Zum Internationalen Tag der Behinderung
Mittwoch, 04. Dezember 2013, 00:37 Uhr
VdK fordert Verbesserungen bei Beschäftigung und Barrierefreiheit anlässlich des gestrigen Internationalen Tag der Behinderung...
In was für eine Gesellschaft wollen wir leben? Jede Gemeinschaft wird durch die Menschen geprägt, die in ihr leben. Nebeneinander oder miteinander. Die Aktion Mensch macht sich für eine inklusive Gesellschaft stark, in der alle Menschen gefragt sind, jeder einzelne mit seinen ganz besonderen Fähigkeiten. Und darum geht es bei Inklusion: Jeder Mensch muss die Möglichkeit bekommen, sich vollständig und gleichberechtigt zu beteiligen - und zwar von Anfang an und unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer und sozialer Herkunft, Geschlecht und Alter.
Menschen mit und ohne Behinderung sollen ganz selbstverständlich ihren Alltag miteinander gestalten – zusammen leben, wohnen und arbeiten. Mit ihren Aktionen und Medien möchte die Aktion Mensch die Chancen einer inklusiven Gesellschaft zeigen und Mut zum Miteinander machen.
Vor allem sollten Menschen mit Behinderungen bessere Beschäftigungsmöglichkeiten haben.
Immer mehr Schwerbehinderte in Hessen sind arbeitslos stellt der Sozialverband fest. Nach Angaben der Bundesarbeitsagentur waren 2013 in Hessen durchschnittlich 13.860 schwer behinderte Menschen arbeitslos gemeldet, rund 820 mehr als ein Jahr zuvor. In Thüringen gab es im Zeitraum zwischen Oktober 2012 und Oktober 2013 einen Rückgang von 6.487 auf 6.285.
Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen verweist darauf, dass nach den neuesten vorliegenden Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 2.298 Arbeitgeber in Hessen und 1.014 in Thüringen keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigen. All diese Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, auf wenigstens 5 Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen, betont der Sozialverband. Sie zahlen lieber eine Ausgleichspauschale, anstatt Menschen mit Behinderungen eine Chance zu geben. Arbeitgeber, die sich der Beschäftigungspflicht komplett entziehen, sollten eine erhöhte Ausgleichsabgabe zahlen, so der VdK-Landesvorsitzende, Karl-Winfried Seif.
Um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ist der Abbau von Barrieren von entscheidender Bedeutung. Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen wird deshalb in Zukunft verstärkt auf entsprechende Missstände in den Kommunen aufmerksam machen. Unsere rund 13.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den 1.200 VdK-Ortsverbänden werden da ganz genau hinsehen und die Verantwortlichen auf konkrete Maßnahmen ansprechen, so der Sozialverband.
Ein Feld, in dem sofort gehandelt werden müsse, sei der Wohnungssektor. Nach der aktuellen Studie Wohnen der Altersgruppe 65plus fehlen in Hessen in den nächsten Jahren rund 190.000 barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen, in Thüringen rund 80.000. Die Landesregierungen, Städte und Kommunen stehen hier in der Pflicht, so der VdK-Landesvorsitzende.
Andreas Links
Öffentlichkeitsarbeit VdK-KV Nordthüringen
Autor: khhIn was für eine Gesellschaft wollen wir leben? Jede Gemeinschaft wird durch die Menschen geprägt, die in ihr leben. Nebeneinander oder miteinander. Die Aktion Mensch macht sich für eine inklusive Gesellschaft stark, in der alle Menschen gefragt sind, jeder einzelne mit seinen ganz besonderen Fähigkeiten. Und darum geht es bei Inklusion: Jeder Mensch muss die Möglichkeit bekommen, sich vollständig und gleichberechtigt zu beteiligen - und zwar von Anfang an und unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer und sozialer Herkunft, Geschlecht und Alter.
Menschen mit und ohne Behinderung sollen ganz selbstverständlich ihren Alltag miteinander gestalten – zusammen leben, wohnen und arbeiten. Mit ihren Aktionen und Medien möchte die Aktion Mensch die Chancen einer inklusiven Gesellschaft zeigen und Mut zum Miteinander machen.
Vor allem sollten Menschen mit Behinderungen bessere Beschäftigungsmöglichkeiten haben.
Immer mehr Schwerbehinderte in Hessen sind arbeitslos stellt der Sozialverband fest. Nach Angaben der Bundesarbeitsagentur waren 2013 in Hessen durchschnittlich 13.860 schwer behinderte Menschen arbeitslos gemeldet, rund 820 mehr als ein Jahr zuvor. In Thüringen gab es im Zeitraum zwischen Oktober 2012 und Oktober 2013 einen Rückgang von 6.487 auf 6.285.
Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen verweist darauf, dass nach den neuesten vorliegenden Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 2.298 Arbeitgeber in Hessen und 1.014 in Thüringen keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigen. All diese Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, auf wenigstens 5 Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen, betont der Sozialverband. Sie zahlen lieber eine Ausgleichspauschale, anstatt Menschen mit Behinderungen eine Chance zu geben. Arbeitgeber, die sich der Beschäftigungspflicht komplett entziehen, sollten eine erhöhte Ausgleichsabgabe zahlen, so der VdK-Landesvorsitzende, Karl-Winfried Seif.
Um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ist der Abbau von Barrieren von entscheidender Bedeutung. Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen wird deshalb in Zukunft verstärkt auf entsprechende Missstände in den Kommunen aufmerksam machen. Unsere rund 13.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den 1.200 VdK-Ortsverbänden werden da ganz genau hinsehen und die Verantwortlichen auf konkrete Maßnahmen ansprechen, so der Sozialverband.
Ein Feld, in dem sofort gehandelt werden müsse, sei der Wohnungssektor. Nach der aktuellen Studie Wohnen der Altersgruppe 65plus fehlen in Hessen in den nächsten Jahren rund 190.000 barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen, in Thüringen rund 80.000. Die Landesregierungen, Städte und Kommunen stehen hier in der Pflicht, so der VdK-Landesvorsitzende.
Andreas Links
Öffentlichkeitsarbeit VdK-KV Nordthüringen
