Förderung für Unterkirche
Donnerstag, 05. Dezember 2013, 13:59 Uhr
Die Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überbringt Fördervertrag in Bad Frankenhausen. Die Emporenrestaurierung steht an...
Am zweiten Adventssonntag, den 8. Dezember 2013 um 15.30 Uhr kann Barbara Schönfelder, Ortskuratorin Weimar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Rahmen eines Adventskonzertes einen Fördervertrag in Höhe von 10.000 Euro für die Restaurierung der Emporenbereiche in der Unterkirche Sankt Georg in Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis an Pfarrerin Magdalena Seifert überbringen. Die Maßnahmen werden auch vom Landesamt für Denkmalpflege, vom Kirchenkreis und der Landeskirche und der Rudolf-Dankwardt-Stiftung unterstützt.
Die Unterkirche St. Georg (älteres Archivbild) gehörte ursprünglich zu einem im frühen 13. Jahrhundert gegründeten Zisterzienserinnenkloster, das - 1536 säkularisiert - 1689 abbrannte. Die Kirche baute man zwischen 1691 und 1701 als steinsichtigen protestantischen Emporensaal wieder auf. Vom spätgotischen Vorgängerbau integrierte man den vierseitig geschlossenen Chor, den Turm auf der Chornordseite, das aufgehende Mauerwerk der Längsseiten und den Westgiebel. Die Fassaden gliedern hohe Rundbogenfelder mit je drei übereinanderliegenden Fenstern, die der inneren Emporenaufteilung entsprechen. Den mächtigen Turm bekrönt eine verschieferte Schweifhaube mit Laterne.
Zu betreten ist die Kirche durch Spitzbogenportale auf der Nord- und Südseite. Den Innenraum prägen zweigeschossige Längsemporen auf quadratischen Pfeilern mit Korbbogenarkaden. Eine Volutendecke mit Stuckrahmung überspannt den Raum. Das zentrale Gemälde - eine Totentanz- und eine Auferstehungs-Darstellung - stammt von dem Weimarer Künstler Jürgen Wegener. Ein Triumphbogen trennt Saal und Chor. Im Westen steht auf einer zurückschwingenden zweigeschossigen Empore die mehrfach veränderte North-Orgel von 1703. Die Ausstattung der Kirche stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Den Altaraufsatz flankieren korinthische Säulen. Den mehreckigen Kanzelkorb tragen Putten. Zudem sind erwähnenswert der sechsseitige weiße Marmortaufstein, die Pastorenbildnisse und ein spätgotisches hölzernes Kruzifix.
Die Unterkirche, an deren Chorsanierung die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits 2011 mit 10.000 Euro beteiligt war, ist eines von über 410 Förderprojekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.
Autor: khhAm zweiten Adventssonntag, den 8. Dezember 2013 um 15.30 Uhr kann Barbara Schönfelder, Ortskuratorin Weimar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Rahmen eines Adventskonzertes einen Fördervertrag in Höhe von 10.000 Euro für die Restaurierung der Emporenbereiche in der Unterkirche Sankt Georg in Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis an Pfarrerin Magdalena Seifert überbringen. Die Maßnahmen werden auch vom Landesamt für Denkmalpflege, vom Kirchenkreis und der Landeskirche und der Rudolf-Dankwardt-Stiftung unterstützt.
Die Unterkirche St. Georg (älteres Archivbild) gehörte ursprünglich zu einem im frühen 13. Jahrhundert gegründeten Zisterzienserinnenkloster, das - 1536 säkularisiert - 1689 abbrannte. Die Kirche baute man zwischen 1691 und 1701 als steinsichtigen protestantischen Emporensaal wieder auf. Vom spätgotischen Vorgängerbau integrierte man den vierseitig geschlossenen Chor, den Turm auf der Chornordseite, das aufgehende Mauerwerk der Längsseiten und den Westgiebel. Die Fassaden gliedern hohe Rundbogenfelder mit je drei übereinanderliegenden Fenstern, die der inneren Emporenaufteilung entsprechen. Den mächtigen Turm bekrönt eine verschieferte Schweifhaube mit Laterne.
Zu betreten ist die Kirche durch Spitzbogenportale auf der Nord- und Südseite. Den Innenraum prägen zweigeschossige Längsemporen auf quadratischen Pfeilern mit Korbbogenarkaden. Eine Volutendecke mit Stuckrahmung überspannt den Raum. Das zentrale Gemälde - eine Totentanz- und eine Auferstehungs-Darstellung - stammt von dem Weimarer Künstler Jürgen Wegener. Ein Triumphbogen trennt Saal und Chor. Im Westen steht auf einer zurückschwingenden zweigeschossigen Empore die mehrfach veränderte North-Orgel von 1703. Die Ausstattung der Kirche stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Den Altaraufsatz flankieren korinthische Säulen. Den mehreckigen Kanzelkorb tragen Putten. Zudem sind erwähnenswert der sechsseitige weiße Marmortaufstein, die Pastorenbildnisse und ein spätgotisches hölzernes Kruzifix.
Die Unterkirche, an deren Chorsanierung die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits 2011 mit 10.000 Euro beteiligt war, ist eines von über 410 Förderprojekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.

