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Bauen für die Zukunft

Donnerstag, 02. Januar 2014, 12:22 Uhr
Das 4. Demografische Themenjahr wird 2014 die Herausforderungen eines "Bauens für die Zukunft" in den Mittelpunkt stellen. Gemeinsam mit der Wissenschaft und den Wirtschaftskammern sollen die neuen Herausforderungen durch den demografischen Wandel im Bereich Bauen und Wohnen analysiert werden...


"Dadurch entstehen auch neue Märkte für die Firmen. Im Wohnungsbau brauchen wir neben Rückbau auch altersgerechten Um- und Neubau von Wohnungen. Jährlich müssen in Thüringen so mindestens 5.000 Wohnungen entstehen“, sagte heute der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, in Erfurt zu Beginn des Demografischen Themenjahrs ‚Bauen für die Zukunft‘ der Serviceagentur Demografischer Wandel (SADW).

#„Wir müssen den Demografischen Wandel nicht einfach über uns ergehen lassen. Wir müssen ihn vielmehr aktiv gestalten“, so Carius weiter. „In 70 Prozent der Thüringer Kommunen wird die Zahl leerstehender Gebäude steigen. Mittelfristig müssen wir mit bis zu 12.000 Schrottimmobilien rechnen. Mein Vorschlag eines Sanierungsbonus‘ ist ein Instrument um diesen Wandel aktiv zu gestalten: Wir wollen Anreize schaffen, um ansonsten verfallende Häuser im ländlichen Raum durch einen seniorenfreundlichen Umbau nachhaltig zu nutzen. Auch junge Familien könnten durch den Sanierungsbonus preiswertes Wohneigentum bilden und die Energiewende voranbringen. So könnten wir auch im ländlichen Raum eine zukunftsfähige Siedlungsstruktur erhalten.“

Das 4. Demografische Themenjahr wird auf Regionalkonferenzen, Fachtagungen und auch Veranstaltungen Dritter die Thematik ‚Bauen für die Zukunft‘ vertiefen. Die diesjährige Thüringer Demografiekonferenz wird einen Baustein dieser Veranstaltungsreihe bilden und den Thematischen Schwerpunkt ‚Städtebau und Demografie‘ in den Mittelpunkt rücken. Durch eine Kooperation mit den Handwerkskammern unter Einbeziehung der IHKs und der Wissenschaft soll die Entwicklung neuer Produktideen und Dienstleistungskonzepte vorangetrieben werden. Potenziale für die Wertschöpfung bei Um- und Neubau sowie der Ausrüstung der Gebäude mit entsprechender Technik sollen ermittelt werden.

Das Themenjahr wird sich zum einen mit der individuellen Wohnsituation beschäftigen, die ein bezahlbares Wohnen ermöglichen soll (Energieeffizienz, technische Gebäudeausstattung, Barrierefreiheit, flexible Grundrisse und generationenübergreifende Wohnkonzepte). Einen zweiten Schwerpunkt bilden Fragen der Stadt- und Dorfentwicklung, wie beispielsweise der Grundsatz Siedlungen verstärkt von innen nach außen zu entwickeln.

Hierzu gehört auch die Wiedernutzung von Brachflächen, wie sie in über 40 Kommunen durch die Initiative ‚GENIAL zentral‘ des Bauministeriums unterstützt wird. Weitere Handlungsansätze sind unter anderem die interkommunale Zusammenarbeit, der Rückbau und Anpassung von Infrastrukturen und die Mehrfachnutzung von Einrichtungen der sozialen Infrastruktur.
Autor: red

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