Geschäfte mit der Einsamkeit
Mittwoch, 22. Januar 2014, 12:25 Uhr
Immer wieder werden in Tageszeitungen und Anzeigenblättern scheinbar private Anzeigen Partnersuchender veröffentlicht. Die meisten Inserate dienen in erster Linie als Lockvogel für professionelle Partnervermittlungen. In der Regel verbergen sich dahinter sogenannte Single- und Freizeitclubs, für deren Mitgliedschaft hohe Beträge kassiert werden, so die Verbraucherzentrale Thüringen...
Wer einen Partner sucht, kann grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass diverse Anzeigen in Zeitungen oder im Internet prinzipiell zum Wunschpartner führen. Selbst individualisierte Anzeigen führen nicht immer zum gesuchten Partner oder zur großen Liebe.
Meistens werden solche Kontaktanzeigen von Firmen in Auftrag gegeben, die mit der Vermittlung von Partnern viel Geld verdienen wollen. Denn Partnervermittlung ist ein lukratives Geschäftsfeld, bei dem kräftig abkassiert wird. Für Partnersuchende ist es deshalb schwer, private von gewerblichen Anzeigen zu unterscheiden.
Der Kontaktanzeige ist es in der Regel nicht sofort ansehbar, dass sie lediglich als Lockvogel dient und die darin beschriebenen Männer oder Frauen, oft mit Foto präsentiert, nur Phantome sind. Ruft der interessierte Partnersuchende die in der Annonce angegebene Telefonnummer an, meldete sich nicht die abgebildete Person, sondern eine freundliche Dame, die kurzerhand einen Hausbesuch vereinbarte - für Verbraucherschützer ein eindeutiges Indiz dafür, dass ein Partnerinstitut oder ein Freizeitclub hier seine Finger im Spiel hat.
Doch auch dann wird man nicht von der annoncierten Person besucht, sondern von einem Partnervermittler, der darauf drängt, einen Vertrag zu unterschreiben, denn erst dann könne man die Person aus der Annonce kennenlernen. Häufig erst wenn erhebliche Beträge im vierstelligen Bereich von Ihren Konto abgebucht werden, stellen Betroffene fest, dass sie sich auf eine teure Mitgliedschaft in einem sogenannten Single- oder Freizeitclub, eingelassen haben, erläutert Silvia Georgi, Rechtsberaterin in der Verbraucherzentrale, die Situation.
Allein kommen Betroffene kaum aus solchen Verträgen. Viele scheuen sich auch, Verwandte oder Bekannte um Hilfe zu bitten. Wer glaubt, in ehrlichem Vertrauen unseriösen Partnervermittlern auf den Leim gegangen zu sein, kann sich an die Verbraucherberatungsstelle in Nordhausen wenden.
Die Verbraucherzentrale Thüringen führt am 4. Februar zu Vertrags- und Kostenfallen bei vorgetäuschten Partneranzeigen - Annoncen und Mitgliedschaften in sogenannten Freizeitclubs
einen Informationstag in der Beratungsstelle Nordhausen, August-Bebel-Platz 6, in der Zeit von 13.00 - 17.00 Uhr durch.
Autor: redWer einen Partner sucht, kann grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass diverse Anzeigen in Zeitungen oder im Internet prinzipiell zum Wunschpartner führen. Selbst individualisierte Anzeigen führen nicht immer zum gesuchten Partner oder zur großen Liebe.
Meistens werden solche Kontaktanzeigen von Firmen in Auftrag gegeben, die mit der Vermittlung von Partnern viel Geld verdienen wollen. Denn Partnervermittlung ist ein lukratives Geschäftsfeld, bei dem kräftig abkassiert wird. Für Partnersuchende ist es deshalb schwer, private von gewerblichen Anzeigen zu unterscheiden.
Der Kontaktanzeige ist es in der Regel nicht sofort ansehbar, dass sie lediglich als Lockvogel dient und die darin beschriebenen Männer oder Frauen, oft mit Foto präsentiert, nur Phantome sind. Ruft der interessierte Partnersuchende die in der Annonce angegebene Telefonnummer an, meldete sich nicht die abgebildete Person, sondern eine freundliche Dame, die kurzerhand einen Hausbesuch vereinbarte - für Verbraucherschützer ein eindeutiges Indiz dafür, dass ein Partnerinstitut oder ein Freizeitclub hier seine Finger im Spiel hat.
Doch auch dann wird man nicht von der annoncierten Person besucht, sondern von einem Partnervermittler, der darauf drängt, einen Vertrag zu unterschreiben, denn erst dann könne man die Person aus der Annonce kennenlernen. Häufig erst wenn erhebliche Beträge im vierstelligen Bereich von Ihren Konto abgebucht werden, stellen Betroffene fest, dass sie sich auf eine teure Mitgliedschaft in einem sogenannten Single- oder Freizeitclub, eingelassen haben, erläutert Silvia Georgi, Rechtsberaterin in der Verbraucherzentrale, die Situation.
Allein kommen Betroffene kaum aus solchen Verträgen. Viele scheuen sich auch, Verwandte oder Bekannte um Hilfe zu bitten. Wer glaubt, in ehrlichem Vertrauen unseriösen Partnervermittlern auf den Leim gegangen zu sein, kann sich an die Verbraucherberatungsstelle in Nordhausen wenden.
Die Verbraucherzentrale Thüringen führt am 4. Februar zu Vertrags- und Kostenfallen bei vorgetäuschten Partneranzeigen - Annoncen und Mitgliedschaften in sogenannten Freizeitclubs
einen Informationstag in der Beratungsstelle Nordhausen, August-Bebel-Platz 6, in der Zeit von 13.00 - 17.00 Uhr durch.
