegsherde in dieser Welt. Gleichzeitig erinnerte er, dass vor 75 Jahren in der sogenannten Reichskristallnacht Pogrome gegen jüdische Mitbürger in ganz Deutschland durch die Nazis die systematische Verfolgung dieser Menschen einleitete.
Am Schicksal der Schülerin Elfriede Löbenstein aus Mühlhausen erläuterte er, wie nah diese schrecklichen Dinge auch in unserer Region waren. Diese war Schülerin in der Nikolaischule und wurde im Krieg in das Konzentrationslager Majdanek deportiert und dort ermordet. In Mühlhausen gab es 1938 ca. 200 jüdische Mitbürger, nach dem Krieg war die jüdische Gemeinde komplett verschwunden. Pfarrer Tittelbach- Helmrich wohnte selbst der Gedenkveranstaltung vor ein paar Tagen in Mühlhausen bei und betonte, dass es wichtig sei, dass die Pogrome von 1938 in Erinnerung bleiben und in vielen Orten Stolpersteine an die ehemaligen jüdischen Mitbürger erinnern.
Nach dem Gottesdienst gingen die Besucher gemeinsam mit dem Pfarrer zum Gefallenendenkmal, wo weitere Ebelebener Bürgerinnen und Bürger warteten, um dem öffentlichen Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft beizuwohnen.
Bürgermeister Uwe Vogt erinnerte in seinen Worten an die Kämpfe um Stalingrad vor 75 Jahren. Im kommenden Jahr wird bei den Gedenkveranstaltungen der I. Weltkrieg, dessen Beginn sich dann zum 100.Mal jährt, im Vordergrund stehen. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass nach Kenntnis der Stadtverwaltung heute noch acht Männer in Ebeleben leben, die selbst als Soldat im II. Weltkrieg dienen mussten. Der Bürgermeister sagte, dass jedes Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft eine zutiefst emotionale Angelegenheit für die Hinterbliebenen ist und Mitgefühl hervorruft. Er forderte in Rückblick auf die beiden Weltkriege, dass sich solches Unrecht und Leid nicht wiederholen dürfe. Ein friedliches Miteinander müsse weltweit das Hauptziel der Menschen sein.
Anschließend legten die Stadträte Hans- Rudolf Claus und Ronny Zirkler gemeinsam mit dem Bürgermeister einen Kranz der Ebelebener Bürger am Gefallenendenkmal nieder. Genauso taten dies Regina Dölle und Inge Bier für die katholische Pfarrgemeinde.
Danach sprach Pfarrer Arne Tittelbach- Helmrich einfühlsame Worte zum Gedenken sowie ein Gebet zum Volkstrauertag.
Mit der Nationalhymne klang die Veranstaltung aus.
Ebenfalls in den vier Ortsteilen der Einheitsgemeinde wurden durch die Ortsteilbürgermeister gemeinsam mit Ortsteilräten und weiterer Einwohner Kranzniederlegungen durchgeführt.
Uwe Vogt
Bürgermeister
Autor: khhIn seinen einführenden Worten verwies Pfarrer Arne Tittelbach- Helmrich auf die verschiedensten Kriegsherde in dieser Welt. Gleichzeitig erinnerte er, dass vor 75 Jahren in der sogenannten Reichskristallnacht Pogrome gegen jüdische Mitbürger in ganz Deutschland durch die Nazis die systematische Verfolgung dieser Menschen einleitete.
Am Schicksal der Schülerin Elfriede Löbenstein aus Mühlhausen erläuterte er, wie nah diese schrecklichen Dinge auch in unserer Region waren. Diese war Schülerin in der Nikolaischule und wurde im Krieg in das Konzentrationslager Majdanek deportiert und dort ermordet. In Mühlhausen gab es 1938 ca. 200 jüdische Mitbürger, nach dem Krieg war die jüdische Gemeinde komplett verschwunden. Pfarrer Tittelbach- Helmrich wohnte selbst der Gedenkveranstaltung vor ein paar Tagen in Mühlhausen bei und betonte, dass es wichtig sei, dass die Pogrome von 1938 in Erinnerung bleiben und in vielen Orten Stolpersteine an die ehemaligen jüdischen Mitbürger erinnern.
Nach dem Gottesdienst gingen die Besucher gemeinsam mit dem Pfarrer zum Gefallenendenkmal, wo weitere Ebelebener Bürgerinnen und Bürger warteten, um dem öffentlichen Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft beizuwohnen.
Bürgermeister Uwe Vogt erinnerte in seinen Worten an die Kämpfe um Stalingrad vor 75 Jahren. Im kommenden Jahr wird bei den Gedenkveranstaltungen der I. Weltkrieg, dessen Beginn sich dann zum 100.Mal jährt, im Vordergrund stehen. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass nach Kenntnis der Stadtverwaltung heute noch acht Männer in Ebeleben leben, die selbst als Soldat im II. Weltkrieg dienen mussten. Der Bürgermeister sagte, dass jedes Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft eine zutiefst emotionale Angelegenheit für die Hinterbliebenen ist und Mitgefühl hervorruft. Er forderte in Rückblick auf die beiden Weltkriege, dass sich solches Unrecht und Leid nicht wiederholen dürfe. Ein friedliches Miteinander müsse weltweit das Hauptziel der Menschen sein.
Anschließend legten die Stadträte Hans- Rudolf Claus und Ronny Zirkler gemeinsam mit dem Bürgermeister einen Kranz der Ebelebener Bürger am Gefallenendenkmal nieder. Genauso taten dies Regina Dölle und Inge Bier für die katholische Pfarrgemeinde.
Danach sprach Pfarrer Arne Tittelbach- Helmrich einfühlsame Worte zum Gedenken sowie ein Gebet zum Volkstrauertag.
Mit der Nationalhymne klang die Veranstaltung aus.
Ebenfalls in den vier Ortsteilen der Einheitsgemeinde wurden durch die Ortsteilbürgermeister gemeinsam mit Ortsteilräten und weiterer Einwohner Kranzniederlegungen durchgeführt.
Uwe Vogt
Bürgermeister
