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Friedenslicht in Leinefelde angekommen

Sonntag, 15. Dezember 2013, 21:39 Uhr
In der bis auf den letzten Platz gefüllten Bonifatiuskirche wurde am Abend in einem ökumenischen Gottesdienst das Friedenslicht aus Bethlehem willkommen geheißen. Pfadfinder hatten es in Wien abgeholt und in einer mehr als zehnstündigen Zugfahrt nach Leinefelde gebracht...

Friedenslicht (Foto: Ilka Kühn) Friedenslicht (Foto: Ilka Kühn)

So wird es auch in diesem Jahr möglich sein, dass die kleine Flamme, entzündet von Michael Weixlbaumer aus Österreich, Millionen von Menschen erreicht und ganz nach dem diesjährigen Motto "Recht auf Frieden", miteinander verbindet. In der Bonifatiuskirche haben sich viele Menschen das Licht von den Pfadfindern in ihren Laternen anzünden lassen und dann später mit nach Hause genommen, wo es die nächsten Tage leuchten wird.

Friedenslicht (Foto: Ilka Kühn) Friedenslicht (Foto: Ilka Kühn)

Recht auf Frieden - das ist das Motto der diesjährigen Friedenslichtaktion. Jeder habe ein Recht auf Frieden, sagte Pfarrer Marcus Könen in seiner Predigt. Doch er hinterfragte zugleich wo das Recht auf Frieden bleibe, wenn jemand gemobbt wird, andere am Arbeitsplatz oder in der Schule ausgenutzt werden? Wenn man das Gefühl hat, hier nicht hinzugehören? Recht auf Frieden, klingt vermessen. Es gäbe hierfür genügend Beispiele, auch im privaten Bereich, sagte der Pfarrer.

Wer hört die Schreie der Menschen, die wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, politischen Gesinnung, ihrer Sprache u.a. ausgegrenzt, verfolgt, gefoltert oder gar getötet werden, fragte Marcus Könen und verwies auf das Grundgesetz, dessen Mütter und Väter und ihren Bezug zu Gott. Doch sieht der Mensche heute im Jahr 2013 ebenso Gott als das Wesentlichste im friedlichen Miteinander?

Marcus Könen zeigte im Hinblick auf Weihnachten auf, das die Bibel nichts an Aktualität verloren habe. So heißt es im Johannes Evangelium: Er kam in sein Eigentum und die seinen nahmen ihn nicht auf. Oder bei Lukas heißt es: Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge...

Da sage noch einer, die Bibel sei veraltet, sagte Marcus Könen. Dabei sehnen sich seit Jahrtausenden die Menschen nach dem, der den Frieden bringt. Wir seien viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt, fügte der Pfarrern an. Es bleibe nichts für den anderen...

Gott befreie uns zu unserem wahren Leben, wo jeder das Recht auf Freiheit auf seiner Seite habe. Das Licht will Frieden schenken. Es ist jedem anvertraut. Mag das Licht auch klein sein...

Am morgigen Montag bringen Eichsfelder Jugendliche dann das Friedenslicht in die Thüringer Staatskanzlei zu Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. In Erfurt wird es am 23. Dezember ausgesendet und an vielen Bahnhöfen in Empfang genommen.
Ilka Kühn
Autor: en

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