kyffhaeuser-nachrichten.de

Kältepolentdeckung

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 10:48 Uhr
Einen Termin den Sie sich notieren sollten, ein Vortrag in Roßleben. Hier kn mit den Einzelheiten...

Der Termin für Vortrag ist der 23.01.2014, um 19:00 Uhr im Ratssaal der Stadtverwaltung Roßleben. Hier die die Vorinformationen zu diesem Bericht...

Nach der Weltumradlung, der Kajaktour  auf der  Lena, dem Europalauf und anderen spektakulären Reisen, unternahm   Ronald Prokein, der Russlandexperte, seine siebente  Tour, diesmal wieder mit Partner Andy  Winter. Mit einem  Lada  Niva  ging  es  nach  Osten.  Von Rostock  fuhren sie über Russland  in  die  Mongolei,  weiter  mit  unterschiedlichen  Gefährten  nach China, Vietnam,
Laos, Thailand, Malaysia, Singapur bis Australien. Hauptmission:  Erstmaliger  Aufbau  zweier  Wetterstationen  in  Jutschjugei  (Nordostsibirien). Die meteorologischen Stationen sollten beweisen, dass die Region noch kälter ist als der offiziell kälteste bewohnte Ort der Welt: Oimjakon (-71,2 Grad Celsius - Guinness Buch Rekord).

Enger  Kooperationspartner  des Projekts ist der Meteorologe Jörg  Kachelmann. Der bekannteste "Wetterfrosch" Mitteleuropas  stellte die wissenschaftlichen  Messinstrumente zur  Verfügung.  Der  geographische  Endpunkt  der  Tour:  Marble  Bar  (heißester  Ort Australien).  
Bei der Ankunft in  Jutschjugei  trafen Winter und  Prokein  einen  alten  Bekannten. Ihm  mußten einen  Monat  zuvor seine  erfrorenen Hände amputiert werden. Mit einem  Motorschlitten  war der leine Jakute,  namens  Polikari, bei -50 Grad Celsius  im Eis  eingebrochen  und mußte  nun über zwanzig Kilometer in der Nacht nach Hause laufen. 
In der Taiga verunfallte das Auto der Mecklenburger mehrfach und vereiste. Ein betrunkener Ewene(Ureinwohner Sibiriens)  hielt die beiden  Abenteurer  mit einem  Beil  in  Schach.

In  der  Mongolei mussten  sie, aufgrund  bürokratischer  Hürden, den  Lada und ihren  mitgereisten Schäferhund  Arthus zurücklassen. Winter und  Prokein sprachen mit   einem  ehemaligen  Vietnamkämpfer und begaben  sich an alte  Kriegsschauplätze. In  Laos begeneten sie den  freundlichsten  Menschen  der Reise. 
Ein Busfahrer  bestahl  Winter   in  Thailand  im  eigenen Bus.  Die zwei  Rostocker trennten sich für  einige  Tage  in  Singapur. Prokein war  in der Zeit fast mittellos, ein Kind der Straße.

Mit einem gekauften Toyota setzten sie die Tour in Australien gemeinsam fort. Bei 43 Grad Celsius im Schatten lief Prokein die letzten 100 Kilometer  durch  menschenleere Prärie, bis Marble Bar.
Der größte Respekt galt den Schlangen. Auf der Rückfahrt rammte ihr Auto eine Kuh.
Nachdem   die  Rostocker  ein zweites  Mal nach  Sibirien gereist  sind, bekamen sie durch Jörg  Kachelmann  die  sensationelle Nachricht das  in  Jutschugej noch tiefere Temperaturwerte gemessen wurden als in Oimjakon.
Ein neuer bewohnter Kältepol der Erde ist entdeckt!

In einer  großen  Hilfsaktion  spendeten  die  Menschen in  ganz  Mecklenburg - Vorpommern  Geld  für   Polikari.  Auch  Udo Lindenberg,  Matthias Reim, G.G. Anderson  u.a.  Prominente  beteiligten  sich an der Aktion mit selbst gemalten Rentieren die später für den guten Zweck versteigert wurden.
Mit  den Spendengeldern  reisten Andy  Winter und  Ronald  Prokein  wiederrum nach Sibirien um  unter anderem  Polikari von dem Erlös  Prothesen zu finanzieren. 

Das Buch "Die Entdeckung des Kältepol Jutschjugei", mit einem Vorwort von Jörg Kachelmann, ist zudem neu erschienen. 
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de